Ähms und Pausen

Shownotes

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In dieser Episode untersuchen David und Barbara die psychologischen Hintergründe von Füllwörtern. David schildert eindrücklich, dass das Sprechen in einer „Fremdsprache“ die Hirnleistung enorm beansprucht und so unbewusste Denkpausen in Form von «Ähms» provoziert. Barbara ergänzt, dass viele Sprecher Füllwörter nutzen, weil sie im Moment des Sprechens noch nicht genau wissen, was als Nächstes kommt.

Ein wesentlicher Aspekt ist das Überwinden der Sprechangst. Es wird darauf hingewiesen, dass die Angst, vor Menschen zu reden, für viele sogar größer ist als die Angst vor dem Tod. Diese Unsicherheit wird oft durch den Kontext verstärkt: Während Lehrpersonen vor Kindern meist souverän agieren, kann die Begegnung mit Eltern oder Fachkollegen zu massiver Verunsicherung führen, da man ein kritisches Urteil befürchtet. Hier hilft nur konsequentes Proben und Vorbereiten, um den roten Faden so sicher zu beherrschen, dass Füllwörter überflüssig werden.

Die Gesprächspartner plädieren leidenschaftlich für die bewusste Pause. Eine kurze Stockung im Redefluss ist für den Zuhörer weitaus angenehmer als eine Kette von Lauten, da sie Raum für das Mitdenken schafft. Barbara schildert zudem, wie sie ihre eigene Verwundbarkeit und die Angst, nicht gut genug zu sein, als rhetorisches Stilmittel nutzt, indem sie lernt, mit der Unsicherheit zu spielen. Die Folge schliesst mit einer Einladung an die Hörer, Feedback zu geben und Themenwünsche zu äußern, um den Podcast gemeinsam weiterzuentwickeln.

Transkript anzeigen

00:00:01: David Sigos Guten Morgen Barbara.

00:00:03: David Sigos Ich möchte jetzt auch mal im Vorteil sein und merken, dass mein Hirn völlig entlastet ist, wenn ich jetzt auch in meiner Muttersprache sprechen darf.

00:00:13: David Sigos Ich hoffe, du verstehst mich auch wenn ich versuche, schneller zu reden.

00:00:16: David Sigos Wir wollen ja ein bisschen Füersche machen, das ist ja auch immer wichtig für uns.

00:00:21: David Sigos Und darum ist mir das jetzt mal einfach wichtig, dass ich jetzt mal so anfange.

00:00:25: David Sigos Es nimmt mich wundern, was du verstehst und was nicht.

00:00:28: David Sigos Die meisten Zuhörer verstehen ja, ich nehme jetzt mal an, die meisten verstehen Schweizerdeutsch, aber ich merke schon, mir ist das jetzt deutlich einfacher, wenn ich jetzt da darf.

00:00:39: David Sigos Ja.

00:00:40: David Sigos Was ist?

00:00:44: Barbara Messer sagst.

00:00:41: David Sigos Ja.

00:00:48: Barbara Messer Und das M, David, das steht über dieser Folge, weil wir wollen über das M und seine Geschwister sprechen.

00:00:59: Barbara Messer Und ich finde das einen schönen Anfang.

00:01:02: Barbara Messer Ich habe das große Glück, ich bin ja Schweiz-Fan, dass ich ganz viel tatsächlich verstanden habe, aber viele nicht.

00:01:07: Barbara Messer Und wir wollen heute darüber sprechen, warum verwenden wir denn immer wieder mal ein M. Und mein M war eben ein

00:01:15: Barbara Messer ey, pass mal auf David, ich muss dich jetzt unterbrechen, weil ich dich nicht mehr richtig verstehe, ich weiß aber nicht, wie ich das sagen soll, also schiebe ich das M so ein bisschen als Höflichkeitston in den Raum oder als vorweggenommene Entschuldigung, dass ich dich unterbreche.

00:01:32: Barbara Messer Und du hast aber nicht ohne Grund auf Schweizerdeutsch angefangen, weil das ist der Fluss deiner Sprache, in dem du besser schwimmst, als wenn du Hochdeutsch sprichst.

00:01:43: David Sigos Und bei den Aufnahmen, die ich dann selbst gehört habe, da habe ich dann schon gemerkt, da habe ich wirklich sehr viele unbewusste Ams drin.

00:01:52: David Sigos Da habe ich mich schon gefragt, warum denn eigentlich?

00:01:55: David Sigos Was sollen diese Ams?

00:01:57: David Sigos Und einerseits denke ich, da habe ich irgendwie in meinem Gehirn

00:02:01: David Sigos eine Pause gegönnt oder so eine Auszeit, um zu wissen, wie formuliere ich das jetzt anders, weil eben, wenn ich drauf losreden dürfte, dann würde ich natürlich jetzt Schweizerdeutsch sprechen.

00:02:15: Barbara Messer Genau, das ist, als wenn du fast schon in einer Fremdsprache sprichst.

00:02:19: Barbara Messer Wenn ich jetzt auf Englisch oder Russisch etwas sage, dann habe ich auch diese Pausen, weil ich natürlich nach den Worten suche und der Duktus, also mein Sprachfluss ist unterbrochen, ja.

00:02:22: David Sigos Hm.

00:02:30: Barbara Messer Aber viele Menschen verwenden ein M aus unterschiedlichen Gründen.

00:02:36: Barbara Messer Und der eine ist der, den wir eben herausgearbeitet haben, dass wenn wir in einer anderen Sprache sprechen.

00:02:42: Barbara Messer Was ich aber auch feststelle, ist, dass viele, die Vortragen präsentieren,

00:02:47: Barbara Messer auch auf den sozialen Medien ein Facebook oder Instagram live oder so etwas machen, dann kommt das M. Also ich wollte jetzt über sprechen.

00:02:57: Barbara Messer Sie wissen, das unterstelle ich oftmals, gar nicht, was als nächstes kommt und was Sie sagen wollen.

00:03:03: David Sigos Aber lass uns mal diese Ams auseinandernehmen.

00:03:07: David Sigos Ich höre jetzt heraus, es gibt unterschiedliche Ams, also unterschiedliche Pausen aus unterschiedlichen Gründen.

00:03:13: David Sigos Und wie können wir diese vermeiden?

00:03:17: Barbara Messer Ja, wie können wir sie vermeiden?

00:03:20: Barbara Messer Weil oftmals, ist meine Erfahrung, interpretieren Menschen das als eine Unsicherheit und das, wenn wir über den Lehrberuf nachdenken, ist es ja denkbar ungeschickt, wenn wir unsicher rüberkommen.

00:03:34: Barbara Messer Und viele Menschen haben Angst vor dieser Pause.

00:03:36: Barbara Messer Ich mache jetzt bewusst kleine Pausen, in denen ich

00:03:41: Barbara Messer denke, ich könnte jetzt ein M einschieben, damit ich diesen kleinen Raum fülle und nicht den Faden im Gespräch verliere oder den Faden im Satz, weil das ist ein Moment, wo ich ja mit mir in Beziehung gehe oder mit den anderen oder den ich eben mit dem fülle, was in meinem Kopf ist, ohne das Das ist die Angst vor der Pause.

00:04:05: David Sigos Ja, aber ich merke, es war sehr unbewusst.

00:04:08: David Sigos Ich höre es nicht.

00:04:10: David Sigos Die ersten paar M's in den ersten Folgen, die sind mir völlig unbewusst.

00:04:15: David Sigos Und wenn ich jetzt diese vermeiden will, dann muss ich noch mehr Hirnleistung aufwenden.

00:04:21: David Sigos Zuerst muss ich ja übersetzen im Hirn, von Schweizerdeutsch auf Hochdeutsch.

00:04:25: David Sigos Und jetzt muss ich noch darauf achten, dass ich keine M's mache.

00:04:29: David Sigos Da muss ich mich schon zusammenreissen.

00:04:31: David Sigos Das kostet mich schon Energie.

00:04:33: Barbara Messer Ja, das verstehe ich.

00:04:34: Barbara Messer Das kostet mich auch Energie, so zu sprechen, weil privat, wenn ich private Gespräche führe, dann kommt das M auch einmal drin vor, weil es sowas ist wie eine kleine erlaubte Denkpause.

00:04:37: David Sigos Mm.

00:04:37: David Sigos Mm.

00:04:44: Barbara Messer Also wir kennen das ja in Gesprächen.

00:04:47: Barbara Messer Aber wenn wir jetzt hier podcasten, dann führen wir ja ein bewusstes Gespräch.

00:04:51: Barbara Messer Wir überlegen uns ja, was wir sagen.

00:04:53: Barbara Messer Also ich denke schon über meine Botschaften nach, über die Worte, über Formulierungen und Ähnliches.

00:04:58: Barbara Messer Das heißt, es ist ein hohes...

00:05:00: Barbara Messer Sprachliches Bewusstsein, gedankliches Bewusstsein, was wir in dieser Zeit aufwenden.

00:05:05: Barbara Messer Und das ist für mich ähnlich wie in einer Präsentation.

00:05:08: Barbara Messer Und da ich ja auch eine Schreibende bin, ist das ja ähnlich.

00:05:11: Barbara Messer Jetzt stell dir vor, ich würde beim Schreiben auch die Ems aufschreiben.

00:05:15: Barbara Messer Dann wäre ein Text nicht mehr schön.

00:05:15: David Sigos Mhm.

00:05:15: David Sigos Mhm.

00:05:18: Barbara Messer Und das sieht man ja nicht, die Denkpausen siehst du nicht beim Schreiben, aber den Raum, wo jemand Worte auch noch sucht oder bessere, wir suchen ja auch oft nach einem besseren Wort, nach einer besseren Beschreibung, Umschreibung, Analogie oder Metapher, gerade beim Präsentieren oder Unterrichten.

00:05:35: Barbara Messer Das heißt, es ist eine hohe Aufmerksamkeit.

00:05:38: David Sigos Für mich war es einfacher, wenn ich, schon wieder, wenn ich wirklich darauf aufmerksam gemacht wurde und jetzt wirklich, ja, ich muss darauf achten, also das ist jetzt halt bei mir so drin und darum, ja, versuche ich eher eine kleine Pause zu machen als ein M und dann gibt es vielleicht eine kleine Stockung, aber ich denke, es ist angenehmer als diese viele M's.

00:06:09: Barbara Messer Ja, und warum haben wir Angst und füllen den Raum mit M?

00:06:15: Barbara Messer Es gibt so viele wichtige Gründe, auch eine Pause beim Sprechen zu haben, weil der andere ja, gerade wenn du und ich oder wir überhaupt etwas Geistreiches von uns geben, also etwas Wertvolles, kein Wortmüll, kein Gedankenmüll, sondern wohlüberlegte Dinge, dann braucht ja das Gegenüber auch einen Moment zum Verarbeiten, zum Hören, zum Verarbeiten des Gehörten, also eine

00:06:38: Barbara Messer Kleine Pause hilft beiden, dass die Gedanken, die Worte noch besser ankommen.

00:06:46: Barbara Messer Das ist für mich eine der beruhigendsten Aussagen, zu wissen, mein Gegenüber, ich möchte, dass das mitdenkt, also schütte ich auch nicht alles nonstop aus und gebe ihm auch Pausen.

00:06:58: Barbara Messer Also die Pause braucht keine Angst zu machen, wenn ich weiß, der andere braucht auch Zeit zum Zuhören.

00:07:07: David Sigos Du hast jetzt noch andere AMs erwähnt und die nerven mich auch tatsächlich beim Zuhören.

00:07:12: David Sigos Das ist, wenn jemand einen Vortrag oder so ein Speech hält, dann nervt es mich ja schon auch eher.

00:07:22: David Sigos Also du bist ja so eine professionelle Speakerin, kann man sagen.

00:07:29: David Sigos Und da hast du auch schon das Beispiel gebracht, das muss geübt werden.

00:07:36: David Sigos Diese Reden müssen ja geübt werden.

00:07:38: David Sigos Ich hatte auch schon mal so einen Elevator-Pitch und da habe ich schon gemerkt, da muss man halt wirklich den ganzen Text mehrfach üben, weil zu Beginn, also Schreiben nützt ja nicht viel, wir formulieren ja anders, mündlich als schriftlich.

00:07:55: David Sigos Und darum ist es schon auch wesentlich.

00:07:58: David Sigos Dann wird es auch flüssig.

00:07:59: David Sigos Das habe ich auch bei mir selbst gemerkt.

00:08:01: David Sigos Wir sind

00:08:02: Barbara Messer Ja, da bin ich ganz bei dir.

00:08:04: Barbara Messer Hermann Scherer, der berühmte Speaker-Coach, sagt ja, eine Minute Vortrag ist ein Tag Arbeit.

00:08:11: Barbara Messer Oder eine Stunde.

00:08:13: Barbara Messer Das hat sich jetzt bei mir im Nachhinein verwischt.

00:08:15: Barbara Messer Aber das ist alles Arbeit, das auswendig zu können oder zu wissen wirklich, was ist der Fluss dieses Vortrags, dieses Textes, was kommt als nächstes.

00:08:24: Barbara Messer Viele Vorträge sind ja dann doch so, dass auf der Bühne ein Monitor steht, wo jemand die nächste Folie sieht.

00:08:30: Barbara Messer Also die Folie, die ganzen PowerPoint-Folien werden ja auch zu einer Art rotem Faden, an dem ich mich orientieren kann.

00:08:38: Barbara Messer Wenn ich nicht mit Folien präsentiere,

00:08:41: Barbara Messer Dann fehlen diese Gedankenhinweise, diese sozusagen Hinweise aus der Regie.

00:08:47: Barbara Messer Das heißt, da muss ich das auswendig wissen.

00:08:48: Barbara Messer Oder ich muss wirklich wissen, was ich zu sagen habe.

00:08:51: Barbara Messer Und jetzt lasst ihr doch bitte mal diesen Satz auf der Zunge zergehen oder in den Ohren.

00:08:56: Barbara Messer Ich muss wissen, was ich zu sagen habe.

00:09:00: Barbara Messer Oder ich erlaube mir eben, was wir in privaten Gesprächen haben oder auch hier, dass ich im Gespräch überhaupt erstmal entwickle.

00:09:08: Barbara Messer Das sind ja auch die Menschen, zu denen ich auch gehöre.

00:09:12: Barbara Messer Ich fange an, etwas zu denken und spreche dabei.

00:09:15: Barbara Messer Also dieses Sprechdenken, das ist ja nochmal was anderes, da gibt es dann das Äh.

00:09:19: Barbara Messer Aber bei einem Vortrag, bei einer Inhaltspräsentation, da sollte ich wissen, was ich zu sagen habe.

00:09:26: David Sigos Ich glaube, Churchill hat etwas sehr Ähnliches gesagt.

00:09:29: David Sigos Wenn er einen 15-minütigen Vortrag vorbereitet, braucht er auch mehrere Tage.

00:09:36: David Sigos Und wenn er eingeladen ist, für einen ganzen Tag etwas zu erarbeiten, dann braucht er eine Stunde, weil er hat ja viel mehr Spielraum.

00:09:45: Barbara Messer Ja.

00:09:46: David Sigos Aber je kürzer, desto intensiver die Vorbereitung ist.

00:09:50: Barbara Messer Ja, und jetzt stell dir vor, Entschuldigung, jetzt stell dir vor, du hast einen Vortrag von 15 Minuten und der wird gekürzt auf drei.

00:09:57: Barbara Messer Ja.

00:09:58: David Sigos Mhm.

00:09:58: David Sigos Mhm.

00:09:58: David Sigos Mhm.

00:09:59: Barbara Messer Und dann darfst du wirklich sortieren, was kommt in diese drei Minuten, was sind die wichtigsten Aussagen.

00:10:04: Barbara Messer Und das kann man kaum während des Gesprächs machen, dann muss ich mich wieder rausnehmen und das vorbereiten.

00:10:09: Barbara Messer Bestenfalls einfach auch proben.

00:10:12: Barbara Messer Das ist so mein Eindruck, dass viele ihre Kernvorträge, ihre Kerninhaltspräsentationen überhaupt nicht proben.

00:10:19: Barbara Messer Aber das Proben ist ja das, was ich sozusagen als Geschenk oder als Must-Have für meine Teilnehmer vorbereite, dass die kaufen oder die Schüler sind ja auch Kunden, die Teilnehmer sind Kunden, also kriegen sie das Bestmögliche, also kriegen sie auch eine geprobte Präsentation.

00:10:40: David Sigos Ja.

00:10:40: David Sigos Ja.

00:10:42: Barbara Messer Das wäre die Vorbereitungszeit, ja.

00:10:45: Barbara Messer Und das M ist ja auch ein Zeichen von Unsicherheit.

00:10:51: Barbara Messer Sprechen.

00:10:57: Barbara Messer Für mich ist es wichtig, dass ich weiß, was ich zu sagen habe.

00:11:00: Barbara Messer Es gehört auch dazu, Gespräche, Präsentationen oder auch das hier vorzubereiten, Stichworte zu haben, mich komplett mit meinem Fokus auf das zu besinnen, was hier gerade stattfindet, worüber ich sprechen möchte.

00:11:13: Barbara Messer Das heißt, ich bin mit allen Sinnen hier jetzt im Gespräch.

00:11:16: Barbara Messer Ich schalte alles andere weg.

00:11:18: Barbara Messer Und das ist ja auch fast schon unüblich, weil wir können ja zwischendurch noch aufs Handy gucken oder die Kinder werden gerade schulfertig gemacht oder, oder, oder.

00:11:26: Barbara Messer Also wie viel sind wir auch oft abgelenkt und wie wunderbar fokussiert dürfen wir zwei jetzt zum Beispiel in diesem Gespräch bleiben.

00:11:34: David Sigos Und schalten auch bewusst alles ab, dass die wirklich keine Störungen dazwischen kommen.

00:11:40: David Sigos Das gehört auch dazu, ja.

00:11:43: Barbara Messer Und was ich besonders schön finde, und ich werde das jetzt auch sagen, lieber David, wir haben mal vor kurzem eine Folge gesprochen, von der wir anschließend entschieden haben, die geht nicht nach draußen, weil sie zu viel Unsicherheiten hatte.

00:11:56: David Sigos Hm.

00:11:56: David Sigos Hm.

00:11:57: Barbara Messer Und diese Unsicherheit kam, weil einer von uns beiden nicht alleine im Raum war.

00:12:01: Barbara Messer Das heißt, da war eine beobachtende Instanz mit dabei, die Unsicherheit bringt.

00:12:08: Barbara Messer Also ich kann das ganz schwer, ich kann auch schlecht in einem Raum telefonieren, wo noch jemand sitzt.

00:12:13: Barbara Messer Großraumbüro wäre für mich der Wahnsinn.

00:12:15: Barbara Messer Ich muss dann alleine sein, dann bin ich geschützt, dann kann ich meinen konzentrierten Kokon sozusagen, ein Schutzschild aufbauen.

00:12:22: Barbara Messer Wenn aber jemand mithört, bin ich ganz schnell unsicher.

00:12:25: Barbara Messer Und das hatten wir in einer der Folgen, wo wir gesagt haben, nee, die geht nicht nach draußen, aber dieses Wissen um eine möglicherweise kontrollierende Instanz,

00:12:37: Barbara Messer schafft Unsicherheit.

00:12:39: David Sigos Was ja fast wieder ein Widerspruch ist, wenn mehrere tausend Leute diesen Podcast hören könnten, also diese Folge, dann geht es ja doch wieder nach draussen.

00:12:48: David Sigos Das ist ja schon spannend.

00:12:50: Barbara Messer Ja, aber wir sind nicht live.

00:12:52: Barbara Messer Wir könnten jetzt auch wieder sagen, du, nee, das Gespräch ist nicht so, wie wir wollten, das halten wir mal zurück.

00:12:58: Barbara Messer Wir könnten ja jetzt auch sagen, pro Folge haben wir ungefähr 50 Folgen, die wir vorher gemacht haben, die wir alle verrissen haben.

00:13:04: Barbara Messer Das weiß ja keiner, wir sind ja nicht live.

00:13:07: Barbara Messer Und für mich ist es auch ein Unterschied, ob ich zum Beispiel im Seminar bin oder im Unterricht, im Vortrag, dann sind da ja auch manchmal 80 Leute.

00:13:14: Barbara Messer Das ist natürlich auch eine kontrollierende Instanz, deswegen trete ich denen vorbereitet gegenüber.

00:13:22: Barbara Messer Ja, aber wenn ich jetzt hier frei spreche, halbwegs frei und es ist jemand, hier ist jetzt gerade jemand im Nebenraum, weil ich mit einer Kundin bin, der hört mich nicht oder ich stelle mir vor, sie hört mich nicht, dann fühle ich mich sicher, weil ich meine Gedanken weiterordnen kann.

00:13:38: Barbara Messer Das sind zwei unterschiedliche Ebenen für mich.

00:13:42: David Sigos Es ist schon auch spannend, dass die Präsenz einer weiteren Person das verändert.

00:13:47: Barbara Messer Schau mal, was das macht, dass wir bewusster darüber nachdenken, machen wir jetzt eine Pause.

00:13:52: Barbara Messer Ich überrasche, also ich, dich, du, mich, wir überraschen uns ja auch mit Aussagen, mit Thesen, mit Fragen.

00:13:58: Barbara Messer Wir haben ja auch gesagt, das Ganze soll frech sein, also wir dürfen ja auch uns durcheinander bringen.

00:14:03: Barbara Messer Aber in einem Gespräch entsteht ja auch ein M. Ich werfe dir sozusagen den Ball rüber mit einer These oder einer Frage und dann brauchst du erstmal einen Moment mal, was ist denn da eben gerade angekommen sozusagen.

00:14:15: Barbara Messer Also das M ist ein legitimer Pausenfüller.

00:14:19: Barbara Messer Das ist ja auch gar nicht immer schlimm.

00:14:21: Barbara Messer Wenn ich dich jetzt überrasche mit etwas, dann darfst du doch einen Moment innehalten.

00:14:26: David Sigos Ich versuche dann auch bewusst nicht darauf loszuploppen.

00:14:29: David Sigos Also ich bewundere auch diese Menschen, ich kann es nämlich nicht, wenn die reden und dann noch gleichzeitig überlegen, was wollen sie eigentlich als nächstes sagen.

00:14:39: David Sigos So relativ gute Lückenfüller-Sätze, das liegt mir nicht.

00:14:45: David Sigos Dann halte ich lieber mal kurz die Klappe, das ist schon so.

00:14:50: Barbara Messer Ja, und darin steckt für mich ein Geschenk.

00:14:52: Barbara Messer Also wenn jetzt jemand zum Beispiel eine Frage an jemanden richtet, mich fragt ein Teilnehmer, Barbara, wie würdest du das machen?

00:14:59: Barbara Messer Wenn ich dann sofort antworte, dann habe ich ja gar nicht nachgedacht, könnte man unterstellen.

00:15:04: Barbara Messer Und ich will doch die bestmögliche Antwort geben, ich möchte doch ergründen, was habe ich dazu eigentlich für Gedanken, was wären Antworten?

00:15:10: Barbara Messer Was sind meine Thesen oder Äußerungen dazu?

00:15:13: Barbara Messer Also brauche ich auch diesen Moment?

00:15:14: Barbara Messer Und da ist eine Pause, die dürfen wir halten durch Präsenz.

00:15:19: Barbara Messer Und ich denke, da gibt es auch, also für mich ist das dann, ich kann ja trotzdem die Beziehung halten zu diesem Menschen.

00:15:26: Barbara Messer Ich kann ihn...

00:15:28: Barbara Messer Wenn wir jetzt im Präsenzunterricht sind zum Beispiel, ich halte den Kontakt zur Klasse, zur Gruppe, ich schaue die noch an, ich kann ja auch sagen, Moment mal, ich denke noch kurz darüber nach, weil ich gebe ihnen das Geschenk, dass ich darüber nachdenke und nicht einfach mal eben, ja das ist so und so oder so und so sehe ich das, sondern es ist eine wohlüberlegte Antwort.

00:15:36: David Sigos Mhm.

00:15:36: David Sigos Mhm.

00:15:51: David Sigos Ich denke, der Kontext ist sehr, sehr wichtig.

00:15:54: David Sigos Ich merke auch hier, ich habe hier schon den Anspruch, ich höre persönlich relativ viele Podcasts und wenn es zu schleppend ist, also zu viele Pausen dazwischen oder auch zu langsam geredet wird, dann stelle ich auf eine höhere Geschwindigkeit.

00:16:11: David Sigos Weil es mich dann wirklich ein bisschen irritiert oder ich finde so, ja, jetzt machen wir ein bisschen vorwärts.

00:16:17: David Sigos Obwohl ich, wenn ich mich dann selbst höre, merke ich so, mein Gott, du redest ja extrem langsam.

00:16:22: David Sigos Und dann kann ich eigentlich die Empfehlung geben, stellt auf 1,2 die Geschwindigkeit und wird es wieder auch flüssiger, was ich praktisch bei allen gemacht habe.

00:16:35: David Sigos Ja, aber wenn es natürlich live ist, ist es anders.

00:16:39: David Sigos Da mache ich gern Pausen.

00:16:40: David Sigos Da halte ich das gerne aus, schaue in die Augen der Leute, weil oft gibt es ja dann so einen Input und dann entsteht ja auch der Drang, sich kurz über das Gesagte oder über eine Aussage mit dem Sitznachbar kurz auszutauschen.

00:16:58: David Sigos Und da finde ich schon auch wichtig, dass man das auch zulässt.

00:17:02: Barbara Messer Ja, und jetzt sehen wir uns nicht.

00:17:03: Barbara Messer Also die Menschen sehen uns nicht.

00:17:05: Barbara Messer Und dann ist genau die Pause etwas, wo sie nicht wissen, wie wir eigentlich sie anschauen würden, wenn wir sie anschauen könnten.

00:17:10: David Sigos Mhm.

00:17:10: David Sigos Mhm.

00:17:11: David Sigos Mhm.

00:17:12: Barbara Messer Natürlich kann man auch überlegen, die Schwächgeschwindigkeit so schnell nach oben zu drehen, dass der Mensch die Vorspultaste gar nicht drücken muss.

00:17:18: Barbara Messer Das heißt aber, ich muss noch schneller meinen Inhalt reproduzieren und zur Verfügung haben,

00:17:22: Barbara Messer Und das ist natürlich auch Arbeit.

00:17:24: Barbara Messer Ich erinnere eine Aufgabe aus dem Clownstheater, also eine Improvisationsaufgabe, die ich aber sehr hilfreich finde, zum Beispiel ein Thema als Sportmoderator auszusprechen.

00:17:37: Barbara Messer Und wenn du dir vorstellst, du sprichst über ein Fachthema,

00:17:41: Barbara Messer Als Moderator in einer Sportsendung, dann ist schon alleine mal der Unterschied, ob du am Fernsehen ein Fußballspiel kommentierst, wo alle sehen, was passiert, oder du das im Radio machen musst, weil dann wird noch erzählt, hier sehen wir die linke Ecke und da schießt er jetzt das rüber.

00:17:57: Barbara Messer Also der Radiomoderator muss dann noch erklären, was gerade zu sehen ist.

00:18:01: Barbara Messer Das sind super Übungen, um dynamisch und schnell zu sprechen.

00:18:05: Barbara Messer Da hat man gar keine Zeit mehr für ein M.

00:18:08: David Sigos Mhm.

00:18:08: David Sigos Mhm.

00:18:10: Barbara Messer Also wenn ich jetzt darüber spreche, wie wichtig es ist, heutzutage als Führungskräft im Taktschlag der Veränderung mitzugehen, dann muss ich ja schon fast wieder schneller sprechen.

00:18:18: Barbara Messer Also das ist etwas, was man meiner Meinung nach im stillen Kämmerlein auch mal für sich spielen darf, total schnell zu sprechen.

00:18:25: Barbara Messer Oder auch total langsam zu sprechen, um die Unterschiede festzustellen.

00:18:30: Barbara Messer Also wie schön fühlt sich auch diese kleine Zeit, diese Mini-Weile zwischen den Worten an.

00:18:36: David Sigos Genau.

00:18:38: Barbara Messer Schön, jetzt können wir erlauben, dass vorgespult wird.

00:18:41: Barbara Messer Wir haben einen kurzen Podcast.

00:18:42: Barbara Messer Wir sind erst bei 18 Minuten.

00:18:45: Barbara Messer Gibt es etwas, David, was du denkst, was wir noch drauflegen könnten zum Thema Ems?

00:18:52: David Sigos Vielleicht die Rückmeldungen.

00:18:53: Barbara Messer Ja.

00:18:54: David Sigos Es tut ja auch natürlich ein bisschen weh, wenn man hört.

00:18:54: Barbara Messer Ja.

00:18:57: David Sigos Es hat natürlich schon... Gewisse Folgen will ich wirklich nicht ausstrahlen lassen, wo ich merke, ich habe da wirklich so eine Hirnlücke, wo ich einfach merke, da habe ich jetzt zu viel Amps, ich denke zu viel über die Formulierung nach.

00:19:15: David Sigos Da will ich dann lieber, dass wir das neu aufnehmen und

00:19:21: David Sigos Ich nehme auch mit lieber zwischen den Sätzen als im Satz zu viele Pausen machen.

00:19:30: David Sigos Das irritiert, denke ich, auch.

00:19:32: David Sigos Lieber versuchen, einen ganzen Satz zu reden und dann mache ich eine Pause.

00:19:36: David Sigos Genau.

00:19:38: Barbara Messer Pause, genau.

00:19:40: Barbara Messer Aber was ich, ja, da bin ich bei dir.

00:19:44: Barbara Messer Ich lese gerade das Buch Zeige Deine Wunde über Josef Beuys.

00:19:50: Barbara Messer Und Josef Beuys ist für mich ein Künstler, der mich immer sehr beeindruckt hat, der mit seiner Verwundung spielt.

00:19:55: Barbara Messer Wenn ich das jetzt mal übertrage, wenn ich weiß, als Lehrperson, das M verwende ich, weil ich unsicher bin, dann kann ich mich ja auch damit beschäftigen,

00:20:05: Barbara Messer Wie kann ich denn damit spielen?

00:20:07: Barbara Messer Und dann ist ja auch schon wieder die Einladung zur Parodie.

00:20:09: Barbara Messer Ich könnte ja dann auch zwischendurch so vortragen, dass ich von einem M, also Moment, was wollte ich zum Thema noch sagen?

00:20:20: Barbara Messer Also ich kann das ja auch in die Höhe treiben.

00:20:23: Barbara Messer Und mich wirklich damit beschäftigen, was ist denn meine Wunde oder meine Unsicherheit?

00:20:27: David Sigos Mhm.

00:20:27: Barbara Messer Und wenn ich das verstanden habe, ich bin unsicher, weil ich Angst habe, dass man mich kritisiert.

00:20:36: Barbara Messer Ich habe Angst, dass jemand im Raum ist, der viel mehr zu diesem Thema weiß als ich.

00:20:40: Barbara Messer Das hatte ich ganz am Anfang meiner Dozententätigkeit, dass ich ganz große Sorge hatte, wenn zum Beispiel eine

00:20:46: Barbara Messer Wenn ich eine promovierte Pflegewissenschaftlerin im Raum war, dann habe ich Angst gehabt, dann lief mir der Schweiß runter und ich wusste wirklich nicht, oh Gott, stimmt das, was ich sage?

00:20:54: Barbara Messer Wird die das gleich zerlegen, weil sie viel mehr weiß?

00:20:57: Barbara Messer Bin ich gut genug?

00:20:59: Barbara Messer Diese zentrale Frage, bin ich gut genug?

00:21:00: David Sigos Vielen Dank.

00:21:02: Barbara Messer Wenn ich das für mich erarbeitet habe, ja stimmt, ich habe tatsächlich Angst, nicht gut genug zu sein.

00:21:08: Barbara Messer Dann beschäftige ich mich mit meiner Unsicherheit, mit dieser Wunde, mit der Verwundung, woher kommt er womöglich her, dass ich das Gefühl habe, nicht gut genug zu sein.

00:21:16: Barbara Messer Und dann kann ich mich mit der Wunde beschäftigen im Sinne von, ich heile sie auch, ich gehe an den Kern.

00:21:22: Barbara Messer Und dann kann ich anfangen zu spielen und mit dem M auch spielen, weil ich bin dann nicht mehr unsicher und kann es als rhetorisches Stilmittel verwenden.

00:21:32: David Sigos Zwei Gedanken.

00:21:33: David Sigos Der Kontext nochmals ist für mich schon sehr, sehr relevant.

00:21:36: David Sigos Ich habe festgestellt, Lehrpersonen sind geübt, vor Kindern zu dozieren, reden, unterrichten.

00:21:45: David Sigos Wenn ich dann aber beim Elternsprechtag, Elternabend dabei bin, dann habe ich schon wirklich erfahrene Lehrpersonen gesehen, verheddert, unsicher,

00:21:59: David Sigos Da habe ich mich wirklich gefragt, man, jetzt stehst du ja eigentlich wieder vor Menschen, aber halt vor grösseren Menschen.

00:22:06: David Sigos Und ich denke, die Möglichkeit, dass die jetzt halt auch besser beurteilen können, was ich jetzt da vorne mache, also Kinder beurteilen das natürlich anders oder auch weniger als Erwachsene, die dann ja auch eine feste Meinung haben und dann auch sagen können, das war jetzt also nicht so toll.

00:22:28: David Sigos Kinders... Ja.

00:22:28: David Sigos Mhm.

00:22:28: Barbara Messer Ja, das ist großartig, was du gerade sagst.

00:22:28: David Sigos Mhm.

00:22:28: David Sigos Mhm.

00:22:32: Barbara Messer Was für einen Unterschied.

00:22:33: Barbara Messer Habe ich kleine Menschen vor mir, wo ich dann der Größere bin?

00:22:36: Barbara Messer Und eben hast du gesagt, das sind große Menschen beim Elternsprechtag.

00:22:39: Barbara Messer Dann habe ich eine ganz andere Sorge im Kopf.

00:22:42: Barbara Messer Und mit den kleinen Menschen kann ich als Lehrer, weil die sind ja kleiner, ich weiß ja mehr.

00:22:45: Barbara Messer Da sind wir wieder beim Thema angeblichen oder vermeintlichen Wissensvorsprung.

00:22:50: Barbara Messer Wenn ich den habe, weiß ich ja, was ich zu sagen habe.

00:22:53: Barbara Messer Und mit den Eltern weiß ich es nicht.

00:22:54: Barbara Messer Ich weiß nicht unbedingt, wer die Eltern sind, wie die mich betrachten, welchen Status die haben, welchen Stand, welche Erfahrung.

00:23:01: Barbara Messer Jetzt stell dir vor, bei den Eltern ist noch ein Lehrer dabei.

00:23:02: David Sigos und eben welches Urteil sie dann über meine Aussagen fällen.

00:23:07: David Sigos Mhm.

00:23:08: Barbara Messer Ja, welches Urteil sie fällen.

00:23:12: Barbara Messer Und wenn jetzt noch zwei Lehrer bei den Eltern dabei sind,

00:23:19: Barbara Messer dann wird es ja noch schwieriger, weil die dann auch noch mal eventuell mehr Urteilskraft haben, Beurteilungs-, Verurteilungskraft.

00:23:27: Barbara Messer Ja, wunderbar, der Kontext ist entscheidend.

00:23:30: Barbara Messer Ist es live?

00:23:31: Barbara Messer Ist es live online?

00:23:32: Barbara Messer Ist es live in Präsenz?

00:23:34: Barbara Messer Habe ich einen Menschen vor mir oder 30 große oder kleine Menschen oder 80 Menschen?

00:23:40: David Sigos Mhm.

00:23:41: Barbara Messer Wie schwer fällt es doch in einem Konflikt-Schwangeren-Gespräch ruhig zu bleiben, ehrlich zu bleiben, ehrliches Mitteilen, sich ehrlich mitzuteilen?

00:23:52: Barbara Messer Dann gebe ich so viel Blöße zum Beispiel.

00:23:56: Barbara Messer Ja.

00:23:59: David Sigos Blöße und Scham, also die Scham steigt ja, man kann fast sagen, exponentiell, je mehr davon erfahren oder hören.

00:24:09: David Sigos Darum ist ja, es ist ja erwiesen, das wurde ja erforscht, die Angst vor dem Tod ist, glaube ich, nur an zweiter Stelle.

00:24:17: David Sigos Die Angst vor Leuten zu reden und vor vielen Leuten zu reden steht an erster Stelle.

00:24:24: Barbara Messer Das ist mir nicht bewusst oder das habe ich noch nicht gehört, aber das kann ich mir vorstellen, dass das ganz viele Menschen betrifft.

00:24:31: David Sigos die Scham eben, ja,

00:24:32: Barbara Messer Dabei wird das präsentieren, das berufliche Präsentieren ja immer wichtiger.

00:24:35: Barbara Messer Also in wie vielen Unternehmen wird präsentiert?

00:24:39: Barbara Messer Und das wird nicht geübt.

00:24:40: Barbara Messer Also gerade jetzt, stell dir vor, ein Ingenieur soll eine Neuerung vorstellen.

00:24:45: Barbara Messer Ein Ingenieur ist oft ein Nerd, ein introvertierter Typ, der den ganzen Tag vorm Laptop sitzt und ganz fein irgendwo ein kleines, diffiziles Teilchen konstruiert.

00:24:54: Barbara Messer Und dann soll er plötzlich vor acht Kollegen stehen und präsentieren.

00:24:59: Barbara Messer Das ist ganz schwer.

00:25:01: Barbara Messer Das ist komplett eine andere Arbeitspräferenz, die dort gefordert wird.

00:25:06: David Sigos Und jetzt derselbe Vortrag von 100 unwissenden Personen, die wirklich nichts davon wissen, von diesem Thema.

00:25:14: Barbara Messer Ja.

00:25:14: David Sigos Völlig anderer Kontext.

00:25:16: Barbara Messer Wieder wahrscheinlich einfacher.

00:25:20: Barbara Messer Deswegen machen wir diesen Podcast, weil wir im Moment kein Gegenüber haben außer uns.

00:25:25: Barbara Messer Damit ist das ganz einfach.

00:25:26: Barbara Messer Keiner kann meckern, keiner kann sich einmischen oder die Hand heben und sagen, eine Frage noch.

00:25:31: Barbara Messer Das geht alles nicht.

00:25:32: Barbara Messer Also wir sind hier im sicheren Raum, David.

00:25:35: Barbara Messer Hashtag Ironie.

00:25:35: David Sigos Aber ja, und trotzdem, wir wünschen uns ja Feedback.

00:25:36: Barbara Messer Ja.

00:25:40: David Sigos In den Shownotes findet ihr ja die Mailadresse, die Instagram-Accounts, die LinkedIn-Accounts von uns.

00:25:47: David Sigos Kontaktiert uns sehr gerne, meldet euch mit Anregungen, Kritik ist natürlich auch sehr willkommen.

00:25:55: David Sigos Ich höre ja dann mehrere Podcasts und Lanz und Precht höre ich und dann gibt es ja einen Podcast über den Podcast Lanz und Precht.

00:26:02: Barbara Messer Das ist eine schöne Idee.

00:26:03: Barbara Messer Das sollten wir, wenn wir mal welche haben, auch machen.

00:26:04: David Sigos Richard, wo erreiche ich dich?

00:26:06: David Sigos Und das sind so zwei Comedians, zwei Deutsche und die bekommen natürlich

00:26:12: David Sigos viele Hasskommentare auf ihre Aussagen und der eine verarbeitet die oft zu einem KI-Song, der am Schluss dann gespielt wird und die Kommentare quasi singend vorträgt.

00:26:26: David Sigos Und das finde ich herrlich.

00:26:28: David Sigos Ja.

00:26:30: David Sigos Also ich wünsche mir jetzt nicht zu viele Hasskommentare, aber man darf natürlich uns sehr wohl kritisieren, ob das jetzt eben das Sprechtempo ist oder was auch immer.

00:26:40: David Sigos Auch inhaltlich natürlich.

00:26:42: David Sigos Kritik können wir, denke ich, gut ertragen, nehmen wir auch gerne auf.

00:26:48: David Sigos Uns interessiert natürlich, was denken die Leute, was wäre noch interessant an Themen, die wir einbringen könnten.

00:26:55: David Sigos Wir wollen ja was für die Menschen machen und nicht nur uns selbst beschäftigen.

00:26:59: David Sigos Darum ja.

00:27:00: David Sigos Eine kleine Aufforderung, meldet euch sehr gerne.

00:27:03: Barbara Messer Ja, darauf freuen wir uns.

00:27:06: Barbara Messer Damit könnten wir doch diese Folge auch zu Ende gehen lassen, oder David?

00:27:12: David Sigos Das ist, denke ich, eine sehr gute Idee.

00:27:17: Barbara Messer Okay, dann sage ich dir jetzt mal Tschüss.

00:27:21: David Sigos Tschüss, Barbara.

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