Maskieren und demaskieren im Training und Unterricht

Shownotes

Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com

Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/

LinkedIn Barbara

LinkedIn David

Die Episode beginnt mit einem Rückblick auf Barbaras Erfahrungen im Maskentheater, wo sie die neutrale Maske kennenlernte. Diese Maske fungiert als Werkzeug der Körperarbeit, da sie die verbale Ebene ausschaltet und den Fokus rein auf Bewegung, Rhythmus und Energie lenkt. Durch das Wegfallen der Mimik werden körperliche Unsicherheiten, Nervosität oder eine mangelnde Präsenz sofort für das Gegenüber sichtbar. David berichtet in diesem Zusammenhang von seinem persönlichen Aha-Erlebnis: Er lernte durch die Maskenarbeit, dass seine natürliche Postur bedrohlich wirken kann und wie er durch kleine Korrekturen an Schultern und Ellbogen eine neutralere Wirkung erzielt. Ein zentrales Thema ist die Lehrperson als Projektionsfläche. Barbara betont, dass wir uns bewusst sein müssen, was wir ausstrahlen, um uns nicht über die Reaktionen der Lernenden zu wundern. Wer beispielsweise unbewusst Arroganz signalisiert, provoziert Widerstand bei den Schülern. Zudem wird das Maskieren bei Kindern besprochen, die oft in der Schule versuchen, Erwartungen zu entsprechen, und den angestauten Druck erst zu Hause entladen. Besonders bei Kindern im Autismus-Spektrum ist dieses bewusste Erlernen von Verhaltensmustern – das Masking – ein anstrengender Prozess. Das Gespräch vertieft sich weiter in psychologische Konzepte wie die von Susan Batson, die zwischen der öffentlichen Person, dem tiefen Bedürfnis (Need) und dem tragischen Fehler (Tragic Flaw) unterscheidet. Die Folge schliesst mit der Erkenntnis, dass weniger Maske und mehr Einklang mit sich selbst zu echter Zufriedenheit führen – ganz nach dem Motto: Willst du recht haben oder glücklich sein?

Transkript anzeigen

00:00:01: Guten Morgen Barbara.

00:00:02: Guten Morgen David!

00:00:05: Wie ich war beeindruckt, das ist eigentlich genau ein Jahr her.

00:00:08: Ist dir das bewusst?

00:00:10: Die Beerdigung deiner Trainerausbildung ist genau ein Jahre her also ein bisschen mehr schon

00:00:14: ein paar Tage.

00:00:18: Ja ich weiß es war eine schöne Woche, eine gefühlte Woche ja.

00:00:24: Dort hat mich das Thema schon auch gepackt was du da angerissen hast Masken die Maske und und das, was dahinter steckt.

00:00:37: Hinter der Maske sagen wir auch.

00:00:41: Da würde ich mich nicht noch interessieren wie hast du diesen Zugang zum Maskieren bekommen?

00:00:51: Ich glaube, ich wollte ja mit meinem besten Spielfreund schon im Zirkus arbeiten.

00:00:55: also wir haben es schon mit fünf und sechs sehr intensiv daran gearbeitet dass wir ein Job im Zirkus kriegen Und da bin ich in die erste Rolle geschlüpft.

00:01:03: Also Zirkusclown haben wir gespielt, diverse Zähnen bei Oma im Garten geübt und dieses in eine Rolle schlüpfen das macht ja jedes Kind.

00:01:10: Jedes Kind schlüpte in einer Rolle.

00:01:12: die sagen Ich bin jetzt mal der Schellenursli, ich bin jetzt mein Rotkäppchen und hopp sind sie in der Rolle.

00:01:18: Das fällt Kindern total leicht.

00:01:20: Erwachsenen fällt es dann schon wieder schwerer.

00:01:22: Dann hilft sowas für eine Requisite oder wenn man zum Beispiel ein Spielfiguren nutzen möchte.

00:01:28: Ich habe später als Straßentheater gemacht, ich hab dann Clowns Theater gemacht.

00:01:32: Und ich glaube das Clownstheater hat mich so fasziniert dass ich ja immer mehr wollte und in den jugendlichen Jahren oder jungen Erwachsenenjahren so vierundzwanzig bis neunundzwannzig oder drehnzwanziger bis achtundzwanzig war ich im Theater Piccolo und da habe ich bei dem Andreas Jamosch.

00:01:52: Andreas Jammusch hat auch im Ronkalli-Zirkus gearbeitet, hat bei Philippe Goyer in Paris gelernt.

00:01:59: Das ist ein ganz großer Theaterlehrer und da habe ich die neutrale Maske kennengelernt weil wir in diesem Theater Theater Piccolo mit Andreas Jammusch auch Masken-Theater gespielt haben.

00:02:10: Wir haben Charaktermasken gespielt, gelernt sie zu spielen und das ist total spannend weil wenn du eine Charaktermaske spielst musst du den Charakter der Maske spielen und nicht dein eigenes Ding durchziehen Weil eine Maske ist eine Körperarbeit, also die spielt ja bis auf die der Comedial Arte was nach Halbmaske ist.

00:02:31: Weil man dann noch sprechen kann er hat eine Maskea den Aspekt dass sie nicht spricht Also nicht verbal sprecht sondern über den Körper Über Bewegungen über Rhythmus und da bevor ich das kann muss sich sozusagen meinen eigenen Rytmus kennenlernen erfassen.

00:02:49: Und das geht mit der neutralen Maske in dem Wir die lernen zu spielen.

00:02:55: Die stammt von Jean-Claire Koch, einem Sportlehrer ehemals auch... Du setzt diese neutrale Maske auf und du bist demaskiert!

00:03:03: Also es wird plötzlich alles sichtbar.

00:03:05: wenn du jemand bist der schnell zur Schuld gefühlt neigt dann hast du sozusagen gefühlte Steine auf den Schultern.

00:03:12: also du trägst ganz viel oder du bist sehr charmig du machst dich eher klein.

00:03:17: viele Menschen zum Beispiel haben Nehmt den Brustkorb sehr zurück, das Sternum.

00:03:22: Das heißt sie sind nicht sehr präsent.

00:03:25: Sie stehen zwar aber da vorne machen sie immer zu.

00:03:28: Das ist so eines der häufigsten Verhaltensweisen die ich kenne wenn ich damit jetzt arbeite und ich arbeite viel mit der neutralen Maske weil sie zeigt das Körpermuskel was wir haben oder sie zeigte Energie dass

00:03:40: die Stimmung

00:03:40: die wir ausdrücken wenn wir einfach irgendwo stehen.

00:03:51: Wenn ich die Maske aufsetze, dann demaskiere ich mich.

00:03:56: Ja!

00:03:57: Es wird unglaublich viel sichtbar.

00:04:00: Das habe ich ja eben auch erlebt über die Körpersprache.

00:04:03: So meint es natürlich... Also mit der Maske demaskieren wir uns.

00:04:12: Find' ich nämlich einen schönen Satz.

00:04:13: Ja, vor allen Dingen ... Wir sind das gewohnt, dass wir in unseren Kulturkreisen uns sehr in die Augen gucken oder ins Gesicht?

00:04:21: So, und das fällt dann weg.

00:04:22: Das heißt plötzlich nehmen wir jemanden sehen der eine Maske trägt sein Körper viel mehr war was wir sonst nicht tun und dann fallen diese ganzen ungeraden auf unsicherheiten nervositeten unnötiges Kratzen am Gesicht oder die Haare wursteln.

00:04:38: und ist jemand überhaupt aufrecht?

00:04:40: Ist er ruhig in sich, ruht er in sich.

00:04:43: Wie agil ist er!

00:04:44: Das sieht man dann plötzlich alles.

00:04:45: ja.

00:04:46: Wenn man mit der Maske wirklich professionell spielt, dann lernt man erst mal das aus sich herauszubringen was da so ist.

00:04:52: also sehr viel Improvisation auch dass das Temperament rauskommt Und daraus wird dann irgendwann eine Szene oder ein Stück.

00:05:00: Aber im Alltag ist das, wenn du auch Maskenträger siehst wie einen Clown ... Du siehst plötzlich ganz viel von diesem Menschen.

00:05:10: Oder auch von mir selbst?

00:05:11: Ja.

00:05:13: Gut, du siehst dich ja nicht!

00:05:15: Wenn du eine Maske trägst, so kann sich nur spüren... Ich

00:05:18: mein zu mir so Projektionsfläche dass man sich selber quasi

00:05:24: wiedererkennen

00:05:25: möchte In den Bewegungen oder was auch immer, ja.

00:05:29: Man wird eine Leinwand mit einer neutralen Maske.

00:05:34: Ja das mag sein dass wenn ich zum Beispiel eher auch schüchtern bin mir bei jemandem der eine Maske eine neutrale maske aufhat dass Ich auch denke der ist er.

00:05:45: also ich achte dann eher auf das Schüchterne sozusagen.

00:05:49: Ja für mich es hier ein Sinnbild und sie ist versucht vom Gesicht her sehr neutral zu sein und keinen Charakter zu zeigen Weil wenn ich eine Charaktermaske trage, dann habe ich den Charakter sozusagen darzustellen.

00:06:01: Aber wenn wir das jetzt mal in unsere Rolle bringen als Lehrende ist es für mich ganz, ganz wertvoll dass wir wissen was wir ausstrahlen damit wir uns eben nicht wundern Wenn andere auf uns projizieren.

00:06:15: also da hast du gerade die Brücke geschlagen.

00:06:17: Dann verstehe Ich warum jemand im Widerstand geht mit mir weil ich selber vielleicht viel zu aggressiv rüber komme oder zu arrogant.

00:06:26: Das reicht ja manchmal nur, den Kopf ein bisschen zu hochzutragen und schon signalisiere ich arrogance was überhaupt sonst nicht auffällt?

00:06:34: Und jemand reagiert dann mal auf diese arrogance unter dem Motto ne also da habe ich keine Lust drauf.

00:06:39: jetzt werde ich mal herausfordern Ja Also das ist genau was du sagst.

00:06:43: Es hilft bewusst zu werden Was wir als Projektionsfläche anbieten

00:06:50: Als wir dann eben Du sagtest ja Wir machen dort die neutrale Maske.

00:06:55: Also da wurde ich schon ein bisschen nervös, weil ich dachte, oh mein Gott nein jetzt müssen wir Theater spielen und das eben vorne hinstehen und sich quasi eine Blöße geben oder sich ja ein bisschen so schämen für dass man nicht gut spielen kann.

00:07:12: Aber dann war ich beruhigt.

00:07:13: es war ja relativ simpel aber sehr wirksam.

00:07:17: also das hat mich schon beeindruckt und ich habe wirklich was mitgenommen, da ich durch meine Postur Ja, darauf achte dass ich ein bisschen weniger bedrohlich wirke wenn ich einfach nur bequem dastehe.

00:07:32: Hat mir das schon sehr geholfen mir bewusst zu werden eben die Wirkung die du erwähnt hast und die Feedbacks waren ja auch interessant.

00:07:41: Die waren oft sehr vielfältig.

00:07:45: also das Spektrum der Rückmeldungen war ja recht groß.

00:07:48: es war ja selten so alle haben nur das gleiche gesehen.

00:07:53: Das war wirklich spannend.

00:07:55: Was ist für dich zurückgeblieben?

00:07:57: Also was ist das, was du mitnimmst?

00:07:59: wenn du das jetzt nochmal betrachtest?

00:08:04: Wenn ich quasi krampfhaft die Schultern zurückziehe und die Ellbogen an den Körper andrücke dann wirke ich wenige bedrohliche

00:08:14: Anscheinde Ja ja okay also das ist dir bewusst geworden

00:08:19: Ja.

00:08:21: Ich setze es auch ein, wenn ich vorne hinstehe und dann habe ich das schon mal im Spiegel angeschaut und so und habe gemerkt, okay, es sieht neutraler aus aber es fühlt sich total verkrampft oder es fühlte sich überhaupt nicht quasi echt an.

00:08:41: Aber trotzdem kommt es anders rüber?

00:08:46: Das Bewusstsein für den körperlichen Ausdruck ist gewachsen dadurch.

00:08:52: Ja, ja also ich finde diese Arbeit ja unglaublich faszinierend und weiß wie Augen öffnet.

00:08:58: das ist gerade bei Frauen zum Beispiel auch die unsicher sind weil sie können sich nicht durchsetzen.

00:09:05: im Meeting werden Sie überhört oder so etwas bin ich mit denen mit der neutralen Maske arbeit.

00:09:10: haben sie verstanden warum sie überhört werden?

00:09:14: weil sie sich selbst zu sehr zurücknehmen, in den Raum nicht einnehmen.

00:09:17: Also auch wie nehme ich den Raum ein?

00:09:20: Ich brauche einen breiteren Schritt und mache meine Beine kleiner als hüftbreit also die Füße und so etwas macht ja ganz viel aus.

00:09:27: Ja Und ich finde es ist ein schönes Symbol.

00:09:30: was passiert wenn man die Maske aufsetzt?

00:09:32: und wenn man sie wieder absetzt dann fühlt man sich wohler.

00:09:36: oder sollte mehr Thema dieser Folge sein, das Maskieren.

00:09:40: Das Tragen von Masken und ich liebe... Also ich liebe tatsächlich Masken weil sie so viel... Man kann es einfach so unglaublich viel spielen und herausholen.

00:09:50: aber wenn ich jetzt mal an meine Alltagsmaske denke oder an meine Trinnermaske dann frage ich die Maske, die meine Teilnehmer aufsetzen wann fallen in meinen Seminaren die Masken ja?

00:10:06: Das finde ich ganz spannende Fragen.

00:10:08: Und wie nah dürfen wir uns kommen ohne diese Masken?

00:10:13: In meinem Kontext habe ich eher vom Rollen oder Hüten gesprochen.

00:10:17: Wir haben ja alle ganz verschiedene Hüter an, aber du setzt es nicht gleich mit Hütern.

00:10:24: Der Hut als Mutter, der Hut als Trainerin und was auch nicht wäre.

00:10:30: Ja, die Rolle ist für mich noch mal etwas anderes als die Maske.

00:10:35: Dann bin ich vielleicht ein bisschen bei C.G.

00:10:37: Junk, also dass wir wirklich eine Maske aufsetzen um etwas zu verstecken was wir auch nicht möchten das man das sieht.

00:10:45: Also wir schützen uns ja mit dem Aufsetzen einer offiziellen Maske.

00:10:49: Was ist unsere offizielle Rolle?

00:10:53: Wenn ich zu Hause bin im Schlafanzug einen Online-Meeting mache dann lebe ich meine berufliche Rolle anders als wenn bei der Arbeit wäre zum Beispiel.

00:11:05: Da finde ich, wird das klar durch die Kleidung aber auch durch die Präsenz, durch die Sichtbarkeit in dem Raum wo ich bin.

00:11:16: Dann ist wohl die häufigsten Maske so immer immer lächeln.

00:11:20: Immer wieder so immer fröhlich lächeln

00:11:23: Ja Also die kenne ich auch aus meinem Pflegeberuf.

00:11:27: Na, wie geht es uns denn heute?

00:11:30: Ja also so übertrieben fröhlich um zu verstecken dass man eigentlich heute überhaupt gar keine Lust hat aber so tut als ob ja.

00:11:42: Ich sehe das zum Beispiel wenn ich arbeite für eine Akademie und dann kommen die Teilnehmer für zwei Tage zusammen Und dann gibt es so eine Mitarbeiterin, die praktisch von dieser Akademie, die Ansprechpartnerin vor Ort ist und die kommt dann zum Begrüßen.

00:11:57: Die trifft das erste Mal auf die Gruppe.

00:12:00: Ich bin schon im Raum, habe das alles eingerichtet, hatte schon alle mit allen Kontakt.

00:12:03: Dann kommt diese Person rein als eine komplett Unbekannte.

00:12:07: Jeder hat nur kurz vorher einmal guten Morgen gesagt.

00:12:09: Die kann nur erst mal distanzierter sein.

00:12:12: Also, die kann ja gar nicht so nahbar sein.

00:12:16: Herzlich sind sie aber... ...die kann noch gar nicht nahrbar sein weil sie ja nur diesen kurzen Moment hat und das ist so spannend dann auch zu sehen im Laufe einer Veranstaltung wie viel Nähe mehr entsteht wenn man mehr Vertrauen zu einem anderen hat.

00:12:30: Eine Maske ist.

00:12:31: ja ich bin erstmal vorsichtig mit dem was ich zeige Das tun doch die meisten.

00:12:39: Gut, in der Schule ihr habt immer wieder die regelmäßigen Kontakte also ihr seht euch jeden Tag, jeder sieht jeden jeden Tag so ungefähr und dann hat man sich wahrscheinlich so eingeschluffelt in eine bestimmte Rolle wie man die lebt.

00:12:52: und ist diese Rolle ja trägt man in dieser Rolle eine Maske oder nicht mag die Frage sein?

00:12:59: Ja du denkst jetzt auch mehr an dir Erwachsenen.

00:13:03: Ich denke ja immer erst mal an die Erwachsenen und an uns, an Lehrpersonen.

00:13:08: Und im zweiten Schritt an die Kinder weil die Ja natürlich tragen sie auch also vermutlich tragen die Kinder auch eine Maske.

00:13:15: Also ich habe als ich in der Schule war versucht dass viele überhaupt bestimmte Dinge nicht merken von mir.

00:13:21: Also ich hab mich auch versteckt.

00:13:23: Ja bei den Erwachsenden gibt's auch extrem Beispiele.

00:13:29: Ein positives wo ich jetzt richtig überrascht war Sondern eher Schüchterne zurückhaltende Lehrerin.

00:13:37: Aber sie dann und die zieht sich auch immer zurück, weil sie eher introvertiert ist und sich die Energie mehr aus der Ruhe holt als aus dem sozialen Austausch.

00:13:47: Und das war wirklich spannend.

00:13:49: Als ich dann mal endlich auf Unterrichtsbesuch war ... Die Blüte auf!

00:13:54: Das war hochspannend, nicht mehr die gleiche Person.

00:14:01: Selbstsicher, gesungen und Scherze gemacht.

00:14:05: Und die hat dann wirklich ihre Energie reingesteckt... ...und das war für mich so ein extremes Beispiel für... Also ich will jetzt nicht sagen sie hat sich maskiert aber eben verschiedene Rollen aufgesetzt und dann vielleicht ja doch ein bisschen mit Mask.

00:14:26: also sie hatte schon auch mehr gelächelt und alles.

00:14:29: und wenn sie alleine war Oder wenn ich sie kurz da besucht habe, dann war sie eher ernst.

00:14:36: Ich hab sie eher als ernst zurückgehalten, wortkark erlebt und dann im Mund durch mit den Kindern das pure Gegenteil.

00:14:46: Toll!

00:14:47: Vielleicht hat sie sich da sicherer gefühlt und mit den Kollegen noch nicht so sicher?

00:14:54: Ja kann sein.

00:14:56: Jetzt klingt ja nach einer sehr spielfreudigen Person ihre Freude, konnte sie mit den Kindern viel mehr leben Weil die das ja auch gemacht haben.

00:15:04: Ich habe sie zwar in eine andere Richtung interpretiert, eben mit der Energie dass es sich eigentlich lieber zurückgezogen hat und nicht jetzt da um sich im lauten Teamzimmer man darf ja nicht mehr Leerzimmer sagen im Teamzimmer, ja geht es schon auch laut zu und her.

00:15:22: Man wird berieselt und viele Informationen.

00:15:25: hast du daran gedacht.

00:15:27: Und ah, hast du auch diesen Jungen und so weiter?

00:15:29: Es geht dann schon recht zunther in einem Teamzimmern.

00:15:35: Ja das ist spannend.

00:15:38: Ein bisschen Modebegriff wurden dass man das auch sogar auf Kinder bezieht.

00:15:43: Der maskiert also besonders Kinder mit die so leicht im Spektrum sind vom Autismus, da hört man schon noch interessante Beispiele.

00:15:58: Also es ist sehr interessant wenn wir ein Elterngespräch haben und wir von der Schule also Lehrpersonen und Heilpädagogin und so das Kind beschreiben dann ist er quasi Kind A und wenn die Eltern dann das Kind von zu Hause her beschreiben ist das Kind B komplett teilweise gegensätzlich.

00:16:19: und das ist so spannend.

00:16:22: Und es stimmt ja beides, also ich staune oder da würde mich interessieren was du dazu denkst.

00:16:28: ab welchem Alter machen sie das wohl bewusst?

00:16:32: Oder ab welchen Alter kommt das so richtig in Spiel dieses Maskieren?

00:16:39: weil sie machen's ja wirklich ja bewusst unbewusst sage ich mal also Sie kommen in die Schule sind einigermaßen fröhlich, sind ruhig, fallen nicht groß auf.

00:16:52: Sind fleißig und zu Hause dann erzählen sie Wutausbrüche herumschreien alles in die Ecke schmeißen und dann staunen wir nur so ah okay da habe ich wirklich gelernt nicht mehr in einen einen so Kampf zu gehen.

00:17:11: so wer hat jetzt recht sondern ist für mich völlig klar beide besorgen beiderrecht natürlich

00:17:16: Ja, also das Beiderecht haben ist sicher.

00:17:19: oder dass beide Aussagen stimmig sind.

00:17:21: Ist sicherlich eine wichtige Erleichterung in dieser Angelegenheit?

00:17:26: Ich meine ich bin jetzt keine Psychologin und ähnliches mehr aber es gibt ja schon, dass wir auch in der Familie Themen weitergeben an unsere Kinder, die wir von den Ahnen haben.

00:17:36: Und dazu gehören auch wahrscheinlich die Masken sowie Grundängste und die lasten dann ja auf so einem Kind.

00:17:43: Ein Kind trägt hier auch ganz viel wenn es zu Hause so ausflippt also vielleicht bei uns ist Zuhause.

00:17:48: darf ich den Druck jetzt ablassen und kann mich ungehemmt verhalten.

00:17:52: in der Schule streng ich mich jetzt gerade an.

00:17:55: Also ich fand Schule... Ich habe mich da auch angestrengt!

00:17:57: Ich war dann froh wenn ich mittags draußen war und mich bewegen konnte und im Garten sein konnte um erst mal wieder abzulassen oder wieder Energie zu kriegen.

00:18:07: Ich könnte mir vorstellen, diese beiden Welten korrelieren dann auch zwischendurch?

00:18:11: Für manche ein ist das Zuhause besser als die Schule und für jemand anderen ist die Schule besser als das Zu Hause.

00:18:19: Also je nach Elternhaus, je nach Situation und was dafür ein Tenor ist, was muss das Kind kompensieren, was lastet auf ihm... Ja also da sind ja die Kinder tragen ja viel.

00:18:33: Was sind denn Familien, wenn es überhaupt noch eine Familie ist sozusagen?

00:18:37: Was da gerade isst auch.

00:18:42: Ich kann dazu wenig sagen weil das ja nicht mein Fachgebiet ist.

00:18:45: aber ich kann mir einfach vorstellen dass diese Kinder werden ein Autist versucht verhalten zu lernen von dem er gemerkt hat Das funktioniert und dann befolgt er das.

00:18:57: Es gibt viele Menschen auch Erwachsenen die haben autistische Züge So, mit denen ist es ja sehr spannend zu sprechen.

00:19:03: Die dann eben sagen okay ich registriere einfach wo komme ich gut an?

00:19:06: Mit was komme ich Gut an?

00:19:07: und das mache Ich Dann mehr so und das ist natürlich auch in gewisser Weise Druck Und Anstrengend.

00:19:13: und wenn die dann wieder ins Wenn die überhaupt ins fühlen oder spüren kommen dann vielleicht Zu hause und dann dann muss erst mal der druck raus.

00:19:23: Ja selbst Regulation ist ein großes thema.

00:19:28: Das gelingt den meisten erwachsen viel viel besser.

00:19:31: also man Ich denke, man lernt es.

00:19:34: Bei Kindern merkt man schon so ja, da kommt vieles ungefiltert.

00:19:39: Es gibt noch die Störenfriede und das ist ein großes Thema aktuell.

00:19:47: Warum stören Sie?

00:19:48: Das ist noch eine Folgefrage davon.

00:19:53: Aber wie schön gerade... Entschuldigung!

00:19:55: Das Wort Stören Friede.

00:19:57: also sie sind im Wort Stören frieden.

00:20:00: ist das das Wort Friede?

00:20:03: Sie stören den Frieden.

00:20:05: Oder sie stören, um endlich Frieden zu haben.

00:20:10: In sich selbst und mit sich selbst?

00:20:12: Ja

00:20:13: oder in der Situation wo sie das Gefühl haben, ich stimmt was nicht.

00:20:18: Kommt mir gerade durch den Sinn also das auch mal neu zu konnotieren oder die übliche Konnotation aufzulösen.

00:20:24: Also was ich wichtig finde, was für mich augenöffnend war so viel vielleicht für dich das mit der neutralen Maske war mein Besuch bei Susan Betzen in New York.

00:20:34: Susan Betzten ist ja so ein Schauspielcoach und sie hat mit uns in einer Gruppe von Rednern, Trainern und Coaches gearbeitet.

00:20:43: Und sie hat so einen Konzept das heißt The Truths also die Wahrheit.

00:20:47: Das hat sie herausgebildet eben in der Arbeit mit großen Schauspielern und auch kleinen also mit Schausspielern.

00:20:54: wo wirklich dieses Thema ist wann bin ich frei gespielt?

00:20:58: Wann spiele ich noch eigene Themen?

00:21:00: Und sie spricht auch von so etwas wie einem Dreiklang, den wir bei ihr sehr erfahren durften.

00:21:07: Dass wir eben verschiedene Gesichter sozusagen haben.

00:21:13: also Wir haben unsere öffentliche Person Also unsere öffentlichen Rolle unserer öffentliche Maske und dann haben wir dahinter so etwas Wie ein Neat?

00:21:25: Es kommt irgendwann ein tiefes Bedürfnis raus was wir unbedingt brauchen, also gesehen zu werden oder nicht sicher zu sein zum Beispiel.

00:21:36: Bei mir ist es das Bedürfnis nach Sicherheit und wenn ich das nicht bekomme dann hat sie so ein Begriff Tragic Flaw.

00:21:42: den kann ich für mich nicht richtig übersetzen aber dann wird eigentlich die Figur tragisch.

00:21:47: also dann kommt es tragische raus und da arbeitet sich mit den Schauspielern dass die das eben regulieren können.

00:21:53: stichwort Selbstregulation Sie diesen Teil von sich kennen.

00:21:57: Und wenn ich mich selbst reguliere, muss ich ja erst mal meine Seiten kennen.

00:22:02: Ich muss erkennen was ich reguliere.

00:22:07: Also wenn man über Frieden spricht, muss man Unfrieden kennen glaube ich.

00:22:11: da muss man auch den eigenen Unfrieden kennen um das in sich regulieren zu können.

00:22:16: und dieses tragische... Das ist dann die Aggression, die Hilflosigkeit der Wutanfall, das Vernichtende Erniedrigende oder ähnliches Und ihren Aspekt mit dem nied, also dem tiefen Bedürfnis was wir haben.

00:22:33: Das war sehr erschreckend!

00:22:34: Die meisten in diesem Raum meiner Zunft sagten ich möchte... Ich brauche die Anerkennung meines Vaters.

00:22:41: Ich will dass mein Vater mich anerkennt.

00:22:44: Wahnsinnig als...

00:22:46: Du sagten auch die Fünfzig und Sechzigjährige?

00:22:48: Ja, das ist ein Riesenthema.

00:22:50: Immer noch mal wieder dieses gesehen werden für das was man isst ohne dass man was tut zum Beispiel auch ja und das schlägt durch.

00:22:59: und wenn mein Bedürfnis von meinem Vater gesehen zu werden oder Anerkennung zu haben Wenn das meinen Beruf beeinflusst und ich immer Anerkennen haben will z.B.

00:23:10: für meine Schülern oder Teilnehmern dann bediene ich eher mein Bedirftes als dass sich mich professionell in die Lehrerrolle begebe.

00:23:19: Also ich finde es total verwoben und faszinierend, aber es lohnt sich meiner Meinung nach da wirklich viel zu tauchen.

00:23:26: Viel zu reflektieren und sich auch immer wieder mit Literatur zu diesem Thema beschäftigen.

00:23:33: Es wäre so ein wichtiges Thema in einer pädagogischen Ausbildungsstätte oder eine pädagologische Hochschule.

00:23:41: Das wird, das wird nicht angeschnitten.

00:23:44: Ich frage ja immer wieder mal die neuen Studenten oder die neuen Abgängerinnen und Abgängern.

00:23:49: Frag ich nach?

00:23:49: Ja was lernt ihr jetzt?

00:23:51: habt ihr was neues gelernt quasi also neue Fächer eben solch dem Coaching oder so.

00:23:57: Also ja es ist ein abgegriffener Begriff da das Persönlichkeitsentwicklung.

00:24:03: aber trotzdem wissen dann alle in welche Richtung dass es geht.

00:24:08: eben eigene Flecken erkennen eigene Nichts eben eigene Bedürfnisse, eigenen blinden Flecken oder auch Traumata.

00:24:18: Auch wenn es nicht große sein müssen aber auch kleinere Ja weil sonst das drückt durch.

00:24:25: also ich sehe dass immer wieder ist so schade auch bei fünfzig sechzig jährigen wie es immer wieder durchdrückt.

00:24:33: und dann kommen sie sind dann offen mit mir und sagen ja schon wieder Habe ich einen schwierigen Jungen oder schon wieder, habe ich Probleme mit Eltern.

00:24:45: Die Eltern sind schwieriger geworden die letzten Jahre.

00:24:48: oder dann kommen wieder diese Aussagen ja und ich denke nur so ja kann ich jetzt nicht in einem halben Jahr aufarbeiten.

00:25:00: naja wir sind ja mit der Persönlichkeitsentwicklung nie fertig und gerade fünftig sechzig Ich finde da passiert extrem viel im Leben was was tief geht.

00:25:12: Die Endlichkeit wird größer und all diese Dinge, also dann liest man vielleicht... Also wir lesen gerade nochmal das Buch von Eckhart Tolle.

00:25:21: Das ist total spannend, dieses Buch jetzt alleine nur mal der Satz Wir versuchen, unser Verstand will immer Recht haben.

00:25:29: Es gibt auch noch einen anderen Buch, wo das gerade auftaucht.

00:25:32: Alleine ist kognitive.

00:25:33: wie viel sind wir im Kognitiven?

00:25:35: Wie wenig spüren... Ich sage jetzt nicht wie, aber ich spüre sehr viel.

00:25:39: Aber wie wenig wird gespürt und gefühlt, wieviel mehr es im Kopf und wenn der Verstand recht haben will?

00:25:45: Was ist eigentlich für ein Dilemma was man in sich hat?

00:25:47: Und man anfängt das dann wieder aufzurollen zu erkennen, oh ich lag falsch!

00:25:52: Oh ich habe mich viel zu sehr in meinem eigenen Narrativ verfangen.

00:25:58: Also wie werde ich, wie kann ich sozusagen meine Gefühle dazu anstellen?

00:26:02: Wie kann nicht mehr ohne meine ständigen Wertungen und Urteile sein.

00:26:06: Das ist ja auch ein Schritt der Demaskierung.

00:26:09: weniger Maske zu tragen, weil ich weniger schützen muss, weil... Ich im Einklang bin oder mehr im Einkrank, ja.

00:26:18: Total spannend, dass die Leute werden dabei.

00:26:21: Ich kann es sogar verkürzen.

00:26:23: Ich kenne den Satz Willst du recht haben oder glücklich sein?

00:26:28: Beides geht nicht.

00:26:29: Genau, das ist noch besser der Satz genau.

00:26:34: und dann kann man sich ja fragen wenn man so einen unzufriedenen Kollegen sieht.

00:26:37: ah er hat sich fürs Recht haben entschieden und es ist ja nicht dieses dass ich einfach eine Haltung loslasse oder eine Meinung.

00:26:46: man muss das schon auflösen man muss es schon betrachten und dann können wir glücklicher werden wenn man sich da nicht mehr darum kümmert oder wenn man ja dann nicht mehr so an dieser an diese Haltung festhält.

00:26:59: Der Junge ist schwierig.

00:27:01: Ja, ganz bestimmt ist er schwierig.

00:27:02: Er hat ja letztens schon wieder das gemacht.

00:27:05: Was kann ich von mir lernen wenn ich den betrachte?

00:27:08: Ah, maskieren.

00:27:11: Ja Maske, Maske maskieren.

00:27:13: eben mit der Maske enttarnere ich mich.

00:27:17: oder wie hast du es am Anfang gesagt?

00:27:18: Die Maske Entmasket.

00:27:20: Demaskiert Entmasken.

00:27:23: Die Masse demaskiert.

00:27:25: Also die zeigt einfach sehr viel.

00:27:29: und eben auch die Feinheiten bewusst werden.

00:27:34: Die Körpersprache kommt ja noch recht stark vor, es wird einem bewusst.

00:27:43: Es gibt wirklich viel zu tun!

00:27:45: Besonders aus Führungskräft und für mich sind eigentlich allerlei Personen Führungskräfte in erster Linie.

00:27:52: Also mir kommt gerade eine Erinnerung an einen Deutschlehrer, ich glaube es war in der siebten Klasse.

00:27:57: Der hatte was von Heinz Rühmann.

00:28:00: Der hat sich das Lehrerpult genommen davor hat er seine Akkentasche gestellt und dann hat er kurz immer so da drüber geguckt.

00:28:07: Er hat wirklich als Schutz diese Tasche gehabt.

00:28:11: ja wir haben nur Schabernack gemacht die ganze Stunde weil.

00:28:15: Und dann ist er mit dem Tisch immer weiter nach hinten gerückt, weil er... und wir sind dann mit unseren Tischen immer so ganz leise.

00:28:21: Weiter vorgerückt, sodass man es machte?

00:28:22: Nein wirklich!

00:28:23: Also wirklich physisch.

00:28:24: Hat so viel Spaß gemacht.

00:28:26: Ja, weil der hat uns nicht geführt.

00:28:28: Der war komplett Führungsluft.

00:28:29: Er war lost.

00:28:30: Ja, von wegen Maske und Körper.

00:28:33: Wie stehe ich im Raum?

00:28:34: Also wie gehe ich mit dem Raum um?

00:28:36: Kann ich in der Mitte der Klasse stehen und alle sehen mich und kann nicht alle sehen?

00:28:41: oder eben wie dieser Lehrer... Ich habe Angst vor der Kasse!

00:28:43: Ich sitze hier hinten und war

00:28:45: der Jung.

00:28:46: Er

00:28:47: war schon älter.

00:28:48: Das war irgendwie eine tragische Figur.

00:28:51: Im Nachhinein tut er mir so leid.

00:28:53: Und wir haben ihn so gefobbt.

00:28:54: also er hat das aber provoziert weil er den Prozess nicht geführt hat.

00:28:58: ja Genau, der hat geschützt.

00:29:01: Also er hat nicht die Maske sondern die Tasche als Schutz genommen.

00:29:10: Das habe ich nicht mehr angetroffen zum Glück.

00:29:12: also das gibt es hoffentlich praktisch nicht mehr.

00:29:16: Also das wäre wirklich eine falsche Berufswahl.

00:29:22: Ja.

00:29:24: Herz und guter letzter Satz!

00:29:25: Die Maske demaskiert.

00:29:30: Wir werden darüber nochmals sprechen, David.

00:29:32: Ich muss jetzt Leserpost beantworten.

00:29:34: Schon wieder?

00:29:35: Ja das kommt so viel rein unglaublich!

00:29:38: Okay ich freue mich drauf.

00:29:40: Danke für das Gespräch.

00:29:41: es hat mich sehr angerebt.

00:29:44: Tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.