Beziehung als Prozess: Warum punktuelle Berührungspunkte den Unterschied machen

Shownotes

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LinkedIn Barbara

LinkedIn David

Die Episode beginnt mit einer spielerischen Irritation des gegenseitigen Vorbeiredens über Alltagssorgen und die beruhigende Kraft der Natur, was direkt zum Kernthema führt: Wie gestalten wir eigentlich Verbindung? David und Barbara definieren Beziehung nicht als statischen Zustand, sondern als einen aktiven Prozess, der durch bewusste Interaktion und Wahrnehmung genährt wird. Dabei wird betont, dass Professionalität bedeutet, die eigene Beziehungsfähigkeit auch an schlechten Tagen durch gezielte Rituale und Reframing wiederherzustellen. Barbara teilt tiefe Einblicke aus ihrer Zeit im Pflegeberuf, wo sie lernte, Menschen in schwierigen Situationen durch reine Präsenz und intuitive Zuwendung zu erreichen. Dieses Wissen lässt sich direkt auf die Schule übertragen: Es geht darum, den Raum für die Lernenden so zu halten, dass sie sich sicher und gesehen fühlen. David reflektiert seinen Wandel als Schulleiter – weg von der reinen Informationsvermittlung hin zur Vermittlung von Sicherheit und Vertrauen bei Elternabenden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Theorie U von Otto Scharmer, die den Weg vom reinen Herunterladen von Informationen (Downloading) hin zur gemeinsamen Co-Kreation von Inhalten beschreibt. Wir besprechen, warum die KI zwar als Sparringspartner dienen kann, aber niemals die Qualität einer echten menschlichen Begegnung mit all ihren Sinnen ersetzen wird. Die Folge schliesst mit dem Bild des Rotmilans, der als Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde und die Wichtigkeit von Perspektivenwechseln steht.

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00:00:00: Du Barbara, bevor ich dich überhaupt begrüße.

00:00:03: Ich muss etwas loswerden.

00:00:05: Fast jeden Morgen muss sich die Küche oder ja... ...ich mache auch die Küchen mit einem Geschirrspüler ausräumen.

00:00:14: Andere hätten da schon ein bisschen Kapazität.

00:00:16: Zur Zeit bin ich da ein bisschen angestrengt.

00:00:19: Ja weißt du solche Dinge sind für mich nicht so relevant?

00:00:23: Immer wenn ich mit dir rede sitze ich in meinem Schreibtisch Kucke raus und beobachte die Rotmilane im Flug.

00:00:30: Und ich denke immer wieder, diese Frage gerade als Lehrperson wie wichtig die Natur als Ressource ist und sich auch hinein zu versetzen welchem Ökosystem wir eigentlich leben das wir nur Teil von etwas großem sind.

00:00:43: Was war das jetzt eben noch mal was du grad gesagt hattest?

00:00:47: Weißt du, Glasflaschen aus Glas in den Geschirr spürt zu räumen macht für mich nicht so Sinn.

00:00:55: Es bleibt halt viel hängen es wird ja gar nicht richtig ausgespült und da hätte ich schon gewusst was du dazu denkst?

00:01:03: Naja wenn ich jetzt mal auf die Gesamtsituation gucke ist er eigentlich Ist es wirklich ganz wichtig, dass wir die Natur in den Klassenraum zurückholen?

00:01:12: Also weil das ist unser ursprünglicher Zustand Glasflaschen hin oder her.

00:01:18: Ich meine wenn ein Puppatierender eine Glasflache in den Spülmaschine einräumt dann hat er schon mal einen Schritt gemacht, dass er erkannt hat, dass die Spül Maschine etwas ist wo man was reintun kann.

00:01:26: also ich weiß nicht ob das ewige Gemäckere von dir jetzt noch Sinn macht hier mit uns beiden.

00:01:31: mich kotzt das ziemlich an ja

00:01:33: aber Ah, okay ja.

00:01:36: Aber was hat jetzt da mein Geschirrspieler mit deiner Natur zu tun?

00:01:41: Na eigentlich ist er überflüssig.

00:01:44: Wenn wir weniger verbrauchen... Der

00:01:45: Geschirrspieler!

00:01:46: Ja der Geschirraspieler, aber lass uns doch mal eben.

00:01:50: oder also wollen wir so weitermachen?

00:01:52: oder soll ich lieber Lesapost beantworten?

00:01:59: Wir können schon noch ein bisschen über die Natur reden, wenn wir nachher auch wieder über meinen Geschirrspül da reden könnten.

00:02:05: Ja aber die Natur der Beziehung, das ist ja das Thema dass wir heute nochmal über Beziehungen sprechen wollten.

00:02:15: und wie oft reden wir aneinander vorbei?

00:02:18: Wie oft hören wir nicht zu?

00:02:21: Ich sehe das auch in Talkshows, die ich manchmal so minutenweise mir später nochmal angucke.

00:02:26: Das ist ein abgehacktes...Ich will jetzt zu Wort kommen und den anderen aus der Manschette bringen.

00:02:31: Und zuhören ist für mich eine der wichtigsten Gaben oder Fähigkeiten oder Verhaltensweisen, die wir machen können um eine Beziehung zu verstärken, um ihr mehr Raum zu geben, Kontaktabbruch, machen Menschen wenn sie die Beziehungen jetzt irgendwie pausieren wollen.

00:02:50: Also wie, ja was waren deine Gedanken als du nochmal das Thema Beziehung vorgeschlagen hast?

00:02:57: Oder kam es von mir?

00:02:59: Ich glaube von dir.

00:03:00: Aber es ist bei uns natürlich auch immer ein Riesenthema.

00:03:04: Ja die Beziehungen zu den Kindern untereinander wie auch immer ist so wichtig oder das Wichtigste sogar und für mich also nicht als Mann der gerne so effizient und alles unterwegs ist Eigentlich ist die Beziehung eigentlich sehr abstrakt.

00:03:26: Also was ist genau Beziehungen?

00:03:28: Wann findet genau beziehungsarbeit statt?

00:03:32: und da habe ich dann gemerkt oder auch mal mich darüber schlau gemacht, Beziehion findet immer punktuell statt.

00:03:41: also es müssen so Berührungspunkte müssen entstehen.

00:03:44: das hat mir dann weitergeholfen ein bisschen dieses dieses Konstrukt der die Beziehung ein bisschen besser zu verstehen.

00:03:53: Wir haben jetzt auch quasi eine Beziehungen, weil wir ja wöchentlich einen Berührungspunkt miteinander haben.

00:04:02: Dann merke

00:04:03: ich auch so dass das entwickelt sich.

00:04:05: Ja

00:04:06: bitte sprich weiter!

00:04:09: Das entwickelt sich dann über die Zeit und wenn wir diese Berührungspunkte nicht hätten, Wie eingeschlafen ist?

00:04:23: Sie muss ja nicht schlechter werden, aber sie entwickelt sich nicht weiter.

00:04:26: Ja da bin ich bei dir und durch die Berührung... Ich würde es vielleicht etwas anders definieren eine Beziehung ist per se da.

00:04:34: Die Frage ist nur wie nehme ich sie wahr, wie bewertig sie, wie gestalte ich sie Und durch diese Berührungspunkte wächst sie.

00:04:42: Vielleicht ist das auch, wenn man mal ein kleines Klischee bedienen möchte der Unterschied zwischen Mann und Frau dass eine Frau per se mehr in Beziehung ist mit ihrem Mann zum Beispiel oder ihrer Partnerin oder wem auch immer und der Mann das gar nicht so oft im Bewusstsein hat sondern eher über die Beziehungspunkte agiert und das dann merkt, dass möchte ich jetzt aber nicht als Klischee hier reinstellen.

00:05:05: Und vielleicht ist es auch nicht Mann-Frau sondern unterschiedlich wie man überhaupt als Gesamtperson gestrickt ist, wie ist man in Beziehung mit sich?

00:05:13: Mit anderem.

00:05:14: für mich ist Beziehungen auch, dass die von meiner Seite aus gestaltet oder gesichert wird weil ich sie schätze.

00:05:23: also wenn ich jetzt zurück auf unser Feld blicke Meine Teilnehmer sind für mich in der Zeit, wo ich mit ihnen dann ja auch bin.

00:05:30: Ich habe ja manchmal nur diese Menschen für zwei Tage um mich herum ganz, ganz on top das ich Beziehung mit ihnen habe und dass sich die schon im Vorfeld praktisch herstelle Dass ich mich beziehungsbereit mache Das ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt weil wir sind diejenigen als Raumhalter Resonanzraum Projektionsfläche.

00:05:53: Wir sollten die Bereitschaft haben, die Beziehung bestmöglich und aktiv zu gestalten.

00:05:59: Da gehört auch Zuwendung dazu – das hatten wir ja schon mal – Offenheit sich zeigen, Präsenz.

00:06:06: Das heißt was du eben gesagt hast als Beziehungsarbeit, das sollte mal definiert sein Was ist denn eine Beziehungen?

00:06:13: Und wenn dann gehört es für mich überhaupt erst einmal diese Beziehensbereitschaft herzustellen in sich zu aktivieren Gerade online.

00:06:22: Also

00:06:22: jeder für sich selbst oder jede für sich bei sich selbst beginnend?

00:06:27: Ja, dass ich bereit bin in Beziehung zu treten und es sind ja viele Beziehungen einem Klassenraum.

00:06:34: Viele Beziehungsraum im Trainingsraum.

00:06:36: Und das zum Beispiel hochgerechnet jetzt auf Online-Unterricht, auf Onlinevorträge, Online-Training.

00:06:43: Da habe ich noch nicht mal, dass sich die Menschen sehe.

00:06:46: Also wie sie sich bewegen.

00:06:47: Ich sehe mir nur die kleine Kachel auf meinem Bild schonmal, aber trotzdem kann ich von meiner Seite aus Intensität ausstrahlen, das ich in Beziehung trete, dass ich mich sichtbar mache und verbindlich bin um Verbundenheit herzustellen.

00:07:02: Und das machen wir aus uns heraus ist mein Bild dazu meine Annahme.

00:07:10: Muss immer geredet werden für eine gute Beziehungsarbeit?

00:07:14: Ich meine, wenn man miteinander seelisch schweigt ist das doch ein unheimlich schöner Genuss auch.

00:07:21: Also ich müsste reden, wenn ich was zu klären habe.

00:07:24: aber es kann sein dass die Beziehung ganz wunderbar da ist ohne großartig verbal zu reden.

00:07:31: Der Körper spricht ja das Gesicht.

00:07:33: Ja und nur schon Blickkontakte können ja genügen.

00:07:38: Denke ich.

00:07:40: Merke ich ja auch im täglichen mit den Menschen, die ich zu tun habe, Erwachsenen oder Kinder.

00:07:46: Da genügt ja ein Anschauen und ein Lächeln ... Ein Wahrnehmen.

00:07:52: das denke ich ist extrem wichtig.

00:07:55: Genau!

00:07:58: Ich sehe dich.

00:07:59: Ja?

00:07:59: Mhm.

00:07:59: Also wenn ich den Schüler oder der Schülerin immer wieder angucke und zwar liebevoll freundlich nicht streng so sondern ah ich sehe dich schön dass du da bist ich nehme dich wahr Du bist, du gehörst dazu.

00:08:12: Also das sind ja die Sachen, die intern im Kopf zum Beispiel bei mir ablaufen wenn ich solche nonverbale Beziehungsarbeit mache und... Ich fühl mich auch in

00:08:24: Entschuldigung.

00:08:25: Für mich ist es ein Lieblingsthema.

00:08:28: Ja bitte sprechen!

00:08:29: Aus Rheinsporzen oder was?

00:08:31: Nein das Thema Beziehungen.

00:08:33: Ah

00:08:34: okay.

00:08:37: Aber rein reden finde

00:08:38: ich auch

00:08:38: schön.

00:08:42: Ja darf ich den Förden verloren?

00:08:48: Der Schüler, den ich anschaue zu dem gestalte ich eine Beziehung und versuche eine Bestmögliche.

00:08:53: Das war so das Letzte was ich eben gesagt hatte.

00:09:00: Ja und ich war ja beim Blickkontakt und Anlächeln genau.

00:09:03: Und wenn ich einen Miesentag habe oder du einen ganzen Miesentaug hast extrem geschlecht, geschlafen gehört das für dich zum professionellen Verständnis dass wir als Trainer, Trainerin, Lehre, Schulleite aber auch immer Trotzdem seine Bereitschaft dann eben an den Tag legen und quasi trotz allem für Beziehungen öffnen.

00:09:31: Was wäre denn die Folge, wenn wir das nicht tun würden?

00:09:34: Nur weil ich schlecht geschlafen habe... müssen andere nicht leiden.

00:09:37: Für mich ist Professionalität, dass ich mich vorher in die beste Verfassung bringe und dazu gehört, dass Ich derjenige bin oder diejenige, die die Beziehungskraft sozusagen, die Beziungsbereitschaft und aktive Ausübung der Beziehungen in den Raum bringen.

00:09:53: Und dann muss ich eben nochmal ein Ritual für mich machen.

00:09:55: Dann muss ich für mich mein Virenprogramm über meinen Mindset laufen lassen, das ich mich wieder hochziehe und in eine bessere Stimmung komme.

00:10:08: Also da ist das Reframing was ganz wichtig ist, dass ich das so umdeute.

00:10:14: Gut dann erfahre ich heute wie ich mit weniger Schlaf einen besseren Unterricht machen kann weil ich engagierter bin.

00:10:23: Ich kann mir vorstellen, dass bei dir auch ein Prozess war.

00:10:26: also ich denke zu Beginn als ich noch jünger war, dafür fällt man doch in diese Falle.

00:10:33: Jetzt bin ich so müde, jetzt hole ich mir mal ein bisschen Mitleid ab und bringe das nach außen.

00:10:41: Und dann geht es halt eben um mich und nicht um die anderen und versuche mich dann irgendwie über den Mitleit wieder da in die Bahn zu schwingen.

00:10:52: Also mehr ist sicher einmal passiert.

00:10:56: aber ja... Ich habe mich mit mir selbst auseinander gesetzt.

00:11:01: Das merke ich bei dir auch.

00:11:03: Wir haben ja auch schon mehrfach darüber gesprochen über die Entwicklung, die persönliche Entwicklung und das ist für mich schon sehr zentral.

00:11:15: Ja ich denke auch dass bei mir früh eingesetzt hat.

00:11:21: Ich habe ja nicht studiert als erstes.

00:11:23: Ich hab als erstens ein Praktikum im Pflegeberuf gemacht und es war selbstverständlich, dass um fünf Uhr dreißig der Wecker klingelte und ich um sechs los war und um halb sieben Vierteln nach sechs, halb Sieben war ich bei der Arbeit und ich habe sofort Response bekommen wenn ich schlecht drauf war weil die Bewohner gerade die Bewoner die nicht mehr ganz orientiert waren haben auf mich reagiert.

00:11:44: also wenn ich nicht gut sortiert war wird das noch schwieriger Und es gab sofort was zu tun.

00:11:53: Also der Kopf war gar nicht aktiv um die Uhrzeit, ich musste... Ich habe mich entschieden, ich habe das freiwillig gewählt und es kam ja auch... Das ist glaube ich das, was mich so erfüllt hat.

00:12:05: Es ist ein erfüllender Beruf in dem ich war, sodass dieses Opfer so früh aufzustehen und das war teilweise noch früher sich auf jeden Fall gelohnt hat.

00:12:16: So manchmal also nach dem Nachtdienst habe ich dann auch gejauelt, wenn die in der Wohngemeinschaft so laut war dass sich nicht gut schlafen konnte zum Beispiel.

00:12:24: Dann hab' ich ein bisschen gejault aber das Schaffende hat mich so befriedigt, dass ich das nicht gemacht habe und natürlich bin ich dadurch auch früh in einen Beruf gegangen wo die Beziehungsfähigkeit wichtig ist weil mein Gegenüber vielleicht eine hundertzwei-Jährige die nicht mehr weiß wo sie isst und den Alltag nicht einordnen kann ist in gewisser Weise ja fast abhängig davon, wie gut ich sie begegne.

00:12:55: Das klingt für mich so nach Empathie oder importisch sein.

00:12:59: aber Beziehungsarbeit also wie bist du da in der Beziehung gekommen?

00:13:05: Ja indem ich die über

00:13:06: die Empathien.

00:13:08: Ja, ich... Gut die Empathie sicherlich eine Voraussetzung überhaupt Menschen zu mögen und auch Menschen in einer schwierigen Situation zumögen wo sie vielleicht eher grimmig sind oder so etwas.

00:13:19: Weil das meinem helfenden Gen sozusagen entspricht.

00:13:23: für Sorge ist für mich wichtig.

00:13:25: Aber auch das Spiel, wie kann ich mit jemanden kommunizieren?

00:13:29: Der die Augen zu hat.

00:13:31: Schlecht hört und den ich jetzt doch irgendwie in die wöchentliche Badewanne zu stecken habe?

00:13:36: also was muss ich tun?

00:13:37: dass sich diesen Menschen erreiche ist für mich als neugieriger Mensch immer etwas faszinierendes gewesen.

00:13:42: Wie komme ich zu diesem menschen wie erreiche ich ihn?

00:13:45: aber das hat auch damit zu tun das Kontakt für mich was wichtiges ist ja und vielleicht ist für jemandem anderen das nicht so wichtig.

00:13:52: Und für mich ist das, dass Kognitive in diesen Momenten eher das was ich an die Seite lege damit das Gefühl und die Intuition dichter zum Vorschein kommen.

00:14:02: Und ich sie mehr nutzen kann.

00:14:05: Ich

00:14:05: kontakt ja Berührungspunkte nenne nicht das vielleicht so Kontakt.

00:14:09: also sei es auch physisch Samt berühren oder was auch immer Oder halt einfach über Augenkontakt.

00:14:16: Also wir klatschen ja nicht die Augäpfel gegeneinander Wir haben ja nicht augen Kontakts wortwörtlich Sondern eben wir sehen uns.

00:14:25: Und das ist schon sehr zentral, merkt man auch bei Kindern und bei ganz kleinen Kindern die suchen ja einen ganz festen Kontakt mit den Augen und schauen was passiert.

00:14:37: Ja also eben mit vielen Menschen ist es natürlich eine Herausforderung.

00:14:42: Also ich verstehe Lehrpersonen, Führungskräfte wo auch immer die richtig erschöpft und müde sind Auch ja, man muss halt sagen durch die vielen Kontakte.

00:14:55: Durch die vielen Berührungspunkte mit vielen Menschen und vielen Ansprüchen.

00:15:02: das braucht schon denke ich eine gesunde Resilienz oder einfach eine gesune Abgrenzung dass man nach Hause kommt und dann das auch ein bisschen auf die Seite legen kann.

00:15:14: Ja was sonst?

00:15:16: Ich bin ja aktuell der Schulleiter Springer Sonst wäre ich ja arbeitslos, wenn das alle könnten.

00:15:24: Also ich wünsche ja niemandem, also ich wäre gerne arbeitslose weil alle Schulleiter in gesunden Mundholt das jahrelang an der gleichen Stelle sind aber das hier aktuell nicht erfangen.

00:15:38: Ja, ich denke auch die Intensität der Kontakte.

00:15:40: Die vielen mal eben schnell den Blick über den Schulhof dann kommt ein Elternteil auf einen zu.

00:15:45: Dann ist noch das dass.

00:15:46: das also sind viele Kontakte viele Berührungspunkte mit anderen Menschen, die auch immer in ihrer Situation sind Da wäre für mich stille on top.

00:15:57: Also Ruhe Ruhe.

00:15:59: vielleicht ist mein Anfang mit der Natur einfach auch Stimmig weil Ich gehe ganz viel raus.

00:16:05: Aber wenn ich zum Beispiel einen großen Vortrag habe, wo ich viel Menschen begegnen muss.

00:16:12: Ich muss die angucken und in Kontakt mit ihnen treten.

00:16:14: Dann brauche ich richtig viel Vorbereitungszeit auf der energetischen Ebene.

00:16:20: Also nicht kognitiv!

00:16:21: Das eine ist klar den Vortag auswendig zu können oder auch eine Präsentation in einem Seminar.

00:16:25: Die muss sich auf der unbewussten Kompetenz haben dass ich jederzeit loslegen kann.

00:16:30: aber die Hauptarbeit ist nämlich mich beziehungsfähig zu machen um mit mir in Kontakt zu sein Mit meiner Stimmung.

00:16:38: Ich wurde schlecht schlafen, ich erinnere einen Training wo ich am Vorabend noch unfassbar lange in der Hotelbahn versackt war und dachte wie mache ich das morgen früh aber durch die Einstellung und Vorfreude und die Energie dann hochzufahren?

00:16:54: Das ist die Aufgabe.

00:16:55: ja dass wir Dass wir uns bereit machen und dass wir auch genau so hinterher wieder sagen, jetzt gehe ich aus diesem offenen Modus raus.

00:17:02: Und verschließe mich, sammle Stichwort Psycho Hygiene.

00:17:05: Ich räume auch auf was passiert ist.

00:17:07: Ich reflektiere das... Das ist für mich ein... Also wenn ich an der Schule wäre würde ich wahrscheinlich danach mich in klösterliche Ruhe zurückziehen um stille zu haben und das wieder aushalten können.

00:17:19: ja.

00:17:20: Mach nach viele.

00:17:22: Und du musst ja, wenn ich mir das so vorstelle, ständig ad hoc auch reagieren oder kommunizieren.

00:17:29: Das ist ja anstrengend!

00:17:32: Wie bringst Du dann Deine Energie hoch?

00:17:33: Also ich habe es da bei Tony Robbins, der ist ja bekannt für sein kleines Rundes Trampolin, also überall hat und dann hüpft er noch direkt praktisch neben der Bühne, hüpfte sich ein bisschen die Energie hoch und geht dann auf die Bühnen.

00:17:52: Ja, ich habe den noch nie live erlebt.

00:17:54: Ich glaube der ist dann so ein Powertyp und springt sozusagen auf die Bühne!

00:17:58: Ich kann mich ja eher leise reinschleichen.

00:18:00: Nein es ist die Freude, die Vorfreude auf das Tun, auf das Schaffen, auf die Begegnungen alle mal... Auf die Effekte, die ich vorbereitet habe.

00:18:07: also ich freue mich ja wenn das Training beginnt weil jetzt beginnt das Spiel sozusagen und es gibt viel zu entdecken.

00:18:16: Das ist die Freude.

00:18:17: Ich aktiviere meine Liebe und meine Freude, also liebe im Sinne von.

00:18:21: ich liebe das was ich tue.

00:18:23: Ich liebe auch die Begegnungs- und Irritationsmomente.

00:18:26: Also bei mir geht es ja oft darum, dass ein liebevolles fürsorgliches Bett da ist, dass sie sich sicher fühlen aber dass ich auch, dass ihr auch Irritation zulasse.

00:18:36: Und das ist bei mir die Vorfreude und ich genieße das!

00:18:40: Ich geniese es auch jedes mal den Seminarum neu... Entschuldigung Haben wir wieder die Internetversetzte Sprachqualität, das könnte sein.

00:18:50: Wenn ich genieße auch ein Raum einzurichten, das gehört für mich dazu.

00:18:54: so wie wenn ich einen Patienten versorge meine Utensilien in Ruhe vorbereite oder eben bewusst vorbereite bereite ich auch den Raum.

00:19:01: Das ist ja auch mit der Beziehungsvorbereitung zu tun.

00:19:05: Den Raum... Ich versteh ja von dir dass die Lehrer ihren eigenen Raum haben, das ist ja ein unglaubliches Geschenk.

00:19:13: Das heißt, sie sind Gastgeber und laden jeden Tag die Leute wieder neu ein.

00:19:18: Und können jeden Tag den Beziehung gut gestalten und es auch schön machen oder anregen.

00:19:23: Also die Vorstellung ich hätte einen eigenen Klassenraum ist ja fantastisch!

00:19:31: Ja wenn man uns nicht haut dann weiß man's zu schätzen.

00:19:36: Ich habe schon zwanzig Jahre im gleichen Raum, ist es schwierig das zu schätzen.

00:19:41: Ja, das hab ich schon mal gehört von dir!

00:19:43: Ist mir unbegreiflich... Was könnte ich heute in diesem Raum

00:19:48: machen?

00:19:51: Wir reden heute wieder

00:19:55: durch einander.

00:19:57: Du machst mich jetzt etwas bewusst.

00:19:59: Zu Beginn meiner Schulleitekarriere hatte ich wirklich fast schon Angst vor diesen Eltern-Informationsabend.

00:20:07: Der Klassiker ist so, Januar, Februar werden die zukünftigen Eltern, also der zukünftigen Erstkindergärten eingeladen?

00:20:17: Warum ist ja der Kindergarten obligatorisch?

00:20:19: Das beginnt eben mit vier Jahren und früher hat euch wirklich eher so Angst... Also ich fühlte mich halt auch unsicher Inhaltlich.

00:20:31: Ich wusste nicht, was da auf mich zukommt und die ersten paar Jahre... Die ersten paar Mal waren ein bisschen hart und wenn ich vor ein paar wenigen Wochen war es wieder soweit Und ich hatte mir richtig darauf gefreut und ich wusste das wird ein guter Abend!

00:20:47: Das war's dann auch.

00:20:48: Und aber auch die Kindergeld nach innen mitgenommen haben wir wirklich auch sehr gute Arbeit geleistet.

00:20:54: also die haben sich wirklich voll eingesetzt und die Eltern gingen dann wirklich sicher nach Hause.

00:21:02: Das war für mich das Wichtige, dass sie sich in der Beziehung sicherer fühlen.

00:21:08: und früher hatte ich den Fehler gemacht, dass wir von uns selbst ausgegangen sind und wir wollten sie informierter nachhause gehen lassen.

00:21:19: aber das wollen die ja gar nicht unbedingt in erster Linie sein denn eigentlich sicherer in der beziehung Ja, also Feedbacks waren gut und ja.

00:21:32: Das war schon ein Wandel natürlich eben.

00:21:34: Routine hilft natürlich und die Erfahrung aber sich darauf freuen.

00:21:40: Also ich habe mich wirklich darauf gefreut.

00:21:41: das hat sich sehr gewandelt.

00:21:45: Als Eltern wollen wir auch vertrauen dass mein Kind dort bei diesen Menschen in guten Händen ist.

00:21:52: Und dieses Vertrauen ist auch aus meiner Erfahrung das, was wir als Lehrpersonen auszustrahlen haben.

00:21:59: Durch Sicherheit durch Souveränität Besonnenheit durch absolute Überzeugtheit zum Thema im Sinne von Wir sind Vorbild für dieses Thema.

00:22:09: Wir haben das verinnerlicht.

00:22:10: Wir sind sicherheitsgebend.

00:22:13: damit geben wir den Kindern oder den Teilnehmenden einen sicheren Raum Und damit haben die auch, wenn alles gut läuft.

00:22:21: Die Sicherheit das sie als Mensch gesehen werden und dass es eine Beziehung ist, die sich fördert.

00:22:26: Wenn aber Missgunst im Spiel ist, Rechthaberei Augenbrauen, die hochgezogen werden beim ersten Fehlverhalten dann wird natürlich diese Beziehungen wieder aufs Spiel gesetzt.

00:22:38: Von daher sind wir als... Wir sind die Verantwortlichen für die Beziehungsgestaltung im Klassenraum.

00:22:47: So eine Theorie U, also U von Otto Schamer und Deutscher am MIT in Amerika.

00:22:54: Sagt ihr das was?

00:22:55: Nein!

00:22:57: Aber du wüsst es mir jetzt sagen.

00:23:00: Ja... Es ist schon ein Weile her dass ich das Buch gelesen habe.

00:23:05: Das geht genau in das.

00:23:06: Also er hat das U genommen die Kurve quasi.

00:23:10: Und so die erste Phase oder das was du auch am Anfang beschrieben hast mit dem Politiker der Autoschaman Downloading, also es wird einfach nur die Information runtergeladen.

00:23:24: Aber das ist auch typisch für diese Formate weil das wird einfach noch.

00:23:30: ich will jetzt meine Parolen loswerden, meine Standard setzen und völlig klar bei uns heißt das Arena, bei euch gibt's ja auch dieser Talkshows Da muss man sich ja nicht, also ich schaue es nicht mehr weil ich diese Parolen nicht mehr hören will.

00:23:48: Also da kann ich gerade so gut auf die Webseite der bestimmten Parteien gehen, die mich interessiert und dort ist auch alles drauf.

00:23:56: Und ja aber das ist gar nicht darauf ausgelegt.

00:24:00: und dann die zweite Phase ist dass man sich mal überhaupt

00:24:05: mal

00:24:06: ausreden lässt.

00:24:07: Also, wir hatten jetzt zu Beginn ja spielerisch versucht eben dieses Downloading zu machen.

00:24:13: Ich rede einfach weiter über meinen Geschirrspül und du hast weiter über die Natur geredet.

00:24:18: Und jeder will ja eigentlich gehört werden.

00:24:21: Wenn es nicht gerade so eine Politzendung ist das kann doch auch mal passieren.

00:24:27: Dann denke ich, dass man sich dem bewusst wird.

00:24:31: okay ich nehme mich kurz zurück und höre dir mal zu Dann kann man so.

00:24:39: die zweite Phase ist, ich antworte mal dir auf die Natur.

00:24:44: Und quasi die dritte Phasen ist wir kreieren etwas zusammen.

00:24:48: also ich stelle dann mal vielleicht auch eine Frage zu deinem Thema zur Natur und es entwickelt sich etwas.

00:24:55: Also die ersten zwei Phas sind nicht entwickelt oder gehen nicht in eine Entwicklung sondern mehr so ein Schlagabtausch Und man redet über ein Thema, aber dann entwickelt nicht ein Thema.

00:25:10: Das ist so ganz grob zusammengefasst diese Theorie

00:25:13: U. Ja ja wir lesen hier auch viel über Beziehungen, über Kommunikation und sind gehen dem immer tiefer nach wie sie gut gelingt.

00:25:24: und eine wichtige Erkenntnis sagt dich zu Anfang dieses Zuhören und sich wirklich auf die Welt des anderen einlassen oder auf das Thema als Pädagoge eines der wichtigsten Dinge.

00:25:39: Natürlich ist, denke ich die Schule jetzt auch ein Ort wo Menschen mit vielen Geschichten von Zuhause in die Schule kommen also wo auch Kinder sind, die es nicht leicht haben zu Hause oder wo herausfordernde Situationen sind.

00:25:52: das heißt ich muss mehreren Ohren zuhören oder ich muss eben um in dieses später inhaltsbezogene Gespräch zu kommt wirklich sehr aktiv auf einen Menschen zugehen und aufgreifen können, was der wohl gerade erlebt.

00:26:10: Dass er nicht aufmerksam ist und das auch nicht zu tabuisieren zum Beispiel.

00:26:15: Also ich finde es sehr komplexes Ausschütten.

00:26:19: Das wissen wir funktioniert nicht.

00:26:20: also wie mache ich so dass ja die Beziehung sozusagen das ist ja wieder das Öl im Motor.

00:26:32: Stellst du auch fest?

00:26:33: Ich und meine Frau stellen fest die Menschen heutzutage, und dann meine ich auch immer so besonders die Erwachsenen im Bekanntenkreis.

00:26:43: Die wollen unbedingt gehört werden.

00:26:45: also wir stellen leider fest uns werden dann relativ wenig Fragen gestellt und wir können sehr gut zuhören und dann hören wir auch zu.

00:26:57: und ja den Leuten geht es gut uns auch.

00:27:01: das ist nicht das Problem.

00:27:03: Aber ich merke dann schon, dass es schon Riesenbedürfnis da noch gehört werden gesehen werden.

00:27:12: Trotz den ganzen technischen Möglichkeiten mit Instagram und Social Media und all dem Zeugs wird ja dauernd präsentiert aber vielleicht doch nicht so wahrgenommen wie man's eben doch haben will.

00:27:27: Ja, ich denke gerade deshalb.

00:27:29: Weil das ist ja alles zweidimensional wenn ich Instagram, wenn ich jemanden auf Instagram sehe dann ist es zweidimmensional Also grade von jemandem den nicht mag da gucke ich gerade vielleicht auf dem instagram Kanal Da seh ich ahja jetzt macht er oder sie dass Das ist ja nur so von außen betrachtet tatsächlich durchs Schaufenster reinschaue.

00:27:48: Aber dann mit einander sein ist ja nochmal komplett etwas anderes.

00:27:51: und Ich denke wir haben immer mehr Hunger nach echter Begegnung.

00:27:54: also viele Menschen vor allen Dingen.

00:27:57: Einsamkeit ist ein großes Thema.

00:27:58: Die Digitalisierung, die Unsicherheit damit, schaffe ich das?

00:28:02: Ängste werden ja extrem geschürt.

00:28:04: Ängsten werden bespielt.

00:28:06: sozusagen auch dass wir Sicherheit haben wollen und es wird verstanden werden wollen.

00:28:12: Ist für mich etwas was ganz wichtig ist im Moment.

00:28:15: Das ist ja auch wichtig im Unterschied zur KI.

00:28:19: Also ich arbeite zum Beispiel sehr intensiv mit Chatchi Pity.

00:28:22: Gestern habe ich sehr intensif mich selber beraten über Chatcha Pity, das ist für mich schon als wenn der mit mir spricht.

00:28:29: Ich hab eine Beziehung dazu aufgebaut Das ja auch kritisch zu betrachten Dass sich Menschen in ihre KI oder einen Avatar verlieben.

00:28:37: Aber genau dann ist eben Der Unterschied zum echten Menschen ihnen anzufassen Zu riechen Bei euch am Tisch zu sitzen Ja Mit euch am Frühstück zu sitzen ist ja auch noch mal anders, das heißt ich kann da endlich mal ankommen vielleicht.

00:28:53: Endlich sitzt da jemand lächelt mich an und guckt und hört mir zu.

00:28:57: also ich denke dass es ganz wichtig im Moment diese Räume auch zu bieten.

00:29:07: Ja schön dann lass uns die Beziehung aufrecht halten.

00:29:13: über diesen Podcast auch wenn's nur über ein Bildschirm ist nicht ganz klein für mich aber doch halt doch nicht kochen.

00:29:22: Wir haben es ja immer wieder live gesehen, das habe ich auch sehr geschätzt und dann freue ich mich doch auf nächste Woche!

00:29:32: Tatsächlich hat sich dieser Rotmilan wieder da... Ich hatte letztens Besuch oder wir hatten hier Besuch und während des Gesprächs tauchte der Rotmilan im Gespräch nicht auf, aber danach dann sagte unser Gast.

00:29:45: Ich habe die ganze Zeit den Rotmulan aus dem Küchenfenster heraus gesehen und ich sehe ihn jetzt auch wieder so.

00:29:50: ein schönes Anfang und ein schönnes Endbild für mich.

00:29:55: Das ist auch etwas diese Beziehung zu diesem Vogel oder zu Beginn.

00:29:59: Für ihn bin ich wohl nicht wichtig, aber er ist für mich wichtig.

00:30:04: Und wie groß siehst du diesen Vogel?

00:30:06: Der ist zwanzig Meter höchstens weg.

00:30:10: Ich wohne ja auch oben.

00:30:12: Also in den Lüften bin ich schon.

00:30:16: Und bei uns fliegt er wirklich am Fenster vorbei, also dann sieht man auch die Größe und auch die schönen Federn?

00:30:25: Genau!

00:30:25: Ich erinnere, dass ihr auch viele dort fliegen habt.

00:30:29: Schön David, danke für das Gespräch.

00:30:31: Ich gehe jetzt Leser-Post beantworten.

00:30:35: Ich arbeite.

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