Provokation: Ein Weckruf für das Lernen

Shownotes

Gib uns ein Feedback: info@blackbox-lernen.com

Folge uns auf Instagram und hinterlasse dort deine Nachricht: https://www.instagram.com/blackbox_lernen/

LinkedIn Barbara

LinkedIn David

Die Folge beginnt mit einer gespielten Provokation zwischen David und Barbara, die sofort das Spannungsfeld zwischen persönlicher Befindlichkeit und professionellem Austausch verdeutlicht. Sie erörtern, dass Provokation im Kern dazu dient, etwas hervorzukitzeln oder wachzumachen, was sonst im Alltagstrott verborgen bliebe. Barbara beschreibt drei Aspekte der Provokation: jemanden triggern, Gewohnheiten infrage stellen und zum Andersdenken anregen. David reflektiert kritisch über seine Vergangenheit, in der er Provokation oft als zu harte Abkürzung nutzte, und betont heute die Wichtigkeit der Tragfähigkeit einer Beziehung. Nur wenn das Vertrauen gross genug ist – wie bei langjährigen Freunden oder in einer stabilen Lehrer-Schüler-Beziehung –, kann eine Provokation liebevoll und entwicklungsfördernd wirken. Es werden konkrete Techniken vorgestellt, wie die Robotertechnik im Judo, bei der die Lehrperson Anweisungen absichtlich falsch ausführt, um Schüler zur Präzision zu zwingen. Barbara berichtet von ihren Methoden, das Setting ständig zu verändern, Kleidung bewusst als Irritation einzusetzen oder auf Fragen überraschend mit einem Nein zu antworten, um die Wachsamkeit zu erhöhen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Verhalten der Lernenden. Provokationen von Schülern werden oft als Test der Lehrerpersönlichkeit oder als Ausdruck unbefriedigter Bedürfnisse nach Anerkennung, Zugehörigkeit oder schlichter Langeweile analysiert. Abschliessend erläutern die beiden, dass Necken ein wichtiges kulturelles und pädagogisches Element ist, das jedoch Fingerspitzengefühl und eine klare Absicht erfordert. Die Episode schliesst mit der Erkenntnis, dass eine gut gesetzte Provokation ein wertvoller Moment der Wahrheit sein kann, sofern sie in eine wertschätzende Beziehungsgestaltung eingebettet ist.

Transkript anzeigen

00:00:01: David, ich habe keinen Bock mehr.

00:00:03: Ich muss immer einmal die Woche so früh aufstehen und mit dir diese hochgeistigen Gespräche führen.

00:00:08: Mich nervt das!

00:00:10: Ich bin dem auch nicht gewachsen oder du dem nicht... Ich hab auf jeden Fall keine Lust mehr.

00:00:14: Mir ist es auch zu früh.

00:00:16: Ich musste mir einen Wecker stellen dafür dass ich mit dir reden kann und ich habe keine Lust meer weißt Du?

00:00:24: Das geht mir sogar ähnlich.

00:00:25: Weißt Du was?

00:00:26: Ich habe sogar dein Bild abgeschaltet damit dich das nicht sehen muss weil Ja, dein Internet ist schon eine Provokation für mich.

00:00:34: Das geht es schon ein bisschen hart weil ja heute ist es ein bisschen sehr mühsam und ich muss da zehn Minuten auf dich warten.

00:00:42: und ja darum habe ich gedacht schaut man das Bild ab damit die Qualität besser wird.

00:00:48: Weißt du was?

00:00:48: Ich schalte das Bild jetzt auch ab!

00:00:50: Ich musst Dich doch nicht angucken wenn Du mich nicht anguckst.

00:00:54: Da sind doch Rahmenbedingungen, da können doch keiner mehr erquicken mit einem anderen ins Gespräch gehen.

00:00:59: Und wenn du jetzt schon... Ja,

00:01:01: eben.

00:01:02: Jetzt reden wir uns auch rein wegen des Internets.

00:01:05: Das Thema heute ist ja Provokation und das... Was hast du

00:01:07: gesagt?

00:01:09: Das ist dir scheinbar sehr gelungen, ja.

00:01:12: Die Provokations.

00:01:13: Also mich provozierst du nicht.

00:01:16: Also

00:01:16: du hast nicht kennengen, wenn man die jeden zwei oder fünf Liebe gemacht hat.

00:01:19: Nein gar nichts!

00:01:25: Ohne Bild ist es tatsächlich schräg.

00:01:26: Also ich schalte mir dein Bild hinein, mal schauen ob die Leitung hält.

00:01:31: ja wir können ein bisschen auflösen.

00:01:33: Ja also Internetproblem ist real Die Provokationen streiten natürlich nicht so... Jetzt hast du wirklich abgeschaltet?

00:01:41: Ich kann nicht mehr dazuschalten!

00:01:42: Ich hab' nicht abgeschallt jetzt!

00:01:45: Jetzt reicht's aber auch langsam.

00:01:46: Wir müssen uns ja jetzt nicht wirklich provozieren, wir können nur so tun als Platz.

00:01:52: Ja, haben wir eine Provokations-.

00:01:55: Wir haben heute eine Zeitversetzung, also liebe Hörerinnen und Hörern.

00:02:00: Ich habe tatsächlich ein neues Internet.

00:02:02: Also es ist nicht neu alt aber das alte hab ich abgestellt und jetzt arbeite ich mit einem anderen und da gibt's ne Zeitversetzung.

00:02:10: Genau

00:02:11: Jetzt ist das Wort erst beim David angekommen.

00:02:14: Sprich

00:02:18: Ja provozieren ja du provozierst gern?

00:02:23: Ich habe mich gelernt zurückzuhalten mit provoziern.

00:02:28: Wir haben ja beide nachgeschaut, Wortstamm.

00:02:31: Du lachst?

00:02:31: Warum lachest du?

00:02:32: Das provoziert mich jetzt!

00:02:34: Ich provoziere gerne aber wenn man mich provozieren will das ist überhaupt nicht gut.

00:02:43: Also es macht auch deutlich dass es verschiedene Kategorien oder Arten von Provokationen gibt.

00:02:51: Interessant ist ja eben das Wort.

00:02:54: der Wort und Wortstammen ist hervorrufen also etwas hervor kitzeln oder etwas zu Tage bringen.

00:03:02: Das ist ja schon noch interessant, das hat sich ein bisschen gewandelt.

00:03:06: Provozieren hat ja schon einen sehr negativen Touch, auch wenn man sich mit dem Wort weiter beschäftigt – das finde ich fast ein bisschen schade!

00:03:14: Ja also... Ich habe viel provoziert früher und für mich ist provozieren so eine Abkürzung.

00:03:24: aber ich habe einfach gemerkt diese Abkörzung hat einen hohen Preis Man macht halt schon ein bisschen, ja auch Beziehungen kann man kaputt machen oder Beziehungsarbeit.

00:03:35: Auch im beruflichen Kontext, wenn man zu viel provoziert oder einen falschen Moment provozierte.

00:03:45: Hörst du mir überhaupt Zubau?

00:03:46: Na klar!

00:03:48: Du hast irgendwas von provozieren erzählt.

00:03:52: Ja, was kann, was kaputtmachen?

00:03:55: die Beziehungsschäden.

00:03:56: Die Zuhöre wüssten, Da habe ich das Gefühl, die räumt weiter ihre Wohnung aufwährend ich im Reden bin.

00:04:03: Das gibt es ja auch nicht!

00:04:05: Ich denke dass provozieren sehr stark mit Triggern zu tun hat also dieses wo möchte ich jemanden triggern?

00:04:11: oder dich?

00:04:12: Du triggerst mich gerade indem du jetzt sagst ich hätte womöglich auch noch aufgeräumt.

00:04:17: nein und ich hab meine Wohnung jetzt gerade nicht auf geräumte ich habe nur das Stromkabel gewechselt Und eine Prorokation kann ja wirklich auch jemanden verletzen oder abwerten.

00:04:26: Bei uns geht das gut, glaube ich weil wir Lust haben damit zu spielen und das ist so.

00:04:30: die finde ich.

00:04:32: der andere Aspekt von provozieren jemandem aufzuwecken nochmal irgendwie eine Gewohnheit in Frage zu stellen oder ein Muster hochzurufen oder wachzumachen also aufzubrechen.

00:04:46: Und der dritte Aspekt ist, ich will auch etwas anregen.

00:04:49: Also ich will zum Andersdenken oder zu einer neuen Einstellung oder Überzeugung beitragen.

00:04:56: Ja in meinem Kontext kann ich relativ schnell provozieren also das ist halt so... ja und ich habe es gemacht, also Lehrpersonen kann ich z.B.

00:05:10: extrem schnell provotieren indem ich sage du schwierige Schüler?

00:05:15: Das gibt's gar nicht!

00:05:17: Du bist das Problem.

00:05:20: Das habe ich schon.

00:05:21: Wenn eine Leihperson in meinen Augen frech zu mir war, auch vielleicht ein bisschen ungewollt, dann bringe ich so ne kleine Bombe und dann geht es los.

00:05:33: Vor allem wenn quasi der Chef den Vorsitz des Schulleiter so etwas einer Lehrerin sagt... hatte ich schon noch Diskussion und das wollte ich ja auch, also ich habe es nachbewusst eingesetzt.

00:05:51: Aber eben ja so ein paar Jahre, zwei Jahrzehnte früher da hab' ich wie zu viel provoziert.

00:05:58: Ich war irgendwie zu faul für den langen Weg, sag' ich mal... Da wollte ich wirklich schneller mit den Leuten ins Ziel kommen, dass sie ja auch verstehen was ich meine, dass sich ändern.

00:06:11: Man reicht ja viel in kurzer Zeit mit Provokationen, aber ich finde eben der Preis ist ein bisschen hoch.

00:06:22: Ja, der Preis kann hoch sein weil die Beziehung kaputt gehen kann und sie muss aber nicht kaputtgehen, weil die Provokierung kann ja auch liebevoll sein also die tiefe Absicht jemandem zum Wach machen, Muster brechen, Musta wahrnehmen aufzurütteln.

00:06:38: Aber trotzdem in einer hohen Fürsorgequalität.

00:06:42: das ist das was für mich in Lernkontexte gehört.

00:06:44: also ich will nicht provozieren weil ich Bock habe heute ein bisschen stumm zu machen sondern Ich überlege ja bewusst warum mache ich das an welcher Stelle?

00:06:54: und dann kann ich auch im Ausgleich sehr viel liebevolles Senden.

00:06:59: Also ich kann ja trotzdem darauf achten, durch Augenkontakt, durch Beziehungsgestaltung eben dass die Beziehung nicht kaputt geht sondern sogar noch besser wird.

00:07:08: vielleicht so ein bisschen was sich neckt das liebt sich oder wie heißt es?

00:07:14: Wer sich liebt das neckt sich.

00:07:16: also dieses Necken diese Spielen Das kann ich auch im Leer-Kontext machen.

00:07:28: Also die Zeitverzögerung Ja, ja.

00:07:32: Also David Reusmatzig – die Zeitverzögerung durch das Internet heute ist vielleicht für manche eine Provokation?

00:07:39: Ich finde es wieder auch eine Herausforderung.

00:07:43: Wie gehen wir mit solchen Dingen um?

00:07:45: Lassen wir uns davon provozieren oder nutzen wir sie als Spiel?

00:07:49: Fertig gefressen?

00:07:50: Ja,

00:07:50: danke dass du meine mentale Verzögarung heute als Zeitverzergerung des Internets beschreibst.

00:07:57: Das ist auch lieb von dir!

00:08:00: Ja.

00:08:02: Ich bin auch mental heute nicht auf der Höhe, deswegen finde ich... Das hab' ich

00:08:06: nicht gesagt!

00:08:07: Wie fühl mich das?

00:08:13: Und scheinlich kommt es sich drüber aber okay.

00:08:17: Schön.

00:08:18: Heute ist das eine Folge wo wir dem Freche-Bildungspodcast mal ein bisschen auf die Spur kommen.

00:08:26: Also für mich ist eine der liebsten Provokationen im Unterricht und im Lernen etwas ernsthaft falsch zu machen, also auch mit einem schlechten Beispiel zu agieren.

00:08:38: Das finde ich total gut!

00:08:41: Also gerade wenn es um Verhalten geht dann zeige ich das Verhalten was gewünscht wird so schlecht wie möglich Führung zum Beispiel oder in der Begleitung von Kunden oder Patienten dass man es ernsthaft überzeugt ganz schlecht macht und dann ist es ja eine richtig dicke Irritation.

00:09:03: Ich denke, es ist auch von der Tragfähigkeit abhängig.

00:09:08: Wenn ich mit meinen ältesten Kumpelsfreunden zusammen bin dann ist der Ton schon rauer wie früher also als wir noch Jugendliche waren in den Trainingslagern umherzogen und wenn wir uns wieder treffen können schon Sachen sagen, dass das würde fast zu Entlassungen führen.

00:09:34: Wenn ich das im normalen beruflichen Kontext sagen würde und es ist tragfähig.

00:09:41: Es stimmt wie können seit über vierzig Jahre und auch aus früher aus schwierigen Situationen in Trainingslagern.

00:09:52: Und da merkt man schon, also es ist wirklich das Vertrauen da, dass es hält.

00:09:57: Also da kann man provozieren und es hält.

00:10:01: Und da denke ich eben, diese Tragfähigkeit einer Beziehung ist wichtig, ob man provozieren soll und kann und wie stark.

00:10:15: Im beruflichen Kontext ist das für mich auch abhängig vom Alter.

00:10:20: Provozieren hat ja oft etwas mit Zynismus zu tun oder Ironie.

00:10:28: Kinder bis sieben, acht, neun Jahren verstehen das halt noch nicht kognitiv.

00:10:35: Ein paar schon aber viele noch nicht.

00:10:37: und ja darum... Ich persönlich liebe auch die Arbeit mit Jugendlichen weil diese sind dann wirklich kognitive.

00:10:43: schon so weit und da kann man dann bewusst provozieren liebevoll und Sie merken es und dann lächeln Sie auch ähnlich wie du jetzt also hinter dem Mikrofon.

00:10:53: heute ist wirklich ein bisschen lustig.

00:10:58: Komm muss man aber auch aushalten, das finde ich daneben auch schön.

00:11:02: Die provozieren zurück.

00:11:05: Das wollte ich gerade sagen die Schüler provozierend ja auch oder die Teilnehmer.

00:11:09: Aber aus einer ganz anderen Haltung heraus.

00:11:13: was denkst du?

00:11:14: warum provoziert Schülern?

00:11:15: Was bei denen los dass sie das tun?

00:11:18: Oh die wollen mal die Persönlichkeit testen und schauen treffe ich einen Träger springt der Lehrer, die Lehrerin jetzt an die Decke wenn ich da... Also hey also schon sehr lange her.

00:11:32: ein Kollege hat mir mal erzählt in der Berufsschule.

00:11:35: Das nenne ich wirklich eine Provokation.

00:11:38: er kommt zu rein im Klassenzimmer in den Berufsschuhen.

00:11:42: das sind dann so Volljährige, also brauche siebzehn acht zehn neunzehn.

00:11:48: Dann steht sich vorhin hin hebt ihr Oberteil zeigt ihre Brüste Geht wieder runter und schaut ihn an.

00:11:58: Cool!

00:12:02: Ja.

00:12:03: Und er ist ein super gelassener Typ, dann sagt er so okay bittet ihm jetzt Platz und macht weiter

00:12:11: ja

00:12:14: also die einzig gute Reaktion meiner Meinung nach

00:12:20: Alles andere darf er nicht machen, dann kriegt der wahrscheinlich Ärger.

00:12:24: Das ist sicherlich eine bewusst gesetzte Provokation.

00:12:27: Ich kann mir aber auch vorstellen dass Schüler und Teilnehmer provozieren weil ihnen was fehlt.

00:12:33: also sie haben ein unbefriedigtes Bedürfnis den fehlt vielleicht Aufmerksamkeit Zugehörigkeit oder den fehlt Anerkennung die sind frustriert unsicher Oder ja, das ist auch so ein Schwimmfahrt.

00:12:46: Also in schwimmender Übergang denke ich zwischen Ironie irritieren wollen und Provokationen.

00:12:52: Das fließt zu ineinander über aber es kann ja wirklich sein dass sie das machen weil sie keinen anderen Weg zur Zeit haben etwas auszudrücken was ihnen zum Beispiel fehlt.

00:13:02: Was du eben erzählt hast als Beispiel ist denke ich die Freude etwas auszuprobieren und Grenzen auszutesten.

00:13:12: Du

00:13:12: denkst jetzt daran, die ein eher Jugendliche nicht eine Erwachsene.

00:13:17: Also ich kann mich... Ich recherchiere die ganze Zeit so innerlich im Kopf ob ich das in den letzten Jahren erlebt habe dass Teilnehmer mich provozieren wollen, dass sie das bewusst machen.

00:13:27: mir kommt kein Beispiel weil die sagen dann eher... Schade!

00:13:32: Was?

00:13:34: Ich hab's besucht auf meine bescheidene schüchterne Art.

00:13:39: da war sich die

00:13:40: kleine Teefache schon

00:13:42: gekommen.

00:13:44: Schüchternheit nehme ich nicht so wahr.

00:13:46: Ich kann mir kaum vorstellen, dass man schüchternd ist wobei ich das auch bin.

00:13:50: Nein es ist dann eher, dass die Menschen sagen, das gefällt mich nicht damit kann ich nichts anfangen oder ich fühle mich unwohl.

00:13:56: also das liegt glaube ich auch am Wesen des Erwachsenenseins im Training, dass sie das wohl sortiert kommunizieren können.

00:14:04: Aber ich denke so Pubertät, da hat man ja einfach auch Lust zu provozieren alleine durch ein dickes Piercing im Gesicht oder ein Tattoo oder die Kleidung oder den Slengen der verwendet wird das soll doch provoziert.

00:14:18: Ja wir haben ja auch Streiche

00:14:19: gehabt.

00:14:21: Bitte?

00:14:22: Herrlich wie wir uns... Und ein

00:14:23: anderer Aspekt ist er auch.

00:14:26: Spricht endlich!

00:14:29: Ein anderes Aspekt bei Jugendlichen.

00:14:32: Ich glaube, es ist einfach langweilig.

00:14:34: Wenn die sich langweilen, dann wollen sie oder dann provozieren Sie damit ein bisschen Action gibt?

00:14:39: Ja!

00:14:40: Das machen ja auch die Kleinen nicht verbal, sondern sie provozierend mit seinem Seitenhieb provoziert in den Nachbau, damit's ein bisschen mehr Action gibt in der Bude.

00:14:53: Weil gewisse Unterrichtssequenzen sind halt ruhig um Monoton wenn die still Arbeit machen so und am Arbeitsblatt Und dann habe ich jetzt keine Lust, dann drücke ich ein paar Knöpfe nebenan und dann pengen.

00:15:08: Dann wird es lustig wenn der Adhsler wieder aufspringt und den Gummi werft und alles... Ja ja also

00:15:16: das

00:15:16: ist glaube ich ganz simpel lange Reile.

00:15:20: Also wir hatten einen Lehrer.

00:15:21: Das ist aber jetzt wirklich.

00:15:23: Ich kann gar nicht zählen wieviel Jahre her Achtundfünfzig Jahre her oder sowas?

00:15:29: Nee, achtenvierzig.

00:15:31: Aber ich hätte

00:15:31: siebzig

00:15:31: gesagt.

00:15:32: Pubertätvolle Kanne werden ein ganz langweiligen Lehrer.

00:15:36: und wir also das ist jetzt kein Streich mehr sondern das war... Wir haben komplett die Grenze ausgetestet!

00:15:42: Wir haben uns der Reihe nachgemeldet ob wir mal kurz zur Toilette können und dann war am Schluss fast der ganze Klassenraum leer weil wir alle draußen waren ja.

00:15:53: Und sind nicht wieder reingekommen als Fahnen.

00:15:55: Genial!

00:15:56: Das war so wirklich der Versuch diesen Lehrer zu reizen, ihn aus einer Lethargie herauszubringen.

00:16:02: Ja das...das war eine der schlimmsten Provokationen die wir gemacht haben.

00:16:08: Und?

00:16:09: Da saß nur noch die Streber am Schluss.

00:16:11: Ich weiß das aus ich weiß nicht mehr wie es ausgegangen ist.

00:16:15: Okay

00:16:16: also funktioniert

00:16:18: explodiert oder

00:16:19: bitte?

00:16:20: ja

00:16:21: ich habe die Zeitversetzung.

00:16:26: Hat er reagiert?

00:16:26: Ist der explodiert oder...

00:16:29: Ich sag doch gerade, ich weiß nicht wie es ausgegangen ist und das ist auch das Schuljahr was ich wiederholt habe.

00:16:34: Da war mir einiges ziemlich egal.

00:16:37: Aber ging es zu Hause auch nicht so einfach.

00:16:39: Und ich brauchte diese Action.

00:16:41: Ich brauchte die Intensität in der Schule dass sich mich da bewegen kann mit meiner Provokationsfreude oder mit meiner Lust etwas zu verändern.

00:16:55: Ja, eben.

00:16:56: Es ist verständlich.

00:16:57: Hast du mich gehört?

00:16:59: Nein ich weiß gar

00:17:00: nicht.

00:17:04: Du hast einen

00:17:04: Schuljahr drei Jahre lang wiederholt.

00:17:07: Nein einmal nur!

00:17:11: Ich habe es nur einmal wiederhult die siebte Klasse.

00:17:15: Wenn ich mich jetzt zurückversetze... Ich hatte kein anderes Interesse außer Kontakt, Provokation, Kreativität, Lebendigkeit.

00:17:25: Ich hatte wenig Interesse am Inhalt der Stunden aber wir hatten auch teilweise grotten schlechte Lehre.

00:17:32: ich könnte die alle namentlich jetzt hier noch nennen Aber das bringt auch nichts.

00:17:37: Grotten schlecht im Sinn von langweilig

00:17:40: Einfach nur langweillig.

00:17:42: Ja

00:17:45: Schade Da möchte ich wirklich eine positive Lanze brechen, das hat sich stark verbessert.

00:17:53: Also da muss ich wirklich sagen es geben sich wirklich viele Lehrerinnen und Lehren Mühe einen ansprechenden und angereicheten Unterricht anzubieten.

00:18:05: Ja, das ist schön!

00:18:06: Das hat sich verbessert.

00:18:09: Aber lass uns doch noch mal gucken, David.

00:18:11: Wo können wir die Provokation sinnvoll einsetzen um Lernziele besser zu erreichen?

00:18:15: Um Lebendigkeit zu fördern?

00:18:17: Umdenken aufbrechen von Einstellungen und Mustern.

00:18:22: Was machst du da so wenn Du sagst Du provozierst gerne

00:18:28: Ähnlich wie Du etwas früher im Sportunterricht etwas falsch vorzeigen oder auch ihre Fehler bewusst übertreiben dass sie auch lachen, dann lachen Sie ja über mich wie ich das falsch gemacht habe.

00:18:47: Da hole ich nicht jemanden hervor wo ich weiß, dass es klappt nie und stelle jemandem bloßes mache ich wirklich nie sondern mache ich's lieber selber und zeige es falsch vor.

00:19:00: Und dann frage ich halt ja müssen wir so machen oder hab' ich so vor gezeigt?

00:19:05: Dann sagen nein, nein.

00:19:06: und dann machen sie es richtig.

00:19:09: Ich denke jetzt eher an die kleineren Kinder, bis zehn.

00:19:13: Die springen noch positiv darauf auf wenn ich ein bisschen den Hampelmann mache und eben so das Falsch zeige oder ganz... Ja, das könnte ich auch mal wieder machen.

00:19:25: Ich nenne das die Roboteutechnik quasi.

00:19:31: Sie müssen sich... ja, ich bezieße es jetzt auf die Judo-Unterricht Sie kennen einen Wurf.

00:19:41: und dann müssen sie mir erklären, was ich jetzt machen muss.

00:19:45: Und da mache ich wie ein Roboter der jetzt Befehle bekommt, mach' ich ihre

00:19:49: Ausführung.".

00:19:51: Und ja Kinder sind noch nicht gewohnt halt exakte Anweisungen zu geben.

00:19:56: Und dann sagen sie Ja, Arm hoch!

00:20:00: Da mache ich natürlich ganz bewusst den anderen Arm einfach irgendwie falsch hoch.

00:20:08: Und dann, nein nicht so!

00:20:10: Den anderen Arm.

00:20:11: Dann kommen wir ihm ein bisschen näher wie jetzt diese Technik gemacht werden muss.

00:20:17: Das kann ja auch ein Sprung sein im Tourenunterricht oder sonst wo und das ist sehr lustvoll.

00:20:25: Ich bin auch überzeugt dass es auch sehr gut hängen bleibt.

00:20:29: also ich... das ist wirklich eine ganz sanfte Provokation.

00:20:36: extra falschen Ausführungen.

00:20:39: Ja, sehr

00:20:39: schön!

00:20:40: Und das... ja ich bin da überzeugt es bleibt länger hängen aus Nurime vorzeigen und nein nicht so mach's so und

00:20:50: ja.

00:20:50: Das ist schön.

00:20:51: Schönes Beispiel.

00:20:51: Ich provoziere zum Beispiel durch diese Eingangskontrolle um dass man das ich vorne warte Und jeder muss ein Zettel unterschreiben oder auch das, was wir hier schon besprochen haben.

00:21:02: Dass ich gerade bei großen Veranstaltungen sage die Frauen bitte auf diese Seite und die Männer auf die oder eben erste Reihe zweite Reihe Das sind Provokationen wo ich wirklich bewussten Muster brechen möchte wenn ich tiefer im Training bin so zwei Tage Führungskräftetraining zum Beispiel dass ich die Pausenzeiten falsch angebe.

00:21:23: Oder sagen wir natürlich arbeiten wir heute Abend bis zwanzig Uhr Wir machen erst um gegen Mittag eine Pause und so etwas.

00:21:31: Oder ich provoziere, indem ich ständig wieder das Setting ändere also die Pin-Bahn woanders hinschiebe den Flip-Shot dass ich sage kommen wir bitte mal die Richtung wechseln das ihr hier her guckt.

00:21:42: Und ja das ist so ein... Also ich habe Lust es immer wieder durcheinander zu schütteln damit sie auch wach werden oder wach bleiben.

00:21:51: Das ist mir wichtig Ja?

00:21:53: Das sind so klassische... Ich denke auch, dass ich durch meine Kleidung provoziere weil ich ja gerne diese Anzüge zum Beispiel an habe.

00:22:00: Weil das ist für mich der Pünstler-Atelieranzug.

00:22:04: aber das provoziert auch, wenn ich dann wieder ruhiger werden will gehe ich mich auch zwischendurch umziehen und ziehe Kleid an unter die Motto alles in Ordnung!

00:22:16: Aber diese Frage auch, das finde ich für Führungskräfte wichtig.

00:22:20: Wo sind die in Ihren Mustern?

00:22:22: Und wo fangen Sie an, das Muster zu verlassen?

00:22:24: und da ist die Irritation mit dem Übergang zur Provokation meiner Meinung nach eine ganz wertvolle Interventionsmöglichkeit.

00:22:35: Wow!

00:22:35: Das genügt schon Flipchart jedes Mal ein bisschen anders zu positionieren.

00:22:39: Genügt das

00:22:40: schon?!

00:22:41: Ja, also ich mache das der nächste Leben.

00:22:43: Ich räume das ständig herum und unter die... Also an einen Moment könnt ihr immer zur Seite gehen.

00:22:47: Also zu mich auch einfach dieser Spiel mit der Wiederholung zum Beispiel?

00:22:52: Das ist dann sowas wie eine Marotte oder ein Tick.

00:22:55: Oder ich kündige etwas an Und dann mache ich das nicht sofort, weil ich eben nochmal hin und her räume.

00:23:00: Dann sind die in Erwachsamkeit.

00:23:02: Wann geht das los?

00:23:03: Was kommt

00:23:04: jetzt?".

00:23:05: Ich nehme mir noch mal gedankliche Zeit um mit so einem besonderen Moment auch zu starten.

00:23:10: Alleine das also etwas anzukündigen und es nichts zu tun ist ja schon wieder eine Provokation.

00:23:15: oder wenn jemand sagt, Barbara, darf ich eine Frage stellen?

00:23:19: Dann sage ich nein.

00:23:22: Meistens Erwachsener muss mich nicht fragen ob er mich was fragen darf.

00:23:27: Das sind natürlich auch kleine Provokationen.

00:23:29: Ich möchte mal sagen, das ist dieses netten und liebevolle Sticheln und ein bisschen herumspielen und ausprobieren.

00:23:36: Natürlich darf der dann fragen also ich mache dass dann Wett durchs Gesicht und die Art und Weise wie ich ihn angucke ja?

00:23:43: Ja, ich habe bewusst mit deiner Wäsche alleine im Januar habe Merz war das.

00:23:51: Habe ich ja bewusst provoziert, so ein Judo-Kurs, habe ich einfach quer durch den Raum.

00:23:56: Es hat so zwei Säulen im Raum und es war super!

00:23:59: Und dann hab' ich auch bewusst zwar auf Kopfhöhe die Wäsche alleine gezogen... ...und die Störte, die war halt immer im Weg!

00:24:08: Ja!

00:24:09: Da hab' schon mal gefragt, und wer nervt sich jetzt ab dieser Wäschelleinung?

00:24:13: Dann haben wir schon ein paar aufgestreckt, also es war... Und eben als du mich, ich wollte da bei dir das allererste Mal.

00:24:22: Ja, ich dachte ja, ich sitze mal nach vorne und du sagst, nein, nein!

00:24:27: Du musst jetzt noch hinten sitzen, du bist ein Mann.

00:24:30: Die Frauen sitzen vor und die Männer hinten und umgekehrt.

00:24:34: Ich habe die immer

00:24:34: noch vorne gesehen.

00:24:35: Habe ich den schon einmal schnell gemerkt?

00:24:36: Ah okay, das war so ein Spiel.

00:24:39: Das ist ein Spiel Und das ist auch genau wie beim Humor.

00:24:43: Humor kann ja auch bösartig sein und liebevoll, ich kann im Humor jemanden erhöhen oder erniedrigen sozusagen und das denke ich mit der Provokation auch.

00:24:53: Wobei ich auch durch bestimmte Dinge am Anfang schon mal aussortiere.

00:24:57: also wer in meinen Workshop geht weiß es ist ungewöhnlich und dann kann er sich kurz nochmal überlegen ob er wirklich Richtig ist dort, weil dann kann man immer noch gehen.

00:25:07: Ja ansonsten ist es wirklich wach machen spielen irritieren und dahinter steckt ja auch.

00:25:14: Kann hier auch eine Botschaft stecken?

00:25:15: Ja

00:25:19: Aber es tut mir leider.

00:25:21: aber ich habe gemerkt wir nehmen gar nicht auf.

00:25:24: Ja das kann gut sein dann wiederholen wir das einfach nochmal.

00:25:28: Aber mach nichts, David.

00:25:29: Ich nehme sowieso immer alles auf, transkribiere das und dann werde ich einiges gegen dich verwenden.

00:25:35: später noch mal.

00:25:38: Ja?

00:25:39: Okay... Ich würde jetzt auch gerne was anderes tun.

00:25:41: Ich wollte noch einen Schrank aufbauen und ich bin ja auch am Buch schreiben!

00:25:46: Jaja man muss aufpassen!

00:25:48: Ich sehe ja den roten Knopf von daher weiß ich dass wir aufnehmen.

00:25:54: Ja, es ist ein Necken und das finde ich einen ganz wichtigen Aspekt.

00:25:57: Das ist so'n altes Wort necken jemanden zu necken gucken.

00:26:01: was ist da möglich?

00:26:02: Das ist natürlich auch kulturellen Thema.

00:26:05: Es gibt Gegenden dann macht man das mehr.

00:26:07: auch der Humor ist irgendwie wacher Der andere ist eher ein bisschen ruhiger.

00:26:13: Da muss auch aufpassen.

00:26:14: man darf bestimmte settings meiner Meinung nach nicht provozieren Oder man muss mit der Reaktion leben, dass man abgelehnt wird oder dass die Menschen sich gegen einen lehnen.

00:26:24: Dass man einen schlechten Feedbackbogen bekommt.

00:26:29: Ich finde diese Folge übrigens total schön.

00:26:32: Bin gespannt wie sich das hinterher anhört?

00:26:36: Ja ich bin nachgespannt!

00:26:37: Es hat leider so kleine Aussätze aber in dem Internet klappt es wirklich noch nicht ganz bei dir.

00:26:42: Aber ja ich hoffe das bessert sich dann.

00:26:46: Das war jetzt keine Provokation.

00:26:48: Ich ruf mal in Amerika an und lass das in Ordnung bringen.

00:26:53: Wir können doch auch einzig

00:26:53: zum Ende kommen?

00:26:57: Ja, denke ich auch ja.

00:27:00: Aha du hast genug von mir.

00:27:01: Ah ok jetzt habe ich es bestanden kein Problem.

00:27:07: Also soll ich alleine Tschüss sagen oder...

00:27:10: Tschüss!

00:27:11: Nein, tschüss.

00:27:12: ich freue mich muss auch wieder Leserprost beantworten.

00:27:15: Tschüss

00:27:18: also mach's gut

00:27:20: tschüß.

00:27:26: Ich sag nochmal.

00:27:27: Siehst du?

00:27:28: Es nimmt noch auf!

00:27:29: Jetzt hab ich nicht gedrückt, oh mein Gott...

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.