Wege zu einer lebendigen Präsentationskultur
Shownotes
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David und Barbara diskutieren das Handwerk der Präsentationstechnik und warum PowerPoint oft mehr schadet als nützt, wenn es falsch eingesetzt wird. Ein zentraler Kritikpunkt ist die Unwissenheit über die Wirkung des Mediums: Viele Sprecher lesen lediglich ihre Folien ab und machen sich damit als Redner überflüssig. Barbara schildert ihr persönliches Schlüsselerlebnis zu Beginn ihrer Dozententätigkeit, als sie ohne Hilfsmittel ein Thema aufbereiten musste und dabei lernte, wie viel kraftvoller die freie Rede ohne Folien ist. Es werden praktische Tipps geteilt, um die Präsentation lebendiger zu gestalten, wie etwa der gezielte Einsatz von Blankofolien, um die Aufmerksamkeit zurück auf den Menschen zu lenken. Zudem geht es um die Psychologie der Wahrnehmung: Da die Aufmerksamkeit natürlicherweise dem Hellen folgt, ist weisse Schrift auf dunklem Grund oft lesbarer und angenehmer für das Publikum. Auch der Einsatz von Moderationskarten wird besprochen, wobei professionelle Fernsehmoderatoren dunkle Karten bevorzugen, um die Zuschauer nicht durch helle Flächen abzulenken. Besonderes Augenmerk liegt auf der affektiven Ebene des Lernens: Es geht darum, Sorgen zu nehmen und Mut zu machen, statt nur Informationen abzuladen. Die Episode ist ein Plädoyer für mehr Mut zum Handwerk und für eine Präsentationskunst, die Menschen wirklich berührt.
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00:00:01: Guten Morgen David.
00:00:02: Guten Morgen Barbara!
00:00:03: Also ich habe eine Frage, also ich hörte etwas... man trug mir etwas zu und zwar die Frage ob Lehrer und Lehrerinnen Powerpoint als Skript benutzen nicht ausschließlich als Präsentationsform sondern sie benutzen es als ihren Spickzettel, als ihren roten Faden quasi als Skrip.
00:00:23: Was ist da dran?
00:00:24: Ich komme ja bin ja nicht mehr in der Schule aber stimmt das wirklich?
00:00:28: Ja aber Barbara sag mal dass Das ist doch normal.
00:00:32: Ist das nicht normal?
00:00:34: Ich mache doch eine Powerpoint, damit ich dich nachher von der Wand ablesen kann!
00:00:38: Ja, ich meine gut, es gibt's im Bildungsbereich auch und es gibt es auch im unternehmerischen Kontext Weil man das so gewohnt ist, noch besser ist ja dass die Sekretärin in Anführungsstrichen mal eben die Präsentation vorbereitet und dann liest man sie ab.
00:00:54: daher auch der Begriff des betreuten Lesens.
00:00:57: Während man als Zuschauende die Folien lesen kann spricht noch jemand denselben Text dazu.
00:01:03: Aber ist es in der Schule nicht noch verbreiteter?
00:01:08: Weil Präsentation ist ja in der Schule sowieso nicht das, worin die Lehrer glänzen oder?
00:01:13: Ja es
00:01:14: herrscht einfach sehr viel Unwissenheit.
00:01:16: Also bei mir war's eigentlich genau gleich.
00:01:19: Ich hab mich dann einfach damit beschäftigt.
00:01:22: Ausnahmsweise habe ich mal gute Präszentationen gesehen meistens mehr online und da hab' ich mich gefragt was haben die jetzt anders gemacht.
00:01:31: und dann habe ich mich in das Thema reingekniet hab mich da ein paar gute Ted Talks angeschaut und dann habe ich gemerkt, das ist ein Handwerk.
00:01:43: Das muss man lernen!
00:01:48: Schlimmsten Mittel überhaupt erfunden wurde.
00:01:53: Es gibt ja nicht umsonst einen tollen Begriff Tod durch Powerpoint, dass man ganz schlimme Vorträge oder Präsentation mit Powerpoint vorbereitet.
00:02:05: Wir können ein paar Folien nachher beschreiben wie das aussieht und wahrscheinlich fühlen sich sehr viele ertappt so, aber das ist genau so wie ich sie mache.
00:02:20: Also Powerpoint ist für mich so etwas wie eine Krücke, wie Stützräder beim Fahrrad die man zu spät wieder abnimmt.
00:02:29: Sie helfen vielleicht ein kleines Stück beim Präsentieren lernen aber dann sollte man dieses Hilfsmittel ablegen es sei denn es handelt sich wirklich um um Content, der gemeinsam betrachtet werden möchte oder muss wo es darum geht zum Beispiel eine Excel-Tabelle in einem Team zusammen anzugucken.
00:02:50: Oder die Zahlen von etwas also bei einer Konstruktion das Abbild, wo alle drauf gucken können.
00:02:56: da ist es für mich sinnvoll.
00:02:57: oder wenn ich vielleicht einen Zusammenhang noch mal schildern möchte aber sehr viele Folien sind ja überflüssiges Beiwerk Alleine die Begrüßungsfolie.
00:03:10: Ist doch überflüssig, wenn ich daneben stehe oder nicht.
00:03:13: Herzlich willkommen!
00:03:16: Es ist wie das Herz auf dem Flip-Shirt.
00:03:19: Wenn man das nicht ausstrahlt, braucht man das gar nicht mehr zu sagen?
00:03:23: Ja,
00:03:24: aber ich habe wirklich Bock mit dir etwas anzuschauen weil du hast da auch extreme Erfahrungen und also du wahrscheinlich deutlich mehr wie ich Und dann nimmt mich das natürlich auch wunderbar, was du den anderen beibringst.
00:03:38: Wenn sie dich buchen, wenn Sie mit dir das anschauen wollen... Also darf ich mal beginnen mit meinem wichtigsten Punkt?
00:03:48: Nein!
00:03:49: Doch natürlich!
00:03:52: Wir haben uns ja für Präsentationstechnik entschieden oder Präszentationshilfsmittel allgemein und Da habe ich mal gemerkt, dass das allererste beginnt eigentlich vor dem Werkzeug.
00:04:08: Nämlich mit der Frage und die ist sehr zentral, da merkt man immer sofort... Die wurde leider nicht gestellt.
00:04:16: für wen präsentiere ich eigentlich?
00:04:21: Also für wen mache ich jetzt diese Folien?
00:04:24: Und wenn ich so eine Informationsanlass in einer Schule denke oder auch einen Elternabend, aber ich nehme mal den Informationsanlass weil da bin ich verantwortlich dafür.
00:04:35: Und da habe ich wirklich gemerkt also für wen präsentiere ich wenn ich die Folien volllade und quasi das ganze Schulsystem in dreißig Minuten mit sechzig Folien mit extrem viel Text erklären möchte dann mache ich die Präsentation für mich Und nicht für die Zuschauer und dann für die Eltern, die das erste Mal mit der Schule in Berührung kommen.
00:05:02: Also da mache ich quasi so eine Rechtfertigungspräsentation wie gut dass ich bin.
00:05:08: Gesundheit!
00:05:11: Das musste ich jetzt bringen.
00:05:13: Du hast das Mikrofon gekonnt, du hast geschaltet.
00:05:18: Ja, also gehört dir auch dazu, muss man auch überbrücken können... Ja, und eben also für wen präsentiere ich?
00:05:28: Das ist schon mal für mich die zentrale Frage.
00:05:30: Und die wird nicht beantwortet.
00:05:32: und es wird nach schlimmer.
00:05:33: Barbara wenn Ich an der pädagogischen Hochschule bin mit Professoren und Doktoren und dem Zeugster Die machen's noch schlimmer das ist noch schlimme so dann bringen die.
00:05:45: siehst du Das beginnt ja schon mal mit der Numerierung von Folien.
00:05:50: Ich weiß nicht, wie es dir geht aber wenn da steht Folie eins von hundert treizehn also dann bin ich eigentlich schon innerlich schon weg.
00:05:58: Dann will ich nur noch Reis ausnehmen und dann machen sie immer so schnell schnell weiter.
00:06:03: Sie überspringen dann gewisse Folie.
00:06:05: Ah das ist jetzt nicht so wichtig.
00:06:08: Und nun kommen sie auf eine Folie wo eine Studie gezeigt wird wo einfach extrem viel Text drauf ist.
00:06:14: Sie erzählen etwas leichtes, was anderes dazu als steht.
00:06:19: Das ist für mich furchtbar.
00:06:23: Was ist für dich die zentrale Frage der zentralen Punkt?
00:06:27: Wenn du quasi mit präsentieren
00:06:30: beginnst... Ich würde eine Präsentation immer so aufbereiten dass ich keinen Powerpoint brauche.
00:06:37: Achtung Mikrofon!
00:06:40: Ja, Barbara muss noch den Knopf drücken.
00:06:42: Dann hören wir sie wieder.
00:06:44: Denn farbigen Balken musst du drücken!
00:06:47: Richtig lustig.
00:06:49: Nee, nee oben ja jetzt.
00:06:52: Jetzt also?
00:06:53: Ich fange nochmal an.
00:06:54: Man sollte ohne PowerPoint denken und viele denken ja automatisch in Powerpoint.
00:07:00: Für mich gab es ein einschneidendes Erlebnis zu Beginn meiner dozentinen Tätigkeit, da habe ich daneben beruflich angefangen Seminare zu geben und damals haben wir noch mit Folien gearbeitet und ich hatte noch keine Vorbilder.
00:07:13: also habe ich einfach Folien mit Texten bedruckt und die dann auf den Overhead-Projektor gelegt dementsprechend anstrengend bei der Unterricht.
00:07:21: Und dann hatte ich eine kardinale Situation, wo ich eines Samstag morgens zu diesem Fortbildungsträger kam.
00:07:28: Ich hatte dort Führungskräfte aus dem ambulanten und stationären Pflegebereich sitzen und begann mit meinen Folien.
00:07:35: Und nach wenigen Minuten traute sich dann jemand zu sagen, Barbara wir haben heute aber doch ein ganz anderes Thema auf dem Lehrplan stehen.
00:07:43: In diesem Moment merkte Ich möchte, dass der Boden sich auftut und ich versinken kann oder ich wegkomme.
00:07:49: Oder irgendwie etwas.
00:07:50: auf jeden Fall war das mein größtes Learning aus dem FF ein Thema ohne jedes Hilfsmittel zu präsentieren weil ich musste dann das andere Thema aufbreiten Und ich habe... Das war das Thema Validation also Pflege von Menschen mit Demenz und ich hab das in diesem Moment so tief gelernt wie noch nie.
00:08:11: Also das war für mich Kardinal Ab.
00:08:14: dann habe ich mich tiefer damit beschäftigt, wie kann ich eigentlich interessant unterrichten.
00:08:19: Und jetzt ist es für mich Powerpoint ein Medium zum Beispiel bei einem großen Vortrag das es ausgewählte Folien gibt aber nur wenige Momente.
00:08:27: Es kann sich meiner Meinung nach eine Präsentation nicht ausschließlich auf diese Folien beziehen Weil ja auch, wir schauen dann zu den Folien.
00:08:37: Also für viele ist es schon ein Novum wenn ich sage okay jetzt hast du die Folie mit folgendem Zitat?
00:08:43: Jetzt macht doch danach bitte eine Blankfolie und in der Zeit sprichst Du erzählst machst etwas!
00:08:50: Und dann machst Du wieder eine neue Folie zum nächsten Themenaspekt zb.
00:08:57: also dass nicht eine Folie nach der anderen kommt sondern das die Präsentation Mit PowerPoint abgestellt wird, dass eine blanke Folie ist also das die Aufmerksamkeit beim Präsentierenden ist.
00:09:08: Weil wenn jemand neben der Powerpoint-Präsentation steht dann weiß ich doch gar nicht wo ich hingucken soll auf die Folie oder den Menschen.
00:09:17: Wenn ich dann einfach nur ablese, ist es langweilig.
00:09:20: Also kann ich zum Beispiel als eine einfache Sache meine Blankfolie machen, schwarz oder weiß?
00:09:26: Oder ich mache ganz aus und dann kommen wieder drei vier Minuten wo ich was zu diesem Content sage.
00:09:31: Dann kommt vielleicht wieder eine Folie, dann kommt wieder eine andere interaktive Präsentationsform.
00:09:37: Das ist das Mindeste was man machen kann um überhaupt zu verstehen, dass eines nur die Folie und das andere bin ich als der der für den Inhalt oder die Botschaft steht.
00:09:50: Du kennst ja wahrscheinlich Les Brown.
00:09:51: auch da war es amerikaner macht er wirklich sehr gute reden und sehr spannend Und es blieb mir mal so hängen.
00:10:00: Da wurde mal gefragt, wo ist denn deine PowerPoint?
00:10:03: Dann sagt er I am the PowerPoint!
00:10:05: Ich bin die PowerPoint und ich denke das ist es genau.
00:10:09: Das ist
00:10:11: viel interessanter.
00:10:12: Man schiebt sich ja auf die Seite, oder man will mental das Zuschauerzuhöhr den Vortragen so auf die Seite schieben.
00:10:23: Dass du geh mal weg.
00:10:24: ich will jetzt lesen also du bist ja nur im Weg und was machst du da überhaupt?
00:10:28: Ja drück mal die Folie weiter für das bist du gut genug.
00:10:31: aber lasst mich in Ruhe mit deinem Gequatsch.
00:10:33: Ich kann ja lesen.
00:10:35: Genau!
00:10:36: Das ist es, man macht sich selber überflüssig.
00:10:38: Wenn man nur das vorträgt was auf der Folie steht, macht man sich selbst über flüssig und deswegen braucht es eine Korrespondenz zwischen der Folio- und mir als Vortragenden.
00:10:47: Ein Stichwort nochmal, wie ich zum Beispiel auch Erwartungen brechen kann.
00:10:52: Also weil es ist ja auch ein Klassiker eine Präsentation beginnt mit PowerPoint das heißt alle setzen sich hin und wissen jetzt können sie in den Schlafmodus verfallen.
00:11:01: Jetzt folgen Folien und genau wie du gesagt hast dann steht da Folie eins von hundert vierzig.
00:11:06: wenn ich das wenn nicht meine Folie habe dann ist das so dass auf der dritten Folie zb steht von drei tausend vierhundertneunund neunzig.
00:11:17: auf der nächsten folie steht dann schon hundertfolio hundert neunund vierzig von zehntausend so und zu viel.
00:11:22: also auch sich darüber zum beispiel zu amisieren sorgt mit einer klitzekleinigkeit für kleine lacher was ja auch lustig ist.
00:11:29: also sich selbst über das medium lustig zu machen ja genauso wie wenn man den schatten auf die präsentation wirft weil man davor steht auch damit kann man ganz viel spielen dass man sich alleine Vor allem wenn der schwarz-weiß Kontrast sehr stark ist durch eine starke Präsentation, also starkes Licht.
00:11:48: Dass man genau da Schatten hinwirft, worüber man gerade spricht oder man macht noch ein Schattenspiel.
00:11:55: Man kann aber auch wunderbar natürlich Fehler einbauen in die Präsensation um zu checken sind die Leute aufmerksam.
00:12:02: Also dass ich Rechtschreibefehler einbaue Zahlen drehe oder sogar Inhaltliche Fehler und dann abwarten, ob jemand die Stimme erhebt.
00:12:11: Also das macht diese kleine Dinge, die eigentlich keinen Mut brauchen machen deutlich was es für ein Spielmedium ist PowerPoint wie es eingesetzt wird und wie man es einsetzen könnte.
00:12:25: Man darf einfach damit spielen.
00:12:26: ich möchte noch eine Möglichkeit also Es werden ja im Prinzip Folien gezeigt.
00:12:32: es ist ein Bild Dann ist das weg dann kommt das nächste Bild Ich habe mal eine Powerpoint Passiflage entwickelt mit so großen K-Parplatten.
00:12:41: Das ist ja ein Papierbeschichtete Kunststoff.
00:12:47: Pappe, auf der man sehr schön visualisieren kann.
00:12:50: Gibt es beim Künstlerbedarf?
00:12:51: In ganz groß habe ich die gemacht und habe die wie PowerPoint sozusagen gezeigt und habe sie vorne eingehängt in so Schnüre unter dem Motto ok nächste Folie.
00:13:02: jetzt hatte dann noch eine Helferin, die die Folien umgewandelt hat also gewechselt hat.
00:13:07: Das ist auch interessant, damit zu spielen wie da hast du vielleicht eine andere Folie.
00:13:12: Vielleicht machst du analog zwischendurch etwas hängst ein Zettel auf und großes Flip-Shirt einen Pinwand.
00:13:17: Papier schiebst ne Pinwand davor.
00:13:19: also Powerpoint is einfach nur ein Medium mit dem ich aber exzellent spielen kann.
00:13:25: Du merkst schon, du könntest mich gar nicht mehr unterbrechen.
00:13:27: Ich hätte jetzt schon die nächste Idee
00:13:29: wieder.".
00:13:29: Ja ich möchte aber noch zurückkommen und ich möchte ja nicht nur über etwas schimpfen, sondern auch einen Mehrwert geben.
00:13:40: Wenn wir das Thema abschließen – die zentrale Frage für wen machen wir eine Präsentation?
00:13:47: Die Folgefrage ist, willst du Informationen vermitteln oder willst du Gefühle
00:13:52: wecken?".
00:13:54: Und da habe ich zum Beispiel für den Informationsanlass.
00:13:58: Eintritt in den Kindergarten, da kommen meistens Eltern die haben noch nie etwas mit der Schule zu tun gehabt und die kommen das erste Mal an diesem Abend.
00:14:11: Mit mir als Schulleiter, mit Lehrerin, Kindergärtnerin ist es erst einmal in Kontakt.
00:14:17: Wille ich jetzt denen das so eine pädagogische Konzept beschreiben?
00:14:21: Informationen vermitteln, wenn das Kind nicht richtig sprechen kann.
00:14:24: Gibt es das und wenn's nicht bewegt?
00:14:26: Dann gibt es Psychomotorik.
00:14:27: und wenns das nicht gibt dann gibt sie die IF, da sind ja noch mit allen Abkürzungen arbeiten und ja auch nicht auflösen oder welches jetzt halt neue also neuerdings seit ein paar Jahren mache ich zeige da diesen berühmten kleinen Meme, also Jungen der so die Faust mit Sand hebt und so ein cremiges Gesicht macht.
00:14:49: Und eigentlich ist meine erste Botschaft, ihr Kind schafft das.
00:14:54: Also Ihr Kind wird das mit dem Kindergarten packen und schaffen.
00:14:59: Ich beginne wirklich so den Informationsanlass, dass egal ob jetzt das Kind noch nicht theoretisch auf dem Papier noch nicht bereit ist für den Kindergaten weil es noch zu fest die Mama braucht oder noch Winseln braucht und dann auch immer der Nokia hat oder was auch immer Darum gehe versuche ich den Eltern, sie zu beruhigen und sagen hey ihr schafft das.
00:15:26: Und das Kind wird es auch schaffen.
00:15:28: Wir machen das gemeinsam.
00:15:30: So beginne ich nicht mit Informationen was es jetzt alles für Kleider braucht damit dann alles klappt im Waldtag usw.
00:15:39: Ja das ist ja auch wertvoll.
00:15:41: du berührst die emotionale Ebene Du berührst dir ihre Sorgen.
00:15:46: Du gehst ja genau auf das ein, du ermutigst sie.
00:15:49: Da könnte man sagen, dass ist die affektive Lernziellebene.
00:15:52: Sie haben Sorge, sie haben Bedenken und Angst.
00:15:54: Und das Erste was du machst ist so... Du gibst ihnen zu verstehen, dass du genau weißt wie es ihnen geht und ermutigt sie.
00:16:00: Dafür braucht das keine Folie.
00:16:02: Das kommt aus dem Herzen sozusagen.
00:16:04: Das kann man vielleicht noch durch eine Geschichte transportieren oder durch ein schönes Bild oder vielleicht durch das... Abschlussfoto der letzten Kindergartengruppe, die ganz erfolgreich da steht.
00:16:16: Also meine Tochter hatte zum Abschluss das sie alle übernachtet haben im Kindergaten.
00:16:20: Das war total tolles Erlebnis und die waren verkleidet als Piraten und alles Mögliche.
00:16:25: So ein Foto
00:16:26: z.B.,
00:16:26: macht ja Mut für die neuen Eltern.
00:16:29: Ja also da gibt es so viele Möglichkeiten Und wie du sagst ist entscheidend für wenig Spreche.
00:16:35: Wie bereite ich das auf?
00:16:38: Welchem kognitiven Level kann ich aufbauen?
00:16:40: Was erlebt der andere gerade, was hat er für Bedenken und Sorgen im Kopf?
00:16:44: Ja.
00:16:47: Sollte ich gleich weiter machen mit dem zweiten Punkt?
00:16:48: Bitte!
00:16:49: Ich habe noch eine schöne Geschichte dazu die passt dann
00:16:52: ans Ende.
00:16:53: Das ist doch gut.
00:16:55: Es gibt eigentlich so viele einfache Tricks Wenn Text kommen muss.
00:17:04: erstens mal wenig.
00:17:05: das ist ja mittlerweile schon recht bekannt aber was viele noch immer nicht machen und nicht checken, die Aufmerksamkeit folgt dem Hellen.
00:17:16: Also die Aufmersamkeit ist auf das Helle gerichtet und das bedeutet wenn ich weißen Hintergrund mit schwarzem Text habe dann ist der Hintergrund heller und wichtiger Und eben dreht es mal bitte um, besonders die Beamer, die arbeiten besser quasi und es wird klarer.
00:17:40: Es wird lesbarer.
00:17:42: macht endlich mal bitte ein schwarzen Hintergrund oder einen sehr dunklen Hintergrund in dem weiße Schrift.
00:17:49: Und dann folgt ihr aufmerksamkei den hellen also der weißen Schrift.
00:17:55: machst du das auch?
00:17:56: Nein, nein, das mache ich nicht Aber das wäre mal überlegenswert.
00:18:01: Das Dunkel würde mich erschrecken, aber ich habe ja nur ganz wenig Text und ein Bild.
00:18:06: Also wenn ich was habe, kurzer Text und einen Bild dazu... ...aber das wäre sicherlich für Formeln und für Ähnliches wichtig!
00:18:14: Das entspricht auch der Tafel, der dunklen Tafeln mit einer weißen Kreideschrift.
00:18:19: Ja gut, das Zufall.
00:18:21: Weil nur die Schiefer.
00:18:23: Die ist halt einfach von Natur aus dunkel und dann musste man halt die weiße Kreide nehmen, aber wenn man hat einen gleichen Effektus, ist es besser.
00:18:31: Also wenn du ein Whiteboard nebendran stellst und mit gleicher Filzstiftdicke versuchst zu schreiben und das Blackboard, die war in der Schwarze Wandtafel, dann finde ich, ist auch angenehmer und auch lesbar, schwarzen Tag.
00:18:52: Das ist doch ein wertvoller Tipp!
00:18:54: Jetzt mal meine Frage, wie würde sich denn das verbreiten können bei Lehrern?
00:18:59: Gibt es da nicht eine Anordnung von der Schulleitung?
00:19:01: wenn wir jetzt mit Powerpoint präsentieren dann vordringlich mit einem schwarze Hintergrund und weißer Schrift oder dunklem Hintergrund- und heller Schrift?
00:19:11: Ja ich denke am Anfang... Es gibt ja diesen psychologischen Begriff von Nudging also das liebste Schubsen.
00:19:20: Ja, dann mache ich vielleicht Ihnen so einen Foliensatz bereit und dann ist er halt einfach dunkel im Hintergrund.
00:19:29: Dann
00:19:30: übernehmen Sie es einfach weil oft wissen sie es auch nicht wie man das ändern kann.
00:19:36: ja mit der Masterfolie aber eben Es gibt wirklich andere Tools.
00:19:42: also versuche auch davon wegzukommen.
00:19:46: Ich hätte jetzt behauptet fühle mich ja relativ fit mit all diesen technischen Hilfsmitteln.
00:19:52: Aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, bin ich auch immer stärker davon weggekommen von all diesen Fancy-Präsentationstools wie Presiwo wo es ein wirklich schlecht wird weil das noch so wunderbar dreht und zoomt und gut macht.
00:20:10: Das hat mich am Anfang sehr fasziniert.
00:20:14: habe ich die Rückmeldung erhalten, wenn es zu schnell geht.
00:20:17: Wird's den Leuten schlecht?
00:20:20: Ja
00:20:23: ja.
00:20:24: Das wäre für mich das Einfachste was man ändern kann.
00:20:30: Halt mal kurz irgendeine Koi-Fragen wie änder' ich die Masterfolie in PowerPoint und dann habt ihr schonmal einen Weg dazu.
00:20:39: Und dann ändert man einfach... oder es gibt mittlerweile auch Die Layouts, also die vorgeschlagenen Layouts.
00:20:46: Dort gibt es auch ganz schönen mit so ein bisschen punktierten schwarzem Hintergrund, ganz dezent und einfach mal zu wechseln.
00:20:57: Und?
00:20:58: Ja,
00:21:00: ich würde das mit ganz einfachen Mitteln zu arbeiten.
00:21:04: Auch wirklich meinen Foliensatz durchschauen und mindestens fünfzig Prozent wegstreichen.
00:21:09: also welche Folie ist überflüssig?
00:21:11: welchen muss auf jeden Fall sein damit ich als entsprechende Zielgruppe verstehe worum es geht.
00:21:19: die Reduktion ist erstmal was ganz wichtiges.
00:21:23: Das Skriptis
00:21:25: Genau wenn's das Skrips ist schwierig.
00:21:27: Ich kann ja immer doch trotzdem für mich kleine Stichwortkarten haben.
00:21:32: Also bei großen Vorträgen sieht man als Rednerin unten hat man einen Monitor an der Bühne stehen, da siehst du die kommende Folie schon.
00:21:40: das heißt Du weißt was als nächstes kommt.
00:21:43: Das gilt natürlich auch für Vorträge wo vielleicht nur Bilder gezeigt werden oder kurzen Zitat oder ähnliches, hast du da eine Richtschnur.
00:21:52: Aber auch das hilft ja nicht den Vortrag auswendig zu lernen.
00:21:56: Das heißt entweder weiß ich was in meiner Präsentation kommt, habe es auswendige, hab ausreichend geprobt ... Was ich zum Beispiel auch mache.
00:22:05: Ich habe kleine Zettel, also so Art Moderationskarten in der Hand mit Stichworten wie man das auch bei einer Moderation Sendung sieht dass die Moderatoren kleine Karten hat mit Stichtworten.
00:22:15: Das kann ich ja auch machen.
00:22:17: Das heißt die PowerPoint Folie ist nicht mein roter Faden Den habe ich mir in einer anderen Dramaturgie gebaut und dann kann ich ja auch beginnen darüber nachzudenken, was mache ich wenn ich jetzt keine Folge zeige.
00:22:30: Also was kommt jetzt?
00:22:31: Welche Geschichte erzähle ich?
00:22:33: Welchen welche Interaktion oder welche Präsentationsform wähle ich noch?
00:22:38: Ja moderationskraten auf der Bühne hast du aber auch.
00:22:43: das war darauf etwas.
00:22:46: Also wenn ich die Zeit habe, dann druck' ich sie noch aus mit meinem Logo auf der Rückseite.
00:22:51: Wenn ich das nicht mehr habe oder wenn ich sie so frisch vorbereite... ...dann hab ich sie in der Hand oder lege sie zwischendurch auf das kleine Pult was ja auch oft da ist.
00:22:59: Dann weiß ich achja jetzt kommt das.
00:23:01: also Ich hab hier einfach so viele Ereignisse bei einer Präsentation und wenn das nicht meine Standardpräsentations ist.. ..dann guck ich ganz kurz achja Jetzt kommt ja die Geschichte X Y oder jetzt kommt die kleine Szene oder jetzt Kommt Das!
00:23:15: die Augenöffner, die besonderen Momente um die geht es ja.
00:23:19: Also Pics, dass ich Piks schaffe und da brauche ich für mich dann gucke ich manchmal bin ich habe ich's internal richtig abgespeichert oder überprüfe ich nochmal ob ich wirklich das gerade mache was ich geprobt und geplant habe?
00:23:34: Ich hatte mal einen professionellen Fernsehmoderator der konnte plaudert ein bisschen so aus dem Nähekästchen und da hatten wir auch das Thema mit dem Moderationskarten.
00:23:46: Das geht wieder in das Prinzip, die Aufmerksamkeit folgt im Hellen.
00:23:50: Und wenn du weißes Papier nimmst, dann achtest du viel mehr darauf... Also wenn ich Zeit habe, ich nehme wirklich farbiges Papier meistens irgendwie schwarze oder dunkelblau und klebe halt mein Text, das ausgedruckte, klebe ich da drauf.
00:24:07: Super Idee!
00:24:08: Das werde ich mal übernehmen ja.
00:24:10: Ja
00:24:11: und der hat gesagt ... Niemand im Fernsehen hat weiße Karten.
00:24:20: Richtig!
00:24:21: Das ist immer dunkel.
00:24:22: Ja, okay.
00:24:23: Okay, das ist ein guter Hinweis.
00:24:24: Den wusste ich zum Beispiel nicht.
00:24:28: Aber was ich... Das ist wertvoll.
00:24:31: Wozu ich aber eben einladen möchte?
00:24:32: Ist eben dass diese Moderationskarten oder die kleinen Spickzettel helfen den roten Faden in sich zu tragen und ihn zu nutzen und nicht die Folien.
00:24:42: Und es ist auch erlaubt.
00:24:44: Es macht dich nicht unglaubwürdiger oder unprofessioneller im Gegenteil, also klar wenn's natürlich so ein Riesenbündel an der Karten ist dann hat man schon auch Fragen.
00:24:57: aber wenn sie so eine Handvoll Notizen sind oder Zettel sind und da kann das ja schon Also, das wirkt nicht unprofessionell.
00:25:07: Genau!
00:25:08: Und sieht sich auch überall im Fernsehen und überall sieht man es ja.
00:25:12: Ja... Das ist ganz wichtig, weil ich denke viele Lehrer haben, tragen diese Sorge in sich oder auch viele Trainer da gibt es die ja auch, die einfach ein Training besteht aus Folien, die gezeigt werden.
00:25:23: Weil dann haben sie das Gefühl Sie sind auf der sicheren Seite.
00:25:27: Das isst ja aber nicht so, weil das können wir uns hier alles gar nicht merken.
00:25:32: Braucht einfach... Wollen wir mal zusammenfossen?
00:25:35: Ich sehe schon, die Zeit geht heute wirklich schnell vorbei.
00:25:38: Also ich habe mich auch wirklich tierisch auf dieses Thema gefreut weil ich hab mich da wirklich auch ein bisschen reingekniet und eben also... Und ich denke wir machen das sich immer weiter weil ich habe schon noch ein paar Punkte und du ja auch
00:25:51: Ja, ich schreibe hier auch gerade mit einem Kollegen an einen Buch zum Thema Präsentation in akademischen und betrieblichen Kontext.
00:26:00: Fast zusammen!
00:26:00: Ich habe noch eine Geschichte, die ich vorlesen möchte, die zu deiner Hauptfrage passt.
00:26:06: Ja, also heute haben wir besprochen für wen präsentiere ich.
00:26:12: Also das ist schon mal die zentrale Frage und das steuert auch ein Inhalter so und daraus erfolgt ja sofort die Folgefrage will ich einfach ZDF zahrendarten Fakten an den Kopf werfen oder will ich Gefühle wecken?
00:26:28: Genau!
00:26:30: Und dann habe ich da den Tipp gebracht, eben mit dem Umkehren des Hintergründes.
00:26:35: Also dunkle Hintergrund und der Bessecker sagt das Prinzip des Hellen, die Aufmerksamkeit folgt dem Hellen und wenn der Hintergrund weiß ist dann ist eigentlich der Hintergrund das Wichtige.
00:26:50: Und dann hatten wir noch eben die Moderationskarten, dass man sie einsetzen soll.
00:26:56: also auf jeden Fall weil das verlagert meiner Meinung nach eben dieses Krept, also lieber das Krept in den Händen auf dunklen Karten als Text im Powerpoint.
00:27:13: Weil eben du hast es auch schon gesagt, es gibt so die ein paar so lustige Begriffe im Tod durch PowerPoint und das andere ist eben betreutes Lesen.
00:27:24: Und ansonsten gibt's noch den anderen Spruch der mit der Wand spricht.
00:27:29: Das ist eben so, das ist auch das betreute Lesen auf einer Art.
00:27:33: Dann schaue ich zur Wand drehe mich mit dem Rücken zum Publikum und lese was die sie sowieso schon sehen, dass es denn der mit der Wand spricht.
00:27:45: Ja also diese Sachen kann man wirklich locker vermeiden.
00:27:48: Und ja vielleicht mein Schluss ist Es ist ein Handwerk und eigentlich finde ich Ein einfaches Handwerk Man kann das wirklich Schnelllernen sind wirklich einfach Tipps, die man auch sehr einfach umsetzen kann.
00:28:03: Man muss es halt mal einfach machen.
00:28:05: und was sich heranwachen?
00:28:07: Jetzt bin ich auf dich gespannt!
00:28:09: Ja, ich hatte ja so ein paar Vorschläge schon gemacht... Es gibt ja Millionen von guten und schlechten Beispielen draußen im Netz, was du sagst in TED Talk an sich gucken.
00:28:18: Es gibt so viele gute Beispiele für Wissenstransfer wie man den interessant machen kann.
00:28:23: Also da denke ich, kann man als Lehrer oder auch als Trainer eben sich wirklich viele, viele Beispiele draußen holen wie man das anders machen kann.
00:28:32: Ich bin auch der Meinung es ist ein Handwerk Man kann das lernen Es ist eine Kunst auch die Präsentationskunst und die kleinen Schritte sind ja überhaupt erst mal mit Powerpoint besser umzugehen Um dann zu gucken Wie kann ich eigentlich auch ohne zurechtkommen?
00:28:46: Aber was für mich immer dazugehört ist so etwas wie Eine Geschichte.
00:28:49: Und ich habe eine Geschichte Die hat mir eine Freundin Mal geschenkt sozusagen in einem Kontext Die arbeitet als Trainerin bei der Sparkasse und da geht es ja auch um viel Wissen.
00:29:01: Und die passt für mich zu deiner Frage mit der Zielgruppe, für wen mache ich denn das eigentlich?
00:29:06: Und die würde ich gerne vorlesen!
00:29:07: Die dauert jetzt neunzeig Minuten.
00:29:09: ist das okay?
00:29:10: Keine Problem.
00:29:11: Okay... Der Mula Ein Prediger kam in einen Saal um zu sprechen.
00:29:16: Der Saal war bis auf einen jungen Stallmeister, in der ersten Reihe leer.
00:29:20: Der Mola überlegte, soll ich sprechen oder ist lieber lassen?
00:29:24: Schließlich fragt er den jungen Mann direkt – es ist niemand außer dir da!
00:29:28: Soll ich deiner Meinung nach sprechen oder
00:29:30: nicht?".
00:29:31: Der Stallmeister antwortete, Herr!
00:29:33: Ich bin ein einfacher Mann der davon und davon verstehe ich nichts.
00:29:37: Aber wenn ich in einen Stall komme und sehe dass alle Pferde weggelaufen sind und nur ein einziges dargeblieben ist werde ich es trotzdem
00:29:45: füttern.".
00:29:46: Der Muller nahm sich das zu Herzen und begann seine Predigt.
00:29:49: Er sprach zwei Stunden lang.
00:29:51: danach fühlte er sich zufrieden und wollte sich durch den Zuhörer bestätigen lassen wie gut seine Rede war.
00:29:57: Er fragte Wie hat dir meine Predigt gefallen?
00:30:00: der Stallmeister antwortete.
00:30:02: Ich sagte bereits, ich bin ein einfacher Mann davon verstehe nicht viel aber wenn ich in einen Stall komme und sehe dass alle Pferde außer einem weggelaufen sind werde ich es füttern.
00:30:13: Ich würde ihm aber nicht all das Futter geben was für alle Pherde gedacht war.
00:30:19: Und die Geschichte mache ich gerne weil wie viele also?
00:30:23: die Dosis macht ihr auch das Gift ja?
00:30:25: Also wieviel schüttere ich vor wem an Wissen oder an Information?
00:30:28: Ja, und
00:30:29: lass uns das aufsparen aufs nächste Mal.
00:30:32: Das sparen wir auch, wenn die Kinder wiedersehen.
00:30:34: Ein sehr
00:30:34: wichtiger Punkt.
00:30:35: aber ja danke dir.
00:30:37: Tschüss Barbara!
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