Interventionen für den Lern-Alltag
Shownotes
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Die Episode beginnt mit einer lebendigen Demonstration einer provokativen Intervention: Barbara führt ein fiktives, lautstarkes Gespräch mit ihrem Nachbarn Robert, um das Thema Selbstführung und den Umgang mit Kritik greifbar zu machen. Sie erklärt, dass wirksame Interventionen oft auf einem krassen Widerspruch basieren, bei dem sich die Lehrperson selbst ein Stück weit entblösst, anstatt andere herabzusetzen. Ein weiteres Werkzeug ist das laute Telefonieren mit fiktiven Charakteren am Fenster, um zum Beispiel positives Verhalten indirekt zu bestätigen. David und Barbara diskutieren zudem über den Einsatz von Hilfsmitteln wie der Wäscheleine, die es ermöglicht, Inhalte Schritt für Schritt und bleibend zu präsentieren. Dabei wird deutlich, dass eine erfolgreiche Vermittlung von Inhalten immer auch Mut zum Experiment und eine tiefe Leidenschaft für das Thema erfordert. Ein wichtiger Aspekt ist die Professionalisierung: Methoden wie das rote Fach oder der Einsatz von QR-Codes müssen geübt werden, bevor sie in herausfordernden Situationen sicher angewendet werden können. Den Abschluss bildet die Reflexion über die Kunst des Stehenlassens, die zeigt, dass Schweigen und bewusstes Abwarten oft kraftvollere Auswirkungen haben als ständiges Reden.
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00:00:01: David Sigos Guten Morgen, Barbara.
00:00:02: Barbara Messer Guten Morgen, David.
00:00:04: Barbara Messer Schön, dich zu hören.
00:00:05: David Sigos Ja, wir wollen ja über Interventionen reden.
00:00:09: David Sigos Da bist du, denke ich, eine Großmeisterin, auch von diesen kleinen Interventionen für den Alltag, nenne ich das mal, Unterrichtsalltag, Trainer, Trainerinnenalltag.
00:00:20: David Sigos Und ja, was denkst du, wo wollen wir einsteigen?
00:00:25: Barbara Messer Naja, was ist eigentlich eine Intervention, könnte ich mir vorstellen, ist ganz wichtig.
00:00:30: Barbara Messer Also das kann man ja übersetzen als Dazwischentreten, Intervenieren, also sich erstmal zu überlegen, warum mache ich das, warum interveniere ich.
00:00:36: David Sigos Ich denke, jede Lehrperson, jede Trainer, Trainerin, die
00:00:39: Barbara Messer Da ist etwas, was vielleicht gerade nicht so läuft, wie ich es gerne hätte.
00:00:44: Barbara Messer Und das ist sowas auch ein bisschen wie eine Erste-Hilfe-Aktion.
00:00:47: Barbara Messer Also das mache ich jetzt auf jeden Fall oder das mache ich.
00:00:50: Barbara Messer Das rettet eine Situation, das hilft oder macht auch nochmal etwas deutlicher.
00:01:02: David Sigos haben ja sicher so ein eigenes Pensum, ein eigenes Repertoire an Interventionen.
00:01:08: Barbara Messer Du, David, entschuldige, ich kriege gerade einen Anruf rein.
00:01:11: Barbara Messer Ich muss den aber annehmen, das ist total wichtig.
00:01:13: David Sigos Wenn Podcasts
00:01:14: Barbara Messer Ja, Robert, nein, du kannst mich nicht einfach während der Aufnahme anrufen.
00:01:19: Barbara Messer Das habe ich dir schon fünfmal gesagt.
00:01:21: Barbara Messer Nein, das geht nicht.
00:01:22: Barbara Messer Ich habe dir doch auch das Schild vorne ans Haus gehängt.
00:01:24: Barbara Messer Was willst du denn schon wieder?
00:01:26: Barbara Messer Dass ich mein Auto vorne ein bisschen schräg geparkt habe?
00:01:30: Barbara Messer Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein, dass du mich anrufst.
00:01:32: Barbara Messer Nein, nein, Robert, weißt du was, ich melde mich später nochmal.
00:01:36: Barbara Messer Du bringst hier bei mir alles gerade durcheinander und du weißt, dass ich Kritik überhaupt nicht mag.
00:01:41: Barbara Messer Also bitte lass mich jetzt in Ruhe.
00:01:43: Barbara Messer Entschuldigung, das ist mein Nachbar.
00:01:46: David Sigos Okay, dann weiß ich jetzt nicht so recht, was ich darauf sagen soll.
00:01:53: David Sigos Ich versuche mal professionell weiterzumachen.
00:01:59: Barbara Messer Warte mal, das ist Robert schon wieder.
00:02:02: Barbara Messer Robert, wie oft haben wir schon über Selbstführung gesprochen?
00:02:05: Barbara Messer Wenn du bei jeder Kleinigkeit mich anrufst, die ich nicht in Ordnung bringe, dann ist deine Selbstführung nicht in Ordnung.
00:02:10: Barbara Messer Ich zum Beispiel bleibe komplett ruhig und gelassen, während du mich ständig anrufst und kritisierst.
00:02:17: Barbara Messer Bitte, du kannst es von mir lernen.
00:02:19: Barbara Messer Man bleibt freundlich, man bleibt respektvoll.
00:02:21: Barbara Messer Kannst du dir das einfach mal hinter die Ohren schreiben?
00:02:24: Barbara Messer Genau, jetzt hast du es wahrscheinlich verstanden.
00:02:26: Barbara Messer Also lass mich in Ruhe, okay?
00:02:28: Barbara Messer Tschüss.
00:02:30: Barbara Messer Robert scheint überhaupt gar keine Ahnung von Gelassenheit und Selbstführung zu haben, weißt du?
00:02:34: David Sigos Ja, und scheint lernresistent zu sein.
00:02:37: Barbara Messer Absolut.
00:02:40: Barbara Messer So, das ist eine Intervention, die provozieren soll oder die aufmacht.
00:02:46: Barbara Messer Also so könnte ich auch ein Führungskräftetraining eröffnen, zum Beispiel ein Online-Meeting und begrüße alle.
00:02:55: Barbara Messer Ich freue mich, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass Sie da sind.
00:02:58: Barbara Messer Heute sprechen wir über Resilienz, über Selbstführung, über die Dinge, die uns in der inneren Ruhe behalten.
00:03:05: Barbara Messer Also dass wir souverän, auch diese Sache mit der
00:03:08: Barbara Messer mit dem Reiz und der Reaktion.
00:03:10: Barbara Messer Kleinen Moment mal eben.
00:03:11: Barbara Messer Wie oft habe ich euch gesagt, dass ich die Folien viel früher brauche?
00:03:15: Barbara Messer Wer von euch Dumpfbacken ist dafür verantwortlich?
00:03:18: Barbara Messer Ihr könnt euch warm anziehen.
00:03:19: Barbara Messer Wir sprechen nachher drüber.
00:03:21: Barbara Messer Tut mir leid, sehr geehrte Damen und Herren, mein Team steht im Moment sehr unter Strom.
00:03:27: Barbara Messer Also, dass ich so einen Bruch mache, nach draußen erzähle, ich bin eine Meisterin der Selbstführung und nach innen verhalte ich mich unmöglich.
00:03:28: David Sigos Vielen Dank.
00:03:35: Barbara Messer So, dann mache ich einen Bruch zum Beispiel, ja.
00:03:36: David Sigos Ja, ich liebe das, das finde ich so lustig.
00:03:41: David Sigos Es ist ja auch quasi ein Scherz auf deine Kosten, das finde ich eben auch gut und schön.
00:03:50: David Sigos Du machst ja nicht jemand anderen quasi runter oder beleidigst diesen, sondern du führst dich ja selbst vor und entlarvst dich ja mit diesem krassen Widerspruch.
00:04:01: Barbara Messer Genau, der krasse Widerspruch.
00:04:02: Barbara Messer Ja, das ist natürlich das.
00:04:04: Barbara Messer Ich kann jetzt ja nicht über den anderen schimpfen.
00:04:07: Barbara Messer Also ich muss mich selber entblößen oder mich selbst als Beispiel nehmen.
00:04:10: David Sigos Vielen Dank.
00:04:11: Barbara Messer Das ist für mich aber eine zentrale Aufgabe, dass ich mit meinen Möglichkeiten eben intervenieren kann.
00:04:17: Barbara Messer Und den Anruf, das kann ich ja auch machen.
00:04:20: Barbara Messer Also was ich auch mache, wenn es zum Beispiel total gut läuft, ist ja auch ein Ansatz, etwas zu bestätigen, was gut läuft, dass die Gruppe arbeitet an etwas, ich nehme das Telefon und
00:04:32: Barbara Messer rufe zum Beispiel dann, Albert, ich habe gerade Zeit, hier läuft alles so gut.
00:04:37: Barbara Messer Wie geht es dir denn?
00:04:38: Barbara Messer Was machst du denn so?
00:04:39: Barbara Messer Nein, meine Gruppe ist fantastisch.
00:04:41: Barbara Messer Die hören zu miteinander.
00:04:43: Barbara Messer Wir haben Regeln aufgestellt.
00:04:44: Barbara Messer Die folgen denen.
00:04:45: Barbara Messer Ich weiß nicht, was los ist.
00:04:46: Barbara Messer Aber sie scheinen es auch selbst zu genießen.
00:04:48: Barbara Messer Ja, wollen wir uns am Wochenende grillen?
00:04:50: Barbara Messer Okay.
00:04:51: Barbara Messer Ja, ich mache hier weiter.
00:04:52: Barbara Messer Tschüss.
00:04:53: Barbara Messer Also ich bestätige zum Beispiel was um die Ecke herum, was gerade so schön läuft.
00:04:58: David Sigos Machst du das jetzt in beiden Situationen quasi, es läuft noch nicht ganz so gut mit der Gruppe, aber du hättest gern, dass sie ein bisschen aufmerksamer sind oder machst du es zum wirklich so quasi Loben und Bestätigen?
00:05:12: Barbara Messer Das kommt auf den Kontext an, aber ich würde auch dann, ich kann ja auch mit meinem Tagebucheintrag arbeiten.
00:05:19: Barbara Messer Also je nachdem, was ich vorher gemacht habe.
00:05:21: Barbara Messer Das mit dem Anruf, ich mache das zum Beispiel, wenn sehr viel gemurmelt wird,
00:05:28: Barbara Messer Also wenn die Gruppe schnattert, was sie ja manchmal auch braucht, dann rufe ich Albert an und sage, ach Albert, ich habe gerade Zeit, die unterhalten sich miteinander, da scheint auch einfach der Bedarf da zu sein und ach, ich gehe davon aus, dass sie in ein, zwei Minuten wieder ruhig werden.
00:05:42: Barbara Messer Aber dann kann ich mal kurz dich fragen, wie es dir geht oder so.
00:05:46: David Sigos Und genug laut machen natürlich.
00:05:46: Barbara Messer Das geht an der Stelle oder ich mache...
00:05:51: Barbara Messer Genug laut.
00:05:51: Barbara Messer Ich drehe mich an die Seite, gehe ans Fenster, sodass ich angeblich privat bin und spreche so, dass man mich gerade noch hört.
00:05:58: Barbara Messer Nein, das stört mich nicht mit dem Gemurmel.
00:06:00: Barbara Messer Wir machen nachher einfach weiter.
00:06:03: Barbara Messer Aber es schenkt mir ja auch Zeit.
00:06:06: Barbara Messer Also das Stichelt ist ein bisschen drin, aber ganz liebevoll.
00:06:09: Barbara Messer Aber das denke ich, da können wir eigene Stimmen entwickeln oder die Stimmen, wie wir mit anderen sprechen, sodass wir da unsere Botschaften gut drin tragen können.
00:06:19: Barbara Messer Natürlich bin ich auch dafür, Dinge, die zum Beispiel falsch laufen, dann auch richtig anzusprechen.
00:06:25: Barbara Messer Aber das sind die Spiele vorher.
00:06:26: Barbara Messer Das ist ja wie so ein Tanz.
00:06:28: Barbara Messer Ach, was könnte ich noch machen, um das Thema Heite aufzugreifen?
00:06:31: Barbara Messer Ja.
00:06:35: David Sigos Ich werde das aufnehmen.
00:06:36: David Sigos Und wie du auch gesagt hast, das Üben, Üben, Üben gehört ja schon auch dazu.
00:06:42: David Sigos Und andere Gruppen oder Personen nicht missbrauchen für so Testzwecke.
00:06:49: David Sigos Da muss meine Familie dann ein bisschen glauben, dass ich eben so Telefonate übe, diese fiktiven Telefonate.
00:06:56: David Sigos Es gibt immer wieder auch Situationen, also Lehrpersonen sind sehr schnatterhaft.
00:07:01: David Sigos Sie fordern zwar viel Disziplin ein, aber wenn sie untereinander an einer sogenannten Schulkonferenz zusammen sind, dann ist eben das Gerede, Geschnatter, Austausch, sagen wir auch wichtigen Austausch.
00:07:02: Barbara Messer Vielen Dank.
00:07:16: David Sigos Der findet statt und da muss man schon richtig reingrätschen, verbal, dass wir dann wirklich starten können.
00:07:25: David Sigos Und ja, das nehme ich mir vor.
00:07:25: Barbara Messer Ja, stell dir vor, es ist so eine Konferenz, wie du jetzt sagst, und dann ruft Wilbert an.
00:07:34: Barbara Messer Leute, das ist mir viel zu laut, ich kann nicht schlafen, könnt ihr nicht.
00:07:37: Barbara Messer Und überhaupt fällt mir auf, dass die Lehrer viel lauter reden als die Schüler.
00:07:41: Barbara Messer Das könnte Wilbert zum Beispiel auch machen.
00:07:45: Barbara Messer Oder so eine Maus, die im Klassenzimmer wohnt.
00:07:45: David Sigos Wilbert ist zur Auflösung, die jetzt zugeschaltet sind, seit dieser Folge.
00:07:47: Barbara Messer Ja.
00:07:54: David Sigos Wir haben Wilbert eingeführt, also besser gesagt, einen Lehrer, den ich kannte, der hat den Wilbert eingeführt.
00:08:02: David Sigos in der Klasse eingeführt.
00:08:03: David Sigos Das ist der fiktive Gartenzwerg, der unsichtbar ist und man muss halt einfach mit Wilbert schriftlich kommunizieren.
00:08:11: David Sigos Das ist natürlich eine extrem gute Schreibförderung für Unterstufenkinder, also erste, zweite, dritte Klasse.
00:08:20: David Sigos Genau, einfach so als Auflösung.
00:08:20: Barbara Messer Jetzt habe ich hier eine technische Störung.
00:08:22: Barbara Messer Jetzt bin ich wieder da.
00:08:23: David Sigos Ja, ich versuche natürlich, ich kann es nicht abschalten, liebe Barbara, es tut mir wirklich leid, aber ich denke, das ist ja auch unsere Stärke mit den zwei Welten.
00:08:33: David Sigos Ich habe ja dein Buch und das gefällt mir wirklich sehr gut.
00:08:37: David Sigos Ich habe dich ja kurz, man kann sagen, kurz vorher kennengelernt.
00:08:42: David Sigos Dann hast du das Methodenbuch für ungewöhnliche Coaching-Trainings-Workshops und Seminare geschrieben.
00:08:47: David Sigos herausgegeben und da habe ich gemerkt, okay, das ist ja fast eine Art Vermächtnis, also das Buch bist du mit deinen Methoden, so habe ich das wahrgenommen.
00:08:59: David Sigos Und ich versuche jetzt natürlich, das auf den Schulkontext zu übersetzen.
00:09:05: David Sigos Also nicht alle Methoden funktionieren mit Kindern, habe ich gemerkt.
00:09:09: David Sigos Da braucht man halt wirklich Erwachsene,
00:09:12: David Sigos Und ich schaue dann immer so, ja, was wäre doch cool.
00:09:16: David Sigos Also irgendwie hätte ich wirklich Lust, dein Buch zu nehmen und wie ein anderes daraus zu erstellen, halt wirklich auf den Schulkontexten.
00:09:27: Barbara Messer Das könnten wir ja mal machen.
00:09:29: Barbara Messer Wir könnten es ja noch umschreiben.
00:09:32: Barbara Messer Das ist richtig, das setzt in gewisser Weise Erwachsensein voraus oder ich sag mal so ab 15, 16 Jahren, weil so viel über Dialoge ja auch läuft oder weil auch schon eine große Erfahrung vorausgesetzt wird bei den Methoden.
00:09:51: Barbara Messer Aber viele Dinge wie zum Beispiel die unterschiedlichen Präsentationsformen, denke ich an die Wäscheleine, die Fernsehsendung, die Bodenpräsentation, das ist in dem Kapitel Blackbox der einfachen Methoden sozusagen.
00:10:07: Barbara Messer Die kann ich mit Kindern machen.
00:10:08: Barbara Messer Die sind ja auch mit meiner Tochter zum Teil entstanden.
00:10:12: Barbara Messer Wenn meine Tochter aus der Schule kam und sagte, Mama, wir haben heute das und das gehabt, aber so ganz habe ich das noch nicht verstanden, dann habe ich das in Form einer Fernsehsendung zu Hause nochmal aufbereitet und mich an...
00:10:25: Barbara Messer Kindersendungen, wie die Sendung mit der Maus oder Wissen macht A orientiert, also wo Wissenschaft oder Sachzusammenhänge Kindern erklärt werden.
00:10:35: Barbara Messer Da kann man schon meiner Meinung nach das eine oder andere gut übernehmen.
00:10:39: Barbara Messer Und natürlich auch das Kapitel mit den Postulaten.
00:10:42: Barbara Messer Also was trägt mich, an was orientiere ich mich, welche Kernwerte, welche Prinzipien sind für mich als Lehrperson wichtig?
00:10:53: David Sigos Mhm.
00:10:53: Barbara Messer Ich habe jetzt zum Beispiel auf dem Trainerkongress einen Workshop, eben auch zum Buch.
00:10:57: Barbara Messer Und dann kommen dann wieder, der ist morgen und übermorgen, dann kommen da Menschen, die wollen was Neues, was Ungewöhnliches, so wie du das auch wolltest.
00:11:07: Barbara Messer Um das zu können, muss ich aber wissen, wie werde ich von innen getragen.
00:11:11: Barbara Messer Also wenn ich diesen Anruf hier mache, brauche ich ja Mut zum Beispiel,
00:11:17: Barbara Messer einfach bewusst zu stören oder auch so übertrieben zu reagieren, der basiert darauf, dass ich weiß, diese Intervention lohnt sich.
00:11:24: Barbara Messer Also diese gnadenlose Lernzielorientierung, die ich habe.
00:11:29: Barbara Messer Ich nenne sie auch mal gnadenlos, weil das habe ich immer im Fokus.
00:11:32: Barbara Messer Wie erreiche ich die affektiven Lernziele und die kognitiven?
00:11:36: Barbara Messer Psychometorisch ist es bei mir ja nicht so viel.
00:11:39: Barbara Messer So und die Postulate sind natürlich ein Fundament, wenn ich die für mich erarbeitet habe, worauf berufe ich mich, was stärkt sozusagen meinen inneren Kompass, dann bin ich schon sehr viel weiter, meiner Meinung nach.
00:11:54: David Sigos Das ist aber schon, das geht ja nicht so schnell.
00:11:58: David Sigos Das ist ja wahrscheinlich über Jahre entstanden mit den Postulaten bei dir selbst.
00:12:03: Barbara Messer Naja, es entsteht durch die Frage, was trägt mich, warum handele ich so, nach welchen Kriterien richte ich mich aus?
00:12:11: David Sigos Eben, aber diese Kriterien müssen dir bewusst werden.
00:12:15: Barbara Messer Ja, das kann ich aber, also selbst das kann man jetzt mit der KI machen, indem ich typische Verhaltensmuster, also vermute ich mal, so habe ich noch nie einen Prompt gefüllt, aber das sind typische Verhaltensmuster von mir.
00:12:28: Barbara Messer Bitte entwickle daraus Postulate oder Grundannahmen für mein Verhalten.
00:12:33: David Sigos Okay.
00:12:33: David Sigos Okay.
00:12:34: Barbara Messer Das könnte ich mir ganz einfach vorstellen als eine Arbeit.
00:12:37: Barbara Messer Und das muss nicht lange, also es kann ja, wenn man selbst noch nicht großartig darüber nachgedacht hat, dann nimmt man sich mal einen Samstag Nachmittag Zeit, geht brenzlige Situationen durch, geht im Nachhinein gute Situationen durch und guckt, was hat mich geleitet?
00:12:54: Barbara Messer Was hat mich geleitet, in der Situation das oder das zu machen?
00:12:58: Barbara Messer Und dahinter stehen meistens Werte oder Prinzipien oder Grundannahmen.
00:13:04: David Sigos die du dann in Postulaten formulierst, ausformulierst.
00:13:04: Barbara Messer Also, ja, dass ich die für mich erstmal habe.
00:13:11: Barbara Messer Also das ist auch etwas, was ich in meinen Ausbildungen weitergegeben habe.
00:13:15: Barbara Messer Gerade in den Online-Ausbildungen entwickle ein Postulat.
00:13:20: Barbara Messer Also das ist so wie so ein höher gesetztes Ziel auch.
00:13:23: Barbara Messer Also wenn ich im NLP gibt es die Grundannahme oder eine der zentralen Grundannahmen ist, hinter jedem Verhalten steckt eine gute Absicht.
00:13:32: Barbara Messer Also hinter jedem noch so nervigen oder unerwünschten Verhalten steckt eine gute Absicht.
00:13:37: Barbara Messer Ein Schüler schreibt normalerweise nicht absichtlich eine schlechte Note.
00:13:42: Barbara Messer Es gibt einen Grund dafür, dass er das macht.
00:13:45: Barbara Messer Wenn ich mit dieser Haltung einen Menschen betrachte, dann bin ich viel ruhiger und wohlwollender, weil ich weiß, jetzt gilt es mal rauszukriegen, was hat ihn bewegt oder was braucht dieser Mensch.
00:13:58: David Sigos Mir gefiel natürlich, dass das Kapitel Blackbox der gewöhnlichen Methoden so schön zu unserem Podcast Blackbox Lernen schön passt.
00:14:07: David Sigos Du hast da verschiedene Sachen angedeutet.
00:14:10: Barbara Messer Ich vermute, dass ich das Kapitel wegen unseres Podcastes so genannt habe, weil ich Blackbox als Bild schön fand und dass da etwas drin ist, was man so noch nicht unbedingt weiß.
00:14:17: David Sigos Ah, okay.
00:14:21: Barbara Messer Ja, das sind die Klassiker, das sind auch Methoden aus meinem Buch Inhalte merkwürdig vermitteln, erschienen im Belz Verlag.
00:14:28: Barbara Messer Da sind diese Methoden viel umfangreicher noch und auch weitere aufgeführt.
00:14:32: Barbara Messer Das sind Methoden, die können meiner Meinung nach eins zu eins in den Unterricht übertragen werden.
00:14:39: Barbara Messer weil ich ja aus dem Fachtraining komme.
00:14:42: Barbara Messer Ich habe ja extrem viel Fachtrainings gemacht und überlegt, wie ich an einem Acht-Stunden-Tag herausfordernden Stoff interessant aufbereite.
00:14:53: David Sigos Vielen Dank.
00:14:55: Barbara Messer Deswegen gibt es dieses Kapitel.
00:14:58: Barbara Messer Also wenn ich einen Raum habe,
00:15:01: Barbara Messer wo ein großer Sitzungstisch in der Mitte ist und ich möchte aber Inhalt präsentieren, dann hänge ich den irgendwann auf eine Wäscheleine an die Wand und hänge an diese Wäscheleine Folie für Folie zum Beispiel.
00:15:14: Barbara Messer Also die Wäscheleine heißt so, weil es eine Leine ist,
00:15:19: Barbara Messer Mit Wäscheklammern, dann werden Zettel vorbereitet, auf denen Botschaften, Aussagen, Themen stehen und die werden an die Wäscheleine gehängt und bestenfalls noch ein Symbol daneben, sodass man es sich gut merken kann.
00:15:31: Barbara Messer In diesem Kapitel ist der Effekt der Eselsbrücke ganz wichtig.
00:15:34: Barbara Messer Also welche Zusammenhänge, welche Links setze ich, dass jemand sich das gut merken kann oder dass es verdeutlicht wird.
00:15:42: Barbara Messer Und dann wird das Stück für Stück aufgehängt, bis zu acht oder zehn Folien, sage ich mal, also Blätter.
00:15:48: Barbara Messer Und im Unterschied zu PowerPoint oder etwas anderem oder einem Tafelbild, bleiben die Zettel hängen, wenn das nächste kommt.
00:15:55: Barbara Messer Bei PowerPoint zum Beispiel ist ja die eine Folie da, dann kommt die neue, dann ist die alte weg.
00:16:01: David Sigos Und hängen bleibt wie an der Wäscheleine.
00:16:02: Barbara Messer Und das ist natürlich blöd, wenn man überlegt, Mensch, was war denn da eben noch?
00:16:05: Barbara Messer Also bleibt das hier nebeneinander hängen.
00:16:07: Barbara Messer Das kann man auch mehrsprachig machen, das kann man mit großen Charts machen, sodass man das auch von Weitem sehen kann.
00:16:15: Barbara Messer Und dahinter steckt eben wieder der Gedanke, wie kann ich es so präsentieren, dass es merkwürdig ist, also dass es sich auch lohnt, das zu merken.
00:16:26: Barbara Messer Es bleibt dann hängen, genau.
00:16:28: Barbara Messer Man sieht das richtig bei einem Quiz zum Ende einer Einheit.
00:16:31: Barbara Messer Ach, da war doch das.
00:16:33: Barbara Messer Also dann sehe ich fast, wie Sie überlegen, da war doch dieses, ah ja, da hing ja der Waschlappen daneben.
00:16:39: Barbara Messer Und über die Gegenstände merken sich viele Menschen etwas.
00:16:43: David Sigos Ja, also das heisst eben, du verlässt die gewohnten Pfade, also das gefällt mir sowieso.
00:16:51: David Sigos Ich nenne das gewöhnliche Präsentieren, nicht tot durch PowerPoint.
00:16:56: David Sigos Es gibt ja auch so lustige Geschichten dazu, es gibt sogar Bücher, die so heissen.
00:17:03: David Sigos Ja, also du hängst eben alles auf und dann kommen sie rein und sie sehen eigentlich schon alle Folien.
00:17:11: Barbara Messer Nein, bei der Wäscheleine werden die vor den Teilnehmenden aufgehängt, weil ich dazu auch was sage.
00:17:16: David Sigos Jetzt mit Folie 1 und dann hängst du es auf, aber es reiht sich dann nacheinander auf.
00:17:21: Barbara Messer Ja, und dann sage ich auch noch was dazu.
00:17:23: Barbara Messer Auf der Folie oder auf dem Blatt Papier steht sozusagen ein Stichwort und dann gibt es dazu noch eine Geschichte oder eine Erklärung, die das so ein bisschen weiterführt, ja.
00:17:34: David Sigos Ja, und das ist eben dann auch, was viele verwechseln, deine Folie ist nicht ein Skript,
00:17:40: Barbara Messer Richtig, ganz richtig.
00:17:43: David Sigos Das ist leider oft ein kardinaler Fehler meiner Meinung nach, dass da das Skript wird präsentiert und nicht, also du bist ja eigentlich die PowerPoint und die Präsentation und nicht die Folie selbst.
00:18:00: Barbara Messer Ja, das ist herrlich, weil dann wird hinterher noch gesagt, ich sende Ihnen ja auch die Präsentation zu, dann brauche ich sie auch nicht zu halten, wenn ich sie danach hinterher verschicke.
00:18:09: Barbara Messer Also was steckt denn dahinter?
00:18:11: Barbara Messer Dahinter steckt wie immer die Frage, wie kann ich es am besten machen, am interessantesten, am schönsten.
00:18:17: Barbara Messer Was passt zu diesem Thema am allerbesten?
00:18:19: Barbara Messer Was passt zu dieser Störung?
00:18:21: Barbara Messer Gehen wir zurück zu Interventionen.
00:18:24: Barbara Messer Wie greife ich diese Störung oder diese Irritation oder was da gerade passiert am besten auf?
00:18:29: Barbara Messer Was kann ich machen?
00:18:31: David Sigos Und
00:18:31: Barbara Messer Also wie mache ich es besser, schöner, interessanter?
00:18:35: Barbara Messer Das ist für mich immer das Thema.
00:18:39: Barbara Messer Jetzt bin ich seit Tagen in der Workshop-Vorbereitung.
00:18:41: Barbara Messer Dann ist die Frage, was ist das Deutlichste, was ich zu diesem Thema anbieten kann?
00:18:47: Barbara Messer Da steckt für mich aber auch die Leidenschaft drin, über die wir gesprochen haben, die Begeisterung.
00:18:52: Barbara Messer Ich muss das lieben, was ich da tue.
00:18:55: Barbara Messer Wenn ich jetzt da rangehe und denke, da sind ja nur 40 Leute im Kurs, das lohnt sich gar nicht.
00:19:01: Barbara Messer Ich
00:19:02: Barbara Messer Ich bin nicht motiviert, dann kann ich auch zu Hause bleiben.
00:19:06: David Sigos Vielen Dank.
00:19:06: Barbara Messer Nein, wie mache ich es mir selber attraktiv?
00:19:09: Barbara Messer Das ist eine ganz zentrale Frage.
00:19:11: Barbara Messer Wenn es für mich interessant ist, was ich da tue, was strahle ich dann aus?
00:19:16: Barbara Messer Ja.
00:19:17: Barbara Messer Und auch das kann ich ja öffnen in einer Intervention, dass ich jemanden anrufe oder eine Notiz in mein Tagebuch mache und sage, oh, ich habe, glaube ich, gerade das Feuer für dieses Thema verloren.
00:19:30: Barbara Messer Ich glaube, ich frage mal die Teilnehmer, was ist eigentlich das Besondere daran oder die Kinder.
00:19:35: Barbara Messer Also vielleicht auch das.
00:19:36: Barbara Messer Ich kann ja die Kinder fragen, was findet ihr an diesem Thema spannend?
00:19:41: Barbara Messer Was glaubt ihr, was ihr damit machen könnt?
00:19:43: David Sigos Ja.
00:19:43: Barbara Messer Was denkt ihr, wofür das gut ist, das zu lernen zum Beispiel?
00:19:48: Barbara Messer Ich weiß nicht, was dann kommt.
00:19:50: Barbara Messer Bin ich dazu schulfern?
00:19:52: Barbara Messer Ja.
00:19:53: David Sigos Ja, weil ich würde es natürlich versuchen, oder möglichst oft würde ich es versuchen, eben diese Verknüpfung zur eigenen Lebenswelt der Kinder.
00:20:04: David Sigos Das kritisiere ich sehr, sehr stark.
00:20:05: David Sigos Da sind zum Beispiel eben die Neuseeländer mit Wilbert und ähnlichen Methoden extrem weit, dass sie einfach sagen, was dich nicht bewegt, bleibt auch nicht hängen.
00:20:16: David Sigos Und das ziehen sie wirklich durch.
00:20:19: David Sigos Nun habe ich noch gesehen, die Kunst des Stehenlassens.
00:20:24: David Sigos Ich denke, das klingt so einfach.
00:20:29: David Sigos Was ist für dich diese Methode, die Kunst des Stehenlassens?
00:20:34: Barbara Messer dass ich es einfach stehen lasse und es ist gewiss nicht einfach.
00:20:38: Barbara Messer Also wenn zum Beispiel eine hitzige Diskussion ist, nicht einzugreifen oder nur kurz zu sammeln und dann zu sagen, das lassen wir jetzt bitte stehen.
00:20:49: Barbara Messer Das heißt, es wird jetzt auch geschwiegen und man geht mal länger mit diesem Thema.
00:20:56: David Sigos Ich habe sie auch
00:20:57: Barbara Messer Ich weiß jetzt gerade nicht, wo es steht.
00:20:58: Barbara Messer Es ist eine Intervention.
00:21:00: Barbara Messer Diese Folge sollte ja eigentlich Interventionen heißen.
00:21:03: Barbara Messer Ach ja, die Kunst des Stehenlassens, genau.
00:21:06: Barbara Messer Das ist das.
00:21:07: Barbara Messer Dann machen wir mal eine Schweigepause.
00:21:09: Barbara Messer Dann reden wir jetzt nicht.
00:21:10: Barbara Messer Dann machen wir etwas anderes.
00:21:12: Barbara Messer Es wird nicht drüber geredet, weil wie oft reden wir über Dinge?
00:21:16: Barbara Messer Also auch gerade, wenn ich mit einer Methode sehr verzaubere.
00:21:19: Barbara Messer Also wenn ich merke, es ist magisch.
00:21:22: Barbara Messer Also das ist oftmals nach einem Museum zum Beispiel, ja.
00:21:27: Barbara Messer Und dann nicht drüber zu reden.
00:21:30: Barbara Messer Oder eine Frage, wenn eine große, wichtige Frage kommt, das hatte ich, glaube ich, auch schon mal gesagt, antworte ich sofort oder lasse ich mir Zeit, um wirklich abzuwägen und darüber nachzudenken?
00:21:46: Barbara Messer Ich kann auch nebenbei etwas kommentieren.
00:21:48: Barbara Messer Also wenn die Gruppe diskutiert, nehme ich mir eine Pinnwand und schreibe wichtige Sätze raus, die ich höre, aber ich selber rede noch nicht drüber.
00:21:56: Barbara Messer Also ich gebe dem Ganzen mehr Raum.
00:21:58: Barbara Messer Das bedeutet für mich die Kunst des Stehenlassens.
00:22:03: Barbara Messer Und eine andere Intervention, die ich liebe, das ist das rote Fach.
00:22:08: Barbara Messer Das ist entstanden mal, weil ich so ein rotes Fach für ein Ikea-Regal hatte, in dem ich dann besondere Sachen drin hatte.
00:22:16: Barbara Messer Alle, die die Pipi Langstrumpf kennen, die wissen, dass die den Limonadenbaum hatte.
00:22:21: Barbara Messer Und so ähnlich ist das auch.
00:22:22: Barbara Messer Es gibt einen Ort, wo etwas ganz Besonderes drin ist, den ich in einer besonderen Situation aufmache und was raushole.
00:22:30: Barbara Messer Das muss auch kein rotes Fach sein.
00:22:34: Barbara Messer Bei mir wäre es auch eine rote Tasche, weil ich einfach rot liebe.
00:22:37: Barbara Messer Das sind dann so besondere Gegenstände.
00:22:39: Barbara Messer Aber vielleicht hat auch jemand einfach etwas noch bei sich, was in ganz bestimmten Momenten geöffnet wird, wo eine Botschaft drin ist, eine Aussage, ein Material oder so etwas.
00:22:51: David Sigos Das bereitest du dann bewusst vor, dass du das dann zicken kannst.
00:22:55: Barbara Messer Ja, es kann auch so sein.
00:22:56: Barbara Messer Also für eine bestimmte Präsentation habe ich es vorbereitet, dass eine bestimmte Botschaft aus einer Tasche oder einem Karton herauskommt.
00:23:05: Barbara Messer Das macht es aufmerksamer.
00:23:07: Barbara Messer Da kann aber auch ein Zitat drin sein.
00:23:09: Barbara Messer Also ich habe zum Beispiel auch Flaschenposten.
00:23:13: Barbara Messer Das ist ja der Plural von Flaschenpost, sind die Flaschenposten.
00:23:17: Barbara Messer Also kleine Flaschen mit Botschaften drin, die sind an einem Faden, dann mache ich die auf und dann lese ich die Botschaft vor.
00:23:24: Barbara Messer Also das ist sowas wie so ein Erste-Hilfe-Koffer, den ich immer dabei habe mit bestimmten Aussagen, aber ich kann eben auch ein rotes Fach, eine Kiste, eine Schublade, einen Karton haben.
00:23:36: Barbara Messer mit etwas, wenn ich zum Beispiel eine besondere Belohnung aussprechen möchte.
00:23:39: Barbara Messer Also da ist vielleicht auch dann einfach mal Schokolade drin oder es ist eine Geschichte drin, es ist ein QR-Code drin für ein bestimmtes Musikstück, was ich raushole und was dann alle hören.
00:23:49: David Sigos Vielen Dank.
00:23:51: Barbara Messer Auch das ist wieder dieser kleine besondere Moment zum Beispiel.
00:23:54: Barbara Messer Und da schaffe ich mir Ruhe.
00:23:56: Barbara Messer Es ist vielleicht eine Diskussion.
00:24:00: Barbara Messer Es wird vielleicht hitzig im Unterricht.
00:24:02: Barbara Messer Dann gehe ich bewusst, stehe ich auf, gehe irgendwo hin, gehe an mein Fach oder die Schublade, hole das raus, hole nochmal deutlich Luft und sage, das hier habe ich gerade gefunden.
00:24:16: Barbara Messer Ich habe hier auch gerade einen QR-Code übrigens.
00:24:19: Barbara Messer Dann zeige ich den QR-Code hoch und frage, wer von euch kriegt das als schnellstes raus, was das ist.
00:24:26: David Sigos Ohne Telefon.
00:24:26: Barbara Messer So.
00:24:28: Barbara Messer dann dürfen Sie mal Ihr Telefon benutzen, genau.
00:24:31: Barbara Messer Dann kommt da eine Botschaft, ein Lied oder ein Film, ein Sketch, der zum Thema passt.
00:24:38: Barbara Messer Das ist eine Intervention.
00:24:42: David Sigos Ja, schön.
00:24:44: David Sigos Es gefällt mir wirklich, dass das eigentlich verrückt, dass das eben so komplett ungewöhnliche Ideen und Methoden sind.
00:24:56: David Sigos Ich denke, das hast du dir ja über die Zeit auch eben angeeignet, bei anderen gesehen, gesammelt für dich, entwickelt.
00:25:05: David Sigos Und ja, also für mich ist wirklich dieses Buch sehr, sehr wichtig geworden und ich bin nicht bekannt für meine Schmeicheleien, also das sage ich jetzt nicht, weil wir hier zusammensitzen.
00:25:15: David Sigos Es gibt so zwei, drei Bücher, besonders da für meinen Beruf, Verloren in der Schule ist so eins, wo das Kind quasi, eben wie du sagst, ein schwieriges Kind ist ein Kind in Schwierigkeiten,
00:25:30: David Sigos Und dort wird ein Unterschied, kann es nicht oder will es nicht.
00:25:33: David Sigos Und oft ist es ein Nicht-Können und nicht ein Nicht-Wollen und das wird oft verwechselt.
00:25:33: Barbara Messer Ja.
00:25:39: David Sigos Und ja, da nehme ich mir wirklich vor, also bin auch gespannt auf Rückmeldungen von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern.
00:25:49: David Sigos ob die neugierig geworden sind auf diese Methoden.
00:25:53: David Sigos Lesen ist ja das eine, du hast es ja, denke ich, wirklich gut niedergeschrieben, es ist nachvollziehbar, aber da habe ich das im Trainertraining bei dir auch gemerkt.
00:26:03: David Sigos Ich habe ja einige Methoden kennengelernt und dann im Buch gelesen und da habe ich schon gemerkt, das ist schon ein Verlust an vielen wichtigen Informationen bekommen, weil sonst müsstest du ja
00:26:15: David Sigos 10, 20 Seiten pro Methode schreiben, wenn es so dicht sein soll mit Informationen.
00:26:20: David Sigos Also du musst es ja auch wieder kürzen quasi.
00:26:23: David Sigos Genau.
00:26:24: Barbara Messer Du meinst, es ist ein Unterschied, sie zu erleben und sie zu lesen.
00:26:27: David Sigos Ja.
00:26:27: Barbara Messer Und im Erleben dauert es länger oder ist mehr Informationen drin?
00:26:31: David Sigos Ja.
00:26:33: Barbara Messer Ja, ich habe ja auch noch meine Meisterklassen.
00:26:35: Barbara Messer Also ich habe noch mal dreimal ein Seminar dieses Jahr, wo ich intensiv an diesen Methoden arbeiten werde.
00:26:42: Barbara Messer Aber ansonsten, denke ich, ist es auch diese Frage,
00:26:48: Barbara Messer Da kommen wir ja immer wieder drauf, was passt zu mir, wovon bin ich geprägt?
00:26:52: Barbara Messer Also diese Frage stelle ich, könnte mir jedem Lehrer stellen, was hast du in anderen Zünften oder Settings gelernt, was du zum Beispiel übertragen kannst und dann ausprobieren.
00:27:01: Barbara Messer Du hast vorhin ja auch gesagt, du benutzt dann das Setting deiner Familie, um etwas auszuprobieren.
00:27:08: Barbara Messer Das habe ich ja auch gemacht, dass ich zu Hause mal übe, mal teste und gucke, wenn ich eine Idee habe, wenn ich eine Inspiration bekomme,
00:27:17: Barbara Messer dass ich das teste, ausprobiere und dann es anwende.
00:27:21: David Sigos Hmm.
00:27:22: Barbara Messer Und auch diese Methoden, also das hatte ich auch mal, dass ich das die Reklamationsabteilung genannt habe, weil ich in einer Ausbildungsstaffel hatte ich die Situation, dass Menschen sagten, ja, aber die Methode funktioniert ja nicht bei mir.
00:27:39: Barbara Messer So, dann habe ich da eine Szene draus gemacht, dass jemand angerufen hat bei uns sozusagen im Unternehmen, in der Reklamationsabteilung.
00:27:47: Barbara Messer Guten Tag, Reklamationsabteilung, was kann ich für Sie tun?
00:27:50: Barbara Messer Ah ja, also wurde auch wieder ein Anruf hingieren.
00:27:52: David Sigos Vielen Dank.
00:27:53: Barbara Messer Sie haben die Methode Wäscheleine angewandt.
00:27:55: Barbara Messer Ah ja, sehr schön.
00:27:56: Barbara Messer Wie groß war denn die Gruppe?
00:27:58: Barbara Messer Ach ja, okay, 40 Personen.
00:28:00: Barbara Messer Ja gut, und haben Sie das denn vorher schon mal ausprobiert?
00:28:05: Barbara Messer Ach nein.
00:28:06: Barbara Messer Ja, ich stelle Sie gleich durch zu Frau Messer, aber einen Gedanken habe ich ja noch.
00:28:10: Barbara Messer Also stellen Sie sich mal vor, Sie fangen an als Friseur zu lernen, also als Azubi und sollen dann gleich eine Hochzeitsfrisur machen.
00:28:18: Barbara Messer Oder noch besser, Sie sind in der Gehirnchirurgie und haben das einfach mal bei YouTube gesehen, wie das geht.
00:28:26: Barbara Messer Das könnte sein, dass Frau Messer diesen Aspekt reinbringt, dass man gut noch üben sollte vorher.
00:28:32: Barbara Messer So, dann ist auch das wieder eingepackt.
00:28:34: David Sigos Vielen Dank.
00:28:35: Barbara Messer Diese Methode ist daraus entstanden.
00:28:37: Barbara Messer Also die Methoden entstehen auch, wenn ich merke, Mensch, ich brauche noch was anderes als das bisherige.
00:28:44: Barbara Messer Wie kann ich es verpacken?
00:28:45: Barbara Messer Wie kann ich es umdrehen, verändern, reframe nicht, reframe viel und stelle mich wie ganz am Anfang auch zur Verfügung, dass ich vielleicht die bin, die es falsch gemacht hat, dass ich die Schwächere bin, dass ich das Tabu bediene, dass man das so nicht macht zum Beispiel.
00:29:03: Barbara Messer Aber das entsteht durchs Ausprobieren, wo sonst.
00:29:05: David Sigos Ich danke dir, Barbara.
00:29:05: David Sigos Du weißt,
00:29:09: Barbara Messer Ich muss auch weiter.
00:29:15: Barbara Messer Alles Gute.
00:29:17: Barbara Messer Tschüss.
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